
Marder vertreiben: Was wirklich gegen die Tiere hilft
Marder können im Garten und auf dem Dachboden großen Schaden anrichten. Wir stellen effektive und tierfreundliche Methoden vor, um die Plagegeister loszuwerden.
1. Das hilft gegen Marder
Marder sind geschickte, neugierige Tiere, die sich schnell in Gärten, Garagen oder auf Dachböden einnisten. Um sie dauerhaft zu vertreiben, helfen verschiedene Ansätze – von Lärm über Gerüche bis hin zu mechanischen Mitteln. Kein einzelnes Mittel wirkt bei jedem Marder gleich gut, weshalb es oft sinnvoll ist, mehrere Methoden zu kombinieren.
Marder reagieren empfindlich auf ungewohnte Geräusche. Ultraschallgeräte senden Töne aus, die für Menschen kaum hörbar sind, Marder jedoch vertreiben können. Die Geräte werden einfach im betroffenen Bereich aufgestellt und arbeiten kontinuierlich. Wichtig: Regelmäßiger Wechsel des Aufstellorts kann verhindern, dass sich Marder an den Ton gewöhnen.
Marder mögen bestimmte intensive Gerüche nicht. Bewährt haben sich Hundehaar, Wildschweinhaar oder spezielle Marderabwehr-Sprays auf Basis starker Duftstoffe. Auch menschliche Haare oder Lavendel können als natürliche Abschreckung dienen. Die Mittel müssen regelmäßig erneuert werden, da Witterung und Zeit die Wirkung mindern.
Helles, plötzlich aufleuchtendes Licht schreckt Marder ab. Bewegungsmelder mit Außenstrahler reagieren automatisch auf Bewegung und überraschen den Marder mit Lichtkegeln – ideal für Einfahrten, Garagen oder Gartenecken. Da Marder vor allem nachts aktiv sind, ist diese Methode besonders wirksam.
Mechanische Maßnahmen schließen Zugangswege dauerhaft. Dazu gehören das Abdichten von Öffnungen in Wänden und Dächern mit Dichtungsbändern oder Drahtgitter sowie das Anbringen von glatten Blechen an Rohren und Stützen, um ein Hochklettern zu verhindern. Als letztes Mittel können auch Lebendfallen eingesetzt werden, um den Marder einzufangen und andernorts auszusetzen.
Das Fangen und Töten von Mardern ist in Deutschland jagdrechtlich geregelt und ohne entsprechenden Jagdschein in der Regel nicht erlaubt. Setze daher ausschließlich auf tierfreundliche Vergrämungsmethoden oder wende dich an einen Jäger oder Schädlingsbekämpfer.

2. Anleitung: Marder im Garten vertreiben
Marder streifen nachts durch Gärten auf der Suche nach Futter, Unterschlupf oder einem Weg ins Haus. Mit der richtigen Kombination aus Abschreckung und Absicherung lässt sich Marderabwehr im Garten wirkungsvoll umsetzen.
- Bereich sondieren: Suche deinen Garten nach Spuren des Marders ab – typisch sind Kot, umgeworfene Behälter oder Fraßspuren an Früchten.
- Futterstellen entfernen: Decke Komposthaufen ab, sicherte Mülltonnen und lagere Fallobst nicht offen im Garten. Marder folgen dem Futter.
- Geruchsmittel ausbringen: Verteile Hundehaar oder ein Marderschutz-Mittel entlang der typischen Laufwege des Marders.
- Bewegungsmelder installieren: Bringe einen Bewegungsmelder mit Lichtstrahler draußen an, z.B. hier: Einfahrt, Gartentor oder Gartenhaus.
- Zugänge sichern: Kontrolliere, ob der Marder über Zäune, Rohre oder Mauern in den Garten gelangt. Glatte Metallabdeckungen an senkrechten Flächen erschweren das Klettern.
- Wirksamkeit überprüfen: Beobachte nach einigen Tagen, ob die Maßnahmen greifen, und passe sie gegebenenfalls an.
Um Marder erst gar nicht in deinen Garten zu locken, solltest du Futterquellen konsequent beseitigen. Dazu gehören offene Komposthaufen, heruntergefallenes Obst sowie offen gelagerte Tiernahrung.




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3. Anleitung: Marder auf dem Dachboden vertreiben
Ein Marder auf dem Dachboden ist besonders unangenehm: Die Tiere können Wärmedämmung beschädigen, Lärm verursachen und Parasiten einschleppen. Handele daher schnell und gründlich, sobald du Marder-Spuren im Dachboden entdeckst.
- Spuren sichern: Achte auf Geräusche in der Nacht, Kotfunde oder Bissspuren an Kabeln und Dämmwolle – das sind typische Hinweise auf einen Marder.
- Zugangsstellen finden: Marder zwängen sich durch Öffnungen ab etwa fünf Zentimetern Durchmesser. Untersuche die gesamte Dachkonstruktion auf Lücken, Risse oder offene Lüftungsöffnungen.
- Abschreckung platzieren: Stelle ein Ultraschallgerät auf dem Dachboden auf und wechsle regelmäßig seinen Standort. Lege zusätzlich Geruchsmittel wie Hunde- oder Wildschweinhaar aus.
- Zugänge dauerhaft verschließen: Nutze Dichtungsbänder oder Drahtgitter, um alle Öffnungen zu schließen – aber erst, wenn du sicher bist, dass kein Marder mehr im Gebäude ist.
- Kontrollieren und nachjustieren: Überprüfe den Dachboden nach einigen Tagen erneut und stelle sicher, dass keine neuen Zugangswege entstanden sind.
Marder nutzen dieselben Eintrittspunkte immer wieder. Verschließe diese Stellen daher dauerhaft mit robustem Material wie Drahtgitter oder massiven Blechen – einfache Schaumstoffe beißen Marder in der Regel schnell durch.
4. FAQ
Was schreckt Marder wirklich ab?
Am wirkungsvollsten ist eine Kombination aus Geruchsmitteln wie Hunde- bzw. Wildschweinhaar oder Abwehrsprays, Ultraschallgeräten und hellen Bewegungsmeldern. Da Marder lernfähige Tiere sind, solltest du die Maßnahmen regelmäßig wechseln und kombinieren, damit sie nicht abstumpfen.
Was mag ein Marder überhaupt nicht?
Marder meiden intensive Gerüche wie die von Hunden oder Wildschweinen sowie plötzliche Licht- und Schallreize. Auch glatte Oberflächen, die das Klettern verhindern, und versiegelte Zugänge machen einen Bereich für Marder unattraktiv.
Wo versteckt sich ein Marder am Tag?
Tagsüber ruht der Marder in ruhigen, dunklen Verstecken – häufig in Dachböden, Garagen, dichten Hecken oder unter Geräteschuppen. Marder-Spuren im Garten oder Keller deuten oft auf ein nahegelegenes Tagesversteck hin.
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