
Tomaten ausgeizen: so pflegst du deine Pflanzen für eine reiche Ernte
Wer Tomaten ausgeaist, fördert das Wachstum kräftiger Früchte und beugt Pilzkrankheiten vor. Wir zeigen dir, welche Triebe weg müssen und bei welchen Sorten es wirklich nötig ist.
1. Welche Triebe beim Ausgeizen entfernen?
Beim Ausgeizen geht es darum, die richtigen Triebe gezielt zu entfernen. Erkennst du einen Geiztrieb früh, lässt er sich leicht mit den Fingern ausbrechen. Ältere und dickere Geiztriebe solltest du hingegen sauber mit einer Gartenschere abschneiden, damit die Wunde kleiner und die Pflanze weniger gestresst wird.
1.1 So erkennst du Geiztriebe
Geiztriebe wachsen stets in der Blattachsel – also genau dort, wo ein Blatt auf den Hauptstamm trifft. Sie zeigen sich zunächst als kleines, hellgrünes Triebspitzchen, das mit der Zeit rasant wächst. Wichtig: Verwechsle sie nicht mit Blütenständen, die direkt am Stamm zwischen zwei Blattpaaren entspringen.
- Blattachsel: Der spitze Winkel zwischen Haupttrieb und Blatt – hier sitzt der Geiztrieb.
- Wuchsrichtung: Geiztriebe wachsen schräg nach oben, parallel zum Haupttrieb.
- Größe: Greife ein, sobald der Trieb zwei bis drei Zentimeter lang ist – dann lässt er sich am leichtesten entfernen.

1.2 Wann ist der beste Zeitpunkt?
Am besten nimmst du dir die Pflanzen einmal pro Woche vor, damit die Geiztriebe nicht zu groß werden. Ideal ist ein trockener, sonniger Vormittag: Die Wunden trocknen schnell ab und das Infektionsrisiko sinkt. Breche kleine Triebe sauber mit Daumen und Zeigefinger aus – das funktioniert am besten bei trockenem Wetter, da die Bruchstelle glatter bleibt.
Stabile Rankhilfen helfen deinen Tomatenpflanzen dabei, aufrecht zu wachsen und den Ertrag voll zu entfalten – am besten direkt beim Einpflanzen aufstellen.




















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2. Schritt-für-Schritt: Tomaten richtig ausgeizen
Das Ausgeizen ist einfach – wenn du weißt, worauf du achten musst. Achte vor allem darauf, sauber und zügig zu arbeiten, um die Pflanze so wenig wie möglich zu stressen.
- Geiztrieb lokalisieren: Suche systematisch alle Blattachseln ab, beginnend am unteren Teil der Pflanze.
- Kleinen Trieb ausbrechen: Halte den Haupttrieb mit einer Hand fest und brich den Geiztrieb mit der anderen Hand mit einer seitlichen Bewegung ab.
- Großen Trieb abschneiden: Ist der Geiztrieb bereits dicker als ein Bleistift, schneide ihn mit einer scharfen, desinfizierten Gartenschere so nah wie möglich am Ansatz ab.
- Wunde trocknen lassen: Lass die Schnittstelle an der Luft abtrocknen – nicht gießen oder abdecken.
- Pflanze anbinden: Binde den Haupttrieb nach dem Ausgeizen bei Bedarf locker an eine Rankhilfe oder einen Pflanzstab.
- Wöchentlich wiederholen: Kontrolliere deine Tomatenpflanzen regelmäßig, damit keine Geiztriebe unbemerkt groß werden.
Trage beim Ausgeizen alte Kleidung oder Gartenhandschuhe: Der Tomatensaft hinterlässt hartnäckige grüne Flecken auf Haut und Stoff.
3. Was bedeutet Ausgeizen bei Tomaten?
Das Ausgeizen beschreibt das Entfernen von Seitentrieben, die in den sogenannten Blattachseln wachsen, also in dem Winkel zwischen dem Haupttrieb und einem Blatt. Diese unerwünschten Triebe heißen Geiztriebe und entziehen der Pflanze Energie, die sie sonst in die Fruchtentwicklung stecken würde. Wer seine Tomaten konsequent ausgeaist, erntet am Ende weniger, aber dafür größere und aromatischere Früchte.
Das Ausgeizen gehört zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen beim Tomatenanbau, sowohl im Garten als auch bei Tomaten im Topf. Eine gut gepflegte Pflanze mit klarer Struktur ist außerdem weniger anfällig für Pilzkrankheiten wie die Kraut- und Braunfäule, da Luft besser zirkulieren kann.
4. Muss man Tomaten immer ausgeizen?
Nicht jede Tomatensorte muss ausgeaist werden. Entscheidend ist, ob es sich um eine determinate (buschige) oder eine indeterminate (rankende) Sorte handelt. Bei Buschtomaten etwa erübrigt sich das Ausgeizen weitgehend, da sie von Natur aus kompakt wachsen und einen begrenzten Wuchs haben.
Diese Sorten wachsen unbegrenzt weiter und bilden ständig neue Geiztriebe. Hier ist regelmäßiges Ausgeizen unbedingt notwendig, damit die Pflanze ihre Energie auf wenige, kräftige Triebe konzentriert. In der Regel wird nur ein Haupttrieb geführt, gelegentlich auch zwei.
Buschtomaten stellen ihr Wachstum nach einer bestimmten Größe ein und verzweigen sich von selbst. Sie müssen in der Regel nicht ausgeaist werden – zu starkes Eingreifen kann den Ertrag sogar reduzieren.
Diese Sorten sind häufig halbdeterminat. Ein leichtes Ausgeizen kann sinnvoll sein, ist aber nicht zwingend notwendig. Wer nur die unteren Geiztriebe entfernt, verbessert die Luftzirkulation, ohne den Ertrag zu schmälern.
Beim Kauf von Tomaten Samen oder Jungpflanzen lohnt es sich, auf das Etikett zu achten: Dort steht oft, ob es sich um eine buschige oder rankende Sorte handelt.
5. FAQ
Welche Triebe sollte man bei Tomatenpflanzen entfernen?
Entfernt werden die sogenannten Geiztriebe, die in den Blattachseln wachsen – also im Winkel zwischen Hauptstamm und Blatt. Sie sollten möglichst früh ausgebrochen oder bei größerem Durchmesser mit einer scharfen Schere abgeschnitten werden.
Was passiert, wenn ich Tomaten nicht ausgeize?
Die Pflanze entwickelt viele Triebe und Blätter, investiert aber weniger Energie in die Fruchtbildung. Das Ergebnis sind in der Regel viele kleine, weniger aromatische Früchte sowie ein dichteres Blattwerk, das Pilzkrankheiten begünstigt.
Wie erkenne ich Geiztriebe bei Tomaten?
Geiztriebe sprießen immer in der Blattachsel – dem spitzen Winkel zwischen einem Blatt und dem Haupttrieb. Sie wachsen schräg nach oben und lassen sich leicht erkennen, wenn man die Pflanze von unten nach oben absucht. Greife ein, wenn der Trieb noch klein ist (zwei bis drei Zentimeter), dann lässt er sich am einfachsten ausbrechen.
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