[Quelle Headerbild: iStock.com/yacobchuk]
Matratzenbezug und Matratzenschoner waschen: Darauf solltest du achten
Erhalte hilfreiche Tipps, wie du deinen Matratzenbezug effektiv waschen und so für hygienische Schlafbedingungen sorgen kannst.
1. Matratzenbezug in der Waschmaschine waschen: Anleitung
Ein erholsamer Schlaf ist wesentlich für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Dabei spielt die Hygiene der Schlafumgebung eine entscheidende Rolle. Während viele von uns regelmäßig die Bettwäsche wechseln, werden der Matratzenbezug oder der Matratzenschoner oft vernachlässigt – doch gerade diese sind von großer Bedeutung, wenn es um die Sauberkeit und die Lebensdauer deiner Matratze geht.
Ist der Matratzenbezug zu groß für deine Waschmaschine, kannst du auf einen Waschsalon zurückgreifen. [Quelle: Zahid – stock.adobe.com, generiert mit KI]
Bevor du jedoch deine Matratzenhülle in die Waschmaschine gibst, solltest du zunächst das Pflegetikett prüfen und folgende Fragen klären:
- Lässt sich die Matratzenhülle mittels Reißverschlusses von der Matratze abnehmen?
- Ist der Matratzenbezug waschbar?
- Passt der Bezug in deine Waschmaschine oder solltest du dafür besser einen Waschsalon aufsuchen?
- Bei wie viel Grad kannst du den Matratzenbezug waschen und wie lässt er sich trocknen?
Bezüge von Kinderbetten oder Matratzen für Einzelbetten passen meist problemlos in die hauseigene Waschmaschine. Bei Bezügen von größeren Matratzen kann es allerdings eng in der Trommel werden – dann ist meist der Gang zum Waschsalon von Nöten. Dort stehen dir in der Regel extragroße Waschtrommeln zur Verfügung. Beachte jedoch, dass solch ein Waschgang je nach Anbieter zwischen 4 und 10 Euro kosten kann.









Das Waschetikett gibt Ausschluss darüber, ob der Matratzenbezug waschmaschinen- und trocknertauglich ist.
1.1 Auswahl des passenden Waschprogramms
Bei großen oder stark verschmutzen Bezügen kann eine Vorwäsche hilfreich sein. Sie sorgt dafür, dass der komplette Stoff bereits vor dem eigentlichen Waschgang gründlich nass wird und erste Verschmutzungen gelöst werden. Beim Hauptwaschgang bietet sich in der Regel das normale Standardprogramm für Buntwäsche an. Da Matratzenbezüge oft aus robuster Baumwolle oder einem ähnlich widerstandsfähigen Material gefertigt sind, kannst du im Gegensatz zu empfindlichen Textilien auf den Schongang verzichten. Wirf jedoch vorab immer einen Blick auf das Waschetikett.
1.2 Optimale Waschtemperatur
Auch bei der Wahl der Waschtemperatur solltest du dich immer nach der Angabe auf dem Pflegeetikett richten, um zu verhindern, dass der Bezug einläuft oder anderweitig beschädigt wird. Damit Milben, Keime und Bakterien jedoch zuverlässig abgetötet werden, ist es nötig, Matratzenbezug und -schoner bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen. Matratzenbezüge aus besonders robusten Materialien, etwa aus Mikrofaser, vertragen auch eine Kochwäsche von 95 Grad. So stellst du sicher, dass etwa nach einer Krankheit alle Erreger zuverlässig entfernt werden.
Dieses Symbol erlaubt es, deinen Matratzenbezug bei 60 Grad Celsius zu waschen. [Quelle: Parbat - stock.adobe.com]
1.3 Einstellung der Umdrehungen während des Waschgangs
Vor allem beim Waschen großer Matratzenbezüge und -schoner ist eine entsprechend hohe Schleuderzahl wichtig, damit das Wäschestück ausreichend vorgetrocknet werden kann. Zum Schutz des Gewebes ist es jedoch ratsam, nicht die höchste Schleuderdrehzahl zu verwenden. Ein sanfter Schleudergang mit etwa 800 Umdrehungen pro Minute reicht in den meisten Fällen aus. Dies hilft, Faltenbildung zu minimieren und den Stoff vor Abnutzung zu bewahren.
1.4 Geeignete Waschmittel und deren Dosierung
Am besten eignet sich zum Waschen eines Matratzenbezuges ein mildes Flüssigwaschmittel für Feinwäsche, da so keine Rückstände haften bleiben. Vollwaschmittel in Pulverform können durch die enthaltenen Bleichmittel dem Matratzenbezug schaden, weshalb du auf diese besser verzichten solltest. Für Allergiker empfiehlt sich zudem ein hypoallergenes Waschmittel. Achte bei der Dosierung auf die Angaben des Herstellers.
Weichspüler sollte beim Waschen des Matratzenbezuges oder -schoners besser nicht zum Einsatz kommen. Dieser beschwert die Textilfasern und hinterlässt eine Schicht auf dem Bezug, welche die Atmungsaktivität der Matratze beeinträchtigt und so Schimmel- und Stockfleckenbildung begünstigt.
1.5 Matratzenbezug schonend trocknen
Die meisten Matratzenbezüge und -schoner sind nicht zum Trocknen in einem Wäschetrockner geeignet. Genaue Auskunft darüber gibt auch hier das Pflegeetikett. Halte dich unbedingt an diese Angaben, denn bei ungeeigneter Trocknung kann der Bezug einlaufen und nicht mehr auf die Matratze passen. Es empfiehlt sich stattdessen, den Bezug komplett ausgebreitet an der Luft trocknen zu lassen. Vermeide dabei direkte Sonneneinstrahlung, um das Material zu schonen. Eine praktische Methode ist es, den Bezug über mehrere Stühle zu spannen, was eine gute Luftzirkulation ermöglicht und den Trocknungsprozess beschleunigt.
Findest du dieses Symbol auf dem Etikett, ist der Bezug nicht trocknergeeignet. [Quelle: Parbat - stock.adobe.com]
2. Warum sollte man den Matratzenbezug waschen?
Ein Matratzenbezug ist tagtäglich verschiedenen Verschmutzungen ausgesetzt, die nicht immer sichtbar, aber dennoch bedeutend für die Hygiene deiner Schlafumgebung sind. Den Matratzenbezug regelmäßig zu waschen, ist daher aus folgenden Gründen wichtig:
- Hygiene und Sauberkeit: Im Laufe der Zeit sammeln sich Schweiß, Körperöle und Hautschuppen im Matratzenbezug an. Diese organischen Materialien können Gerüche verursachen und einen Nährboden für Bakterien darstellen. Regelmäßiges Waschen sorgt für ein sauberes und frisches Schlafklima.
- Reduzierung von Allergenen: Matratzenbezüge können Tierhaare, Pollen und Staubpartikel aus der Umwelt beherbergen, die vor allem für Allergiker ein Problem darstellen, da sie allergische Reaktionen wie Niesen, Juckreiz und Atemprobleme hervorrufen können. Durch eine regelmäßige Reinigung des Bezugs können Allergiesymptome signifikant reduziert werden.
- Milbenkontrolle: Hausstaubmilben sind mikroskopisch kleine Kreaturen, die sich von abgestorbenen Hautzellen ernähren. Auch sie sind eine häufige Ursache für Allergien. Regelmäßiges Waschen bei hohen Temperaturen kann dazu beitragen, die Milbenpopulationen niedrig zu halten.
- Verlängerung der Lebensdauer der Matratze: Ein sauberer Matratzenbezug schützt die darunterliegende Matratze vor Verschmutzungen und feuchtigkeitsbedingtem Verschleiß.
3. Matratzenbezug ohne Waschmaschine reinigen: Tipps zur Fleckenbehandlung
Auch wenn dir keine Waschmaschine zur Verfügung steht, kannst du deinen Matratzenbezug dennoch effektiv reinigen und Flecken gezielt behandeln. Starte mit der Reinigung immer so schnell wie möglich, da frische Verschmutzungen leichter zu entfernen sind. Viele Flecken lassen sich mit einfachem Teppichschaum entfernen – bei hartnäckigeren Verunreinigungen können Hausmittel helfen, zum Beispiel:
- Zitronensaft, eine Lauge aus Natron und Essig bei Urinflecken,
- Gallseife und Backpulver bei Blutflecken,
- Alkohole wie Hausspiritus gegen Stock- und Schimmelflecken.
4. FAQ
Sollte man den Matratzenbezug vor dem Erstgebrauch waschen?
Es ist empfehlenswert, einen Matratzenbezug vor dem Erstgebrauch zu waschen. Dieser erste Waschgang entfernt mögliche Produktionsrückstände und Chemikalien, die während der Herstellung auf den Stoff gelangen könnten. Darüber hinaus sorgt das Waschen auch für Frische und beseitigt den typischen Geruch neuer Textilien, was das Schlafklima fördern kann.
Wie oft sollte man den Matratzenbezug waschen?
Im Normalfall genügt es, Matratzenbezug und -schoner einmal im Jahr zu waschen. Für Allergiker kann eine häufigere Reinigung sinnvoll sein, etwa alle drei bis vier Monate, um Allergene und Tierhaare effektiv zu entfernen. Auch Personen, die stark schwitzen, könnten von einer häufigeren Pflege profitieren, um Schweißgerüche und Bakterienansammlungen zu minimieren.