
Igelhaus selber bauen: Anleitung für ein sicheres Winterquartier
Hilf den Igeln in deinem Garten sicher durch den Winter zu kommen. Mit unserer einfachen Anleitung baust du ein robustes und katzensicheres Igelhaus aus Holz.
1. Igelhaus bauen: Das brauchst du
Ein Igelhaus lohnt sich vor allem dann, wenn dein Garten wenig natürliche Verstecke bietet. Aufgeräumte Beete, kurz geschnittene Hecken und fehlende Laubhaufen lassen Igeln kaum Möglichkeiten, sich ein eigenes Winterquartier zu bauen. Mit einem selbst gebauten und katzensicheren Igelhaus schaffst du einen trockenen und geschützten Rückzugsort, in dem die Tiere ungestört im Garten überwintern können.
Für den Bau brauchst du keine aufwendige Bauanleitung und kein Profi-Werkzeug, sondern nur wenige Materialien, die du meist schon zu Hause hast oder günstig nachkaufen kannst.
Holz: unbehandelte Bretter, zum Beispiel aus Fichte oder Kiefer
Holzschrauben: zum stabilen Verbinden der Wände
Bohrmaschine: zum Vorbohren und Verschrauben der Bretter
Werkzeug: etwa Säge, Zollstock und Schraubendreher
Gartenhandschuhe: zum Schutz deiner Hände beim Zuschnitt
Holzlasur: optional für mehr Witterungsschutz an der Außenseite
trockenes Laub zum Auspolstern des Innenraums
Verzichte im Innenraum auf Stroh oder Heu. Beides kann brechen oder sich um die Beine der Igel wickeln, weshalb trockenes Laub die bessere und sicherere Wahl ist.














2. Igelhaus bauen: Schritt für Schritt zum fertigen Winterquartier
Egal ob du ein einfaches Häuschen oder ein größeres Igelhotel bauen möchtest: Der Bau gelingt auch ohne handwerkliche Vorerfahrung, wenn du dich an eine klare Reihenfolge hältst. Wichtig ist vor allem ein stabiler Korpus mit einem geschützten Eingang, der größere Tiere fernhält.
Maße festlegen: Plane das Igelhaus mit einer Grundfläche von etwa 40 mal 30 Zentimetern und einer Höhe von rund 25 Zentimetern.
Holz zuschneiden: Säge die Bretter für Boden, Wände und Dach entsprechend deiner Maße zu.
Wände verschrauben: Verbinde die Seitenwände mit dem Boden und verschraube alle Teile fest miteinander.
Trennwand mit Eingang einbauen: Baue kurz hinter dem Eingang eine zweite Wand mit einem seitlichen Durchschlupf ein. So entsteht ein labyrinthartiger Zugang, durch den Katzen oder Ratten nicht hindurchkommen.
Dach befestigen: Setze das Dach lose oder mit kleinen Scharnieren auf, damit du das Häuschen später zur Reinigung öffnen kannst.
Belüftung schaffen: Bohre einige kleine Löcher in die oberen Wandbereiche, damit ausreichend Luft zirkulieren kann.
Auspolstern: Fülle den Innenraum großzügig mit trockenem Laub.
Beschwere das Dach nach dem Aufstellen mit einem großen Stein. So hält es auch stärkerem Wind stand und verrutscht nicht.
3. Igelhaus aufstellen: So fühlt sich der Igel wohl
Der beste Igelhaus-Standort ist eine ruhige, schattige Gartenecke, an der die Tiere tagsüber nicht gestört werden. Stelle das Häuschen möglichst unter eine Hecke, einen Strauch oder in eine andere geschützte Ecke deines Gartens.
Eingang zur wetterabgewandten Seite ausrichten
trockenen, gut durchlässigen Untergrund wählen, zum Beispiel mit etwas Sand oder Kies
Standort mit Laub und Reisig tarnen
Häuschen nicht bewegen oder öffnen, sobald ein Igel eingezogen ist
im Frühjahr gründlich reinigen und mit frischem Laub neu befüllen
Ein Feuchtigkeitsmesser kann dir zusätzlich helfen, den Untergrund vor dem Aufstellen auf Trockenheit zu prüfen, damit die Einstreu im Inneren nicht schimmelt.
Lege zusätzlich einen kleinen Laubhaufen in der Nähe des Igelhauses an. So findet der Igel auch außerhalb des Häuschens Unterschlupf, und du kannst ihn im Herbst mit etwas Katzen- oder Igelfutter beim Fettreserven-Aufbau für den Winter unterstützen.
4. FAQ
Soll ein Igelhaus einen Boden haben?
Ein fester Boden ist in der Regel nicht notwendig, da viele Igel den direkten Kontakt zum Erdboden bevorzugen. Wichtiger ist ein trockener und gut durchlässiger Untergrund, etwa eine dünne Schicht aus Sand oder Kies unter dem Häuschen.
Wie lockt man einen Igel in ein Igelhaus?
Ein ruhiger, schattiger Standort unter einer Hecke macht das Igelhaus für die Tiere attraktiv. Zusätzlich helfen ein Laubhaufen in der Nähe sowie etwas Katzenfutter, um Igel zum Verweilen einzuladen.
Welches Igelhaus empfiehlt der Nabu?
Der Nabu spricht keine Empfehlung für ein bestimmtes Produkt aus, sondern nennt klare Kriterien: unbehandeltes Holz, ein wetterfestes Dach, eine Größe von etwa 40 mal 30 mal 25 Zentimetern sowie ein geschützter, labyrinthartiger Eingang. Zum Auspolstern eignet sich am besten trockenes Laub statt Stroh oder Heu.
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