
Laub kompostieren: So wird aus Herbstlaub wertvoller Humus
Herbstlaub ist ein wertvoller Rohstoff für deinen Garten. Hier erfährst du, wie du Laub richtig kompostierst und daraus nährstoffreichen Dünger und Mulch herstellst.
1. Laub als Kompost: Die Vorteile
Im Herbst fällt in vielen Gärten Laub in großen Mengen an – und landet häufig direkt im Müll. Dabei lässt sich Herbstlaub hervorragend kompostieren und als Laubkompost zu nährstoffreichem Humus verarbeiten. Wer Laub auf den Kompost gibt statt in den Abfall, schont nicht nur die Umwelt, sondern gewinnt gleichzeitig kostenlosen natürlichen Dünger für Beete und Pflanzen.
Vorteile von Laub als Kompost:
- verbessert die Bodenstruktur und macht ihn lockerer
- liefert Nährstoffe und fördert das Bodenleben
- spart Geld für gekauften Dünger oder Erde
- reduziert Gartenabfall nachhaltig
- eignet sich als Mulch zum Schutz von Beeten im Winter
- liefert nach der Verrottung hochwertigen Humus
Je feiner das Laub zerkleinert ist, desto schneller verrottet es. Ein Häcksler beschleunigt den Prozess erheblich, da er das Laub in kleine Stücke zerhackt.
Herbstlaub lässt sich ganz einfach kompostieren und liefert kostenlosen Naturdünger für deinen Garten.
















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2. Schritt-für-Schritt-Anleitung: Laub kompostieren
Das Kompostieren von Herbstlaub ist einfacher als viele denken. Mit dem richtigen Vorgehen entsteht in wenigen Monaten wertvoller Laubkompost, den du direkt im Garten einsetzen kannst.
- Laub sammeln: Rechen das Laub mit einem Laubrechen zusammen und fülle es in Gartenabfallsäcke oder direkt in den Komposter.
- Laub zerkleinern: Fahre mit dem Rasenmäher über das Laub oder nutze einen Häcksler, um die Stücke zu verkleinern. Das beschleunigt die Verrottung deutlich.
- Komposthaufen anlegen: Schichte das Laub abwechselnd mit stickstoffreichem Material wie Grasschnitt, Küchenabfällen oder etwas reifer Komposterde. Das Verhältnis sollte etwa drei Teile Laub auf einen Teil stickstoffreiches Material betragen.
- Kompost befeuchten: Ist das Laub sehr trocken, befeuchte die Schichten leicht mit Wasser. Der Kompost sollte feucht, aber nicht nass sein.
- Kompost wenden: Wende den Haufen alle vier bis sechs Wochen mit einer Schaufel oder Mistgabel, damit ausreichend Sauerstoff ans Material gelangt. Ein Kompostbeschleuniger aus dem Fachhandel kann den Prozess zusätzlich beschleunigen.
- Kompost reifen lassen: Je nach Laubmenge und Bedingungen ist der Laubkompost nach sechs bis zwölf Monaten fertig. Fertige Komposterde riecht nach Waldboden und ist dunkel und krümelig.
- Kompost einsetzen: Siebe den fertigen Kompost und arbeite ihn in Beete oder Pflanzlöcher ein oder nutze ihn als schützende Mulchschicht.
Ein Thermokomposter erzeugt durch seinen geschlossenen Aufbau Wärme im Inneren und beschleunigt so die Verrottung – ideal für kühlere Jahreszeiten und kleinere Gärten.
3. FAQ
Welches Laub darf nicht auf den Kompost?
Krankes Laub von Pilzkrankheiten wie Schorf oder Mehltau sollte nicht kompostiert werden, da Sporen im Kompost überleben können. Eichenlaub ist wegen seines hohen Gerbsäuregehalts nur in kleinen Mengen kompostierbar – am besten gemischt mit anderem Material. Walnusslaub enthält Juglon, eine Substanz, die viele Pflanzen hemmt, und gehört daher nicht auf den normalen Kompost.
Wie verrottet Laub am schnellsten?
Laub verrottet am schnellsten, wenn es zuvor zerkleinert wird, ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist und stickstoffreiches Material wie Grasschnitt beigemischt wird. Regelmäßiges Wenden des Komposthaufens sowie ein Kompostbeschleuniger aus dem Fachhandel beschleunigen den Prozess zusätzlich.
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