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Matratze reinigen: die besten Tipps, Tricks und Hausmittel
Die Sauberkeit von Matratzen spielt eine wichtige Rolle, da wir jede Nacht mehrere Stunden auf ihnen liegen. Wir zeigen dir, wie du Flecken am besten entfernst und deine Matratze richtig pflegst.
1. Die besten Hausmittel gegen Flecken
In diesem Kapitel stellen wir dir die besten Hausmittel zur Reinigung deiner Matratze vor. Damit du dich schnell und einfach orientieren kannst, zeigt die folgende Tabelle, für welche Fleckenart sich welche Hausmittel eignen.
Diese Tabelle hilft dir, das richtige Hausmittel für unterschiedliche Flecken zu finden.
Schwarzer Kaffee lässt sich häufig einfach mit einem Tuch und etwas lauwarmem Wasser herauslösen.
Hinweis: Einige Flecken – insbesondere von Blut oder Rotwein – lassen sich nur schwierig und meist nicht vollständig entfernen.
1.1 Zitronensaft und Essig
Hilft gegen: Kaffeeflecken, Urin, Blutflecken, Schweiß
Vorgehen:
- Bei einem frischen Fleck solltest du Flüssigkeitsreste zunächst vorsichtig mit einem Stück Küchenpapier oder einem trockenen Tuch aufnehmen. Anschließend kann der Fleck von außen nach innen mit einem leicht angefeuchteten Tuch abgetupft werden.
- Trag danach etwas Zitronensaft oder Essig auf den Fleck auf und lasse die Flüssigkeit kurz einwirken. Die Zitronensäure beziehungsweise Essigsäure lösen den Fleck aus dem Gewebe.
- Danach kannst du den Fleck mit einer weichen Bürste behandeln und anschließend mit ein wenig Wasser ausspülen. Je nach Fleckenart kannst du die verschmutzte Stelle aus Hygienegründen noch mit einem Desinfektionsmittel nachbehandeln.
Alternativ kannst du den Fleck auch mit Salz bedecken und darauf ein wenig Zitronensaft geben. Nach einer Stunde kannst du die Mischung abbürsten und mit etwas Wasser nachbehandeln.
1.2 Sprudelwasser und Salz
Hilft gegen: Rotweinflecken
Vorgehen:
Bei verschüttetem Rotwein solltest du besonders schnell handeln und eventuelle Flüssigkeitsreste vorsichtig mit einem Tuch oder einem Stück Küchenkrepp aufnehmen. Anschließend feuchtest du ein sauberes Tuch mit Mineralwasser an und tupfst den Fleck vorsichtig ab.
Tipp: Dabei solltest du unbedingt von außen nach innen tupfen, um den Fleck nicht zu vergrößern. Zudem ist es wichtig, dass du auf keinen Fall reibst, da der Rotwein sonst noch tiefer in die Fasern gelangt.
Nutze ausreichend Wasser und wiederhole den Vorgang ein zweites Mal, achte aber darauf, dass die Matratze nicht allzu nass wird.
Bedecke die Stelle anschließend mit reichlich Salz. Die Reste kannst du absaugen, sobald das Salz vollständig getrocknet ist.
1.3 Natron/Backpulver und Wasser
Hilft gegen: Blut, Kaffeeflecken, Erbrochenes, Schweißflecken
Vorgehen:
- Mische aus Natron oder Backpulver und Wasser eine Paste an (Mischungsverhältnis ca. 3 zu 1) und trage diese auf den Fleck auf.
- Lass die Mischung rund 30 bis 60 Minuten einwirken und sauge die getrockneten Rückstände anschließend ab.
Bei Erbrochenem sollten zunächst die festen Bestandteile entfernt werden. Zudem hilft es, das Natron-Wasser-Gemisch ein wenig in die Oberfläche einzureiben. Nach dem Absaugen empfiehlt sich die Verwendung eines Desinfektionssprays oder von ätherischen Ölen wie Lavendel, um Gerüche zu beseitigen.
Bei Blut kann der Fleck alternativ zuerst mit etwas kaltem Wasser benetzt und anschließend großzügig mit Natron oder Backpulver bestreut werden. Das Pulver zieht den Fleck zusammen mit dem Wasser aus den Fasern. Auch der Einsatz von Gallseife hat sich bei Blutflecken bewährt.
Mit Natron lassen sich zahlreiche Flecken von Matratzen entfernen. [Quelle: Nick Alias – stock.adobe.com]
1.4 Alkohol und Wasser
Hilft gegen: Stockflecken, Milben
Vorgehen:
- Mische hochprozentigen Alkohol (mind. 70 Vol.-%, beispielsweise aus der Apotheke) mit Wasser (Mischungsverhältnis ca. 1 zu 2) und trage die Mischung auf den Fleck auf.
- Lasse die Matratze anschließend komplett trocknen, bevor du sie wieder beziehst und verwendest.
Um die Milbenanzahl auf der Matratze zu verringern, empfiehlt es sich, die Alkohol-Wasser-Mischung mithilfe einer Sprühflasche auf der gesamten Matratzenoberfläche zu verteilen. Dabei solltest du unbedingt darauf achten, dass die Matratze nicht all zu feucht wird und sie vor dem Gebrauch gut durchtrocknen lassen.
Hinweis: Bei Schimmelflecken raten wir generell dazu, die Matratze so schnell wie möglich durch eine neue zu ersetzen, um eventuelle gesundheitliche Risiken auszuschließen.









2. Chemische Reinigungsmittel für die Matratze
Neben den zuvor genannten Hausmitteln kannst du auch chemische Reiniger nutzen, um Flecken aus deiner Matratze zu entfernen. Insbesondere die Verwendung von
- Teppichschaum und
- Polsterreiniger
haben sich dabei bewährt. Diese kannst du entsprechend den Herstellerangaben direkt auf den Fleck auftragen. Achte dabei jedoch darauf, dass die Matratze nicht zu feucht wird und lass sie anschließend gut trocknen.
Auch Enzymreiniger können für die Fleckentfernung eingesetzt werden. Diese bieten den Vorteil, dass sie nicht nur gegen Schmutz wirken, sondern auch einem Milbenbefall vorbeugen können.
Lässt sich der Matratzenbezug abnehmen, solltest du ihn vor der Behandlung vom Matratzenkern entfernen. Dies erleichtert die Reinigung und sorgt zudem dafür, dass die Matratze nicht zu viel Feuchtigkeit aufnimmt.
3. Allgemeine Matratzenpflege
Abgesehen von gezielter Fleckenbehandlung sollte eine Matratze grundsätzlich gepflegt und gereinigt werden. Hygiene ist hier besonders wichtig, da wir jede Nacht mehrere Stunden im Bett verbringen, um uns zu erholen.
Die Gründe für eine allgemeine Pflege sind dabei vielfältig:
- Milben: Im Bett befinden sich Millionen Hausstaubmilben. Der ausgeschiedene Milbenkot kann Allergien erzeugen. Um dem vorzubeugen, sollte die Milbenzahl möglichst geringgehalten werden. Darüber hinaus sammeln sich auch Bakterien in Matratzen an.
- Schweiß: Jeder Mensch verliert pro Nacht etwa einen halben Liter Schweiß, der teilweise in die Matratze einzieht.
- Haare/Hautschuppen: Auch lose Haare und abgestorbene Hautzellen sammeln sich über die Zeit in Form von Schuppen auf der Matratze an, die es zu entfernen gilt.
3.1 Häufigkeit der Matratzenreinigung
Je nachdem, um welche Art von Verschmutzung es sich handelt, solltest du die Häufigkeit der regelmäßigen Reinigung wählen:
Nach Bedarf: Flecken solltest du nach Möglichkeit sofort behandeln. Dies macht die Entfernung einfacher und erhöht zudem die Wahrscheinlichkeit, dass keinerlei Rückstände zurückbleiben. Gleiches gilt auch für andere sichtbare Verschmutzungen wie Krümel.
Monatlich: Um oberflächlichen Schmutz zu entfernen, ist es ratsam, Matratzen einmal im Monat mit einer weichen Bürste abzubürsten. Alternativ kannst du die Matratzenoberfläche mithilfe einer Polsterdüse absaugen. Bitte beachte, dass dies nicht gegen Milbenbefall hilft.
Alle 3–4 Monate: Über längere Zeit entstehen Gerüche und Verfärbungen. Um diese zu beseitigen, kannst du den Matratzenbezug zwei- bis dreimal pro Jahr mit Natron (oder alternativ Backpulver) bestreuen und dieses leicht einbürsten. Nach etwa sechs Stunden Einwirkzeit kannst du die Rückstände absaugen. Diese Behandlung hat zusätzlich eine desinfizierende Wirkung.
Alle 6–12 Monate: Sofern sich der Bezug deiner Matratze abnehmen lässt, solltest du diesen ein- bis zweimal im Jahr bei 60 Grad Celsius waschen. Beachte dabei unbedingt das Pflegeetikett und gib für zusätzliche Hygiene zwei Esslöffel Essigessenz in die Weichspülkammer.
Tipp: Damit der Bezug wirklich sauber wird, benötigt er genügend Platz in der Waschmaschine. Hierbei kann es sich lohnen, auf einen Waschsalon mit größeren Waschtrommeln auszuweichen, statt die eigene Waschmaschine zu verwenden.
Alle 12 Monate: Einmal jährlich sollten Matratzen gründlich beziehungsweise professionell gereinigt werden.
Hinweis: Du solltest grundsätzlich davon absehen, deine Matratze mit einem Dampfreiniger zu säubern. Dadurch kann zu viel Feuchtigkeit in das Matratzeninnere eindringen, was zu Schimmelbildung führen kann.
3.2 Milben von Matratze entfernen
Um die Anzahl von Milben auf deiner Matratze möglichst gering zu halten, empfehlen wir die beiden folgenden Tricks:
- Sorge dafür, dass die Matratze regelmäßig gut ausgelüftet wird. Stelle sie dazu für einen längeren Zeitraum vor ein offenes Fenster oder auf den Balkon.
- Noch besser ist es, die Matratze einmal jährlich bei Minusgeraden für mindestens 12 Stunden draußen im Trockenen durchlüften zu lassen. Der Frost hilft zusätzlich dabei, die Milbenanzahl zu verringern.
Hinweis: Das Absaugen der Matratzenoberfläche hilft in diesem Fall leider nicht: Milben sitzen in tiefen Schichten, die ein Staubsauger nicht erreicht. Zudem wird der Milbenkot durch das Saugen aufgewirbelt, was schlecht für Allergiker ist.
Insbesondere Allergiker können einen speziellen Anti-Milben-Bezug verwenden.
3.3 Allgemeine Tipps und Hinweise
Bei guter Pflege kann eine Matratze zwischen acht und zehn Jahren verwendet werden. Danach solltest du sie jedoch entsorgen und durch eine neue ersetzen. Wir haben die folgenden Tipps für dich zusammengestellt, damit du möglichst lange Freude an deiner Matratze hast.
- Sorge dafür, dass deine Matratze jeden Morgen gelüftet wird, damit Feuchtigkeit von der Nacht entweichen kann. Dazu reicht es, die Betten nicht direkt nach dem Aufstehen zu machen, damit die Oberfläche frei bleibt. Achte zudem darauf, dass die Matratze idealerweise auch von unten belüftet wird.
- Eine Schlafzimmertemperatur von 15 bis 19 Grad Celsius ist ideal, damit Wärme und Feuchtigkeit von der Matratze abtransportiert werden.
- Ein Matratzenschoner, ein Topper oder ein Encasing (zusätzlicher Rundum-Bezug) schützen die Matratze und lassen sich einfach waschen.
- Damit keine Liegekuhlen entstehen, sollten Matratzen regelmäßig gedreht (= Kopf- und Fußseite wechseln) sowie gewendet (= Ober- und Unterseite wechseln) werden.
- Verwende stets einen Lattenrost und leg die Matratze nicht auf eine durchgehende Fläche. Andernfalls kann sie nicht atmen und Schimmel entsteht.
- Einen abnehmbaren Matratzenbezug solltest du regelmäßig bei 60 Grad Celsius waschen. Mehr Informationen dazu bietet dir diese Beratung.
- Die Bettwäsche sollte alle ein bis zwei Wochen gewechselt und ebenfalls bei 60 Grad Celsius gewaschen werden.
4. FAQ
Wie reinigt man eine Matratze am besten?
Dies ist immer davon abhängig, um welche Art von Verschmutzung es sich handelt. Wir haben für dich die besten Tipps und Tricks zur Reinigung von Matratzen zusammengefasst.
Wie reinige ich Matratzen von Milben?
Milben lassen sich am besten mit einer Mischung aus Alkohol (mindestens 70 Vol.-%) und Wasser entfernen. Sprühe diese mithilfe einer Sprühflasche auf die komplette Matratzenoberfläche auf und lass sie danach komplett trocknen. Zusätzlich ist es ratsam, die Matratze regelmäßig komplett durchlüften zu lassen, beispielsweise vor einem geöffneten Fenster oder auf dem Balkon. Auch das Lüften im Trockenen bei Minusgeraden für mindestens 12 Stunden hilft, die Milbenanzahl zu reduzieren.
Was bringt Backpulver auf der Matratze?
Mit Backpulver oder Natron lassen sich Gerüche und Schweißflecken von Matratzen entfernen. Mischst du das Pulver mit etwas Wasser zu einer Paste, kannst du diese außerdem für Blut, Erbrochenes und Kaffeeflecken einsetzen. Wie du dabei am besten vorgehst, erfährst du in unserer Beratung.