
Drainage im Blumentopf: So schützt du deine Pflanzen vor Staunässe
Staunässe ist der Feind jeder Topfpflanze. Lerne, wie du mit einer einfachen Drainage-Schicht im Blumentopf Wurzelfäule vermeidest und für gesunde Pflanzen sorgst.
1. Vorbereitung: Das brauchst du
Damit die Drainageschicht in deinem Pflanzkübel wirklich funktioniert, braucht es nicht viel – aber die richtigen Materialien. Im Kern besteht eine einfache Drainage aus einem wasserdurchlässigen Material als Drainageschicht sowie einem Vlies, das Erde und Drainagematerial voneinander trennt.

Das brauchst du für die Drainageschicht:
- Blumenerde passend zur Pflanze
- Drainagematerial (z. B. Blähton, Lavagranulat, Kies oder Tonscherben)
- Vlies als Trennschicht
- Gartenhandschuhe
- Gießkanne
- optional: Pflanzkorb für Wasserpflanzen für Abzugsloch
Es gibt verschiedene Materialien, die sich als Drainageschicht eignen – jedes mit seinen eigenen Vorzügen:
Blähton ist das beliebteste Drainagematerial: Die leichten, porösen Tonkugeln nehmen überschüssiges Wasser auf und geben es bei Trockenheit wieder an die Erde ab. Zudem ist Blähton langlebig, wiederverwendbar und sehr leicht.
Lavagranulat besteht aus porösem Vulkangestein und leitet Wasser besonders gut ab. Es verbessert zusätzlich die Belüftung der Wurzeln und enthält natürliche Mineralstoffe, die der Pflanze zugutekommen können.
Kies ist eine günstige und weit verbreitete Option. Er leitet Wasser gut ab und ist in jedem Baumarkt erhältlich. Nachteil: Kies ist schwerer als Blähton oder Lavagranulat und erhöht das Gesamtgewicht des Topfes merklich.
Tonscherben – also Scherben alter Tontöpfe – sind eine klassische und nachhaltige Lösung. Sie werden meist direkt über das Abzugsloch gelegt, um dieses offen zu halten, und sorgen für eine gute Wasserabführung.
Wenn dein Topf kein Abzugsloch hat, solltest du die Drainageschicht besonders großzügig anlegen, damit sich überschüssiges Wasser dort sammeln kann, ohne die Wurzeln zu erreichen.
















2. Anleitung: Drainageschicht in Blumentopf füllen
Das Anlegen einer Drainageschicht dauert nur wenige Minuten und macht einen großen Unterschied für die Gesundheit deiner Topfpflanze. Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt dir, wie du dabei am besten vorgehst.
- Topf vorbereiten: Reinige den Blumentopf gründlich und stelle sicher, dass das Abzugsloch frei ist. Lege eine oder mehrere Tonscherben über die Öffnung, damit sie nicht durch das Drainagematerial verstopft wird. Alternativ kannst du auch einen Pflanzkorb für Wasserpflanzen nehmen und auf das Abzugsloch stellen, da dieser wie ein Gitter aufgebaut ist und sich dadurch ideal eignet.
- Drainageschicht einfüllen: Fülle eine etwa drei bis fünf Zentimeter hohe Schicht Blähton, Lavagranulat oder Kies in den Topf. Bei größeren Pflanzkübeln darf die Schicht auch etwas dicker ausfallen.
- Vlies auflegen: Lege ein Stück Vlies auf das Drainagematerial. Es verhindert, dass Erde nach unten in die Drainageschicht rutscht und diese verstopft. Schneide das Vlies passend zur Topfgröße zu.
- Erde einfüllen: Fülle nun die passende Pflanzenerde ein – je nach Pflanze normale Blumenerde, Orchideenerde oder eine andere Spezialerde.
- Pflanze einsetzen: Setze die Pflanze ein, fülle die verbleibenden Hohlräume mit Erde auf und drücke sie leicht fest.
- Angießen: Gieße die Pflanze vorsichtig an und beobachte, ob Wasser unten aus dem Topf abläuft. Das ist ein gutes Zeichen, dass die Drainage richtig funktioniert.
Gieße deine Topfpflanze erst dann wieder, wenn die obere Erdschicht leicht abgetrocknet ist. So verhinderst du Staunässe und schützt die Wurzeln zuverlässig vor Wurzelfäule.















3. FAQ
Was eignet sich als Drainage im Blumentopf?
Geeignete Materialien für die Drainageschicht im Blumentopf sind Blähton, Lavagranulat, Kies und Tonscherben. Blähton ist besonders beliebt, da er leicht ist und Wasser gut aufnimmt und wieder abgibt.
Wie dick muss die Drainageschicht im Blumentopf sein?
In der Regel reichen drei bis fünf Zentimeter Drainagematerial aus. Bei großen Pflanzkübeln oder Pflanzen, die sehr feuchtigkeitsempfindlich sind, kann die Schicht auch etwas dicker angelegt werden.
Was kann man statt Drainagevlies nehmen?
Als Alternative zum Drainagevlies eignen sich eine alte Nylonstrumpfhose, ein feines Gitter aus Kunststoff oder sogar eine Schicht grober Kokosfaser. Wichtig ist, dass das Material wasserdurchlässig ist und verhindert, dass Erde in die Drainageschicht rutscht.
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