
Gehstöcke Ratgeber
1. Gehstöcke
Viele Senioren, aber auch jüngere Menschen, nutzen einen Gehstock, um sich das Laufen zu erleichtern und Kniegelenke sowie Hüfte zu schonen. Wenngleich nicht so effizient wie ein Rollator, bietet solch eine Gehhilfe dennoch zusätzlichen Halt. Zudem können Sie einen Gehstock meist auch als Spazierstock oder Wanderstock nutzen.
1.1 Konstruktion
Gehstöcke sind in verschiedenen Bauweisen erhältlich:
- Einbeinig
- Vierfüßig oder dreifüßig
Im Vergleich zu einbeinigen Modellen bieten mehrfüßige Stöcke einen festeren Stand. Da sich das Laufen mit ihnen jedoch etwas behäbiger gestaltet, sollten Sie Drei- oder Vierfuß-Gehstöcke vor allem bei kurzen Distanzen, etwa in der Wohnung, nutzen.
Vierfußgehhilfen bieten besonders viel Halt.
Das Gewicht eines Gehstockes liegt häufig zwischen 300 und 500 Gramm. Wenn Sie sich von Zeit zu Zeit schwächlich fühlen, sollten Sie sich für ein leichtes Modell entscheiden.
Hinweis: Achten Sie auf die Angaben zur maximalen Belastbarkeit des Gehstockes. Sie sollte hoch genug sein, um Ihnen jederzeit genug Stabilität zu bieten.
Darüber hinaus gibt es auch bei der Bauweise des eigentlichen Stocks Unterschiede. Je nach Modell ist der Gehstock …
- … starr,
- … faltbar und/oder
- … höhenverstellbar.
Faltbare Ausführungen bieten den Vorteil, dass Sie sie bei Bedarf in einer Tasche verstauen können.
Tipp: Wie lang Ihre Gehhilfe ungefähr sein sollte oder welche Griffhöhe sich für Sie anbietet, können Sie selbst ausrechnen. Teilen Sie dazu Ihre Körpergröße (in Zentimetern) durch zwei und ziehen Sie von dieser Zahl noch einmal ein bis zwei Zentimeter ab.
Faltbarer Gehstock, auch Faltstock genannt
Höhenverstellbare Gehhilfe
1.2 Material
Gehstöcke sind meist aus einem von drei Materialien hergestellt, die bestimmte Eigenschaften aufweisen.
Eigenschaften: Edle Optik | Robust | Verhältnismäßig schwer
Eigenschaften: Stabil | Geringes Gewicht
Eigenschaften: Hochwertig und modern | Sehr robust | Leicht
1.3 Griff
Der Griff sollte Ihnen stets volle Kontrolle über den Stock und einen sicheren Stand bieten. Es gibt zahlreiche Varianten, die jeweils für bestimmte Situationen empfehlenswert sind.

Derbygriff
- Leicht geschwungen
- Gute Ergonomie

Anatomischer Griff
- Auf Händeform abgestimmt
- Für Rechts- und Linkshänder erhältlich

Fischergriff oder ergonomischer Griff
- Flache Auflagefläche
- Bei Handgelenkbeschwerden zu empfehlen

Fritzgriff
- Schont das Handgelenk
- Bei Arthritis empfehlenswert

Knauf
- Schwerpunkt liegt auf Design
- Als Stützhilfe nicht empfehlenswert

Rundhaken
- Traditionelle Form
- Nicht als Stütze für weite Distanzen empfohlen

Design-Griff
- Schwerpunkt liegt auf Optik
- Als Stützhilfe wenig geeignet
2. Zubehör und Sitzstöcke
Mithilfe von Zubehör können Sie die Funktionalität Ihres Handstockes erweitern. Statten Sie ihn etwa mit Gummipuffern oder Eisspikes aus, die im Winter besseren Halt bieten können. Auch sind Tragschlaufen oder Stockschlaufen erhältlich, die den Transport der Gehhilfe erleichtern.
Daneben gibt es Sitzstöcke, die sich in Sitzgelegenheiten umwandeln lassen. Dabei existieren verschiedene Bauweisen: Bei einigen Varianten können Sie den Griff auseinanderklappen und so eine Sitzfläche schaffen. Andere Modelle bieten Ihnen die Möglichkeit, den Stock auseinanderzuziehen, wodurch am oberen Ende ein Stück (Kunst-)Stoff oder Leder aufgespannt wird, das schließlich als Sitz fungiert.
Ein auseinandergeklappter Sitzstock.
Eisspikes können bei Schnee und Glätte hilfreich sein.


































