
Dörrautomat oder Backofen – Was ist besser?
Apfelringe, Bananenchips oder Trockennahrung für das Camping: Mit einem Dörrautomaten kannst du deine eigenen Snacks herstellen. Doch gelingt das auch im Backofen? Wir vergleichen beide Dörr-Methoden!
1. Dörrautomat vs. Backofen
Du kannst sowohl mit einem Dörrautomaten als auch mit einem Backofen Lebensmittel haltbar machen oder gesunde Snacks wie Trockenfrüchte und Co. herstellen.
Dörren im Backofen lohnt sich für dich, wenn du …
- … sowieso einen Backofen besitzt und das Dörren ausprobieren möchtest.
- … einen einfachen Einstieg in das Dörren von Lebensmitteln suchst.
- … große Mengen auf einmal dörren möchtest.
- … nur selten Lebensmittel dörrst.
Dörren mit einem Dörrgerät lohnt sich, wenn du …
- … regelmäßig Trockenfrüchte und Snacks herstellen möchtest.
- … Wert auf exakte Niedrigtemperaturen legst.
- … Zeit und Energie beim Dörren sparen möchtest (im Vergleich zum Backofen).
- … den Backofen nicht blockieren willst.
Auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit lohnt es sich, durch das Dörren Lebensmittel haltbarer zu machen. So kannst du zum Beispiel reifes oder unansehnliches Obst oder Rohkost sowie Lebensmittelreste trocknen.




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Vergleich Dörrautomat und Backofen:
| Eigenschaft | Backofen | Dörrautomat |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | oft bereits vorhanden (ansonsten deutlich höher als für einen Dörrapparat) | ab circa 40 € bis Ende offen |
| Energieeffizienz | schlecht | gut |
| Luftzirkulation | nicht immer Umluft vorhanden | Umluft sowie Dörrgitter mit Luftdurchlässen |
| Präzision Niedrigtemperatur | Schwankungen im Niedrigtemperaturbereich | exakte Niedrigtemperatur-Einstellungen (ca. zwischen 40–70 °C) |
| Ergebnis | ungleichmäßig | gleichmäßig |
| Menge | große Menge möglich (Backbleche) | abhängig von Gerät von kleinen Mengen bis mehreren Ebenen/Schubladen mit Dörrgittern ist alles möglich |
| Dörrdauer | oft bis zu 24 Std | meistens zwischen 6 und 10 Std. |
| Platz | oft bereits vorhanden/kein separates Gerät | zusätzliches Küchengerät |
Ein Dörrautomat bietet gegenüber einem Backofen einige Vorteile. So kannst du für ein gleichmäßiges Dörr-Ergebnis exakte Niedrigtemperaturen einstellen. Das führt auch dazu, dass der Vorgang deutlich schneller abläuft als im Backofen. Außerdem musst du beim Backofen die Backofentür immer einen Spalt geöffnet halten, damit die Feuchtigkeit, die dem Dörrgut entzogen wird, entweichen kann. Durch die Bauweise eines Dörrgeräts passiert dieses Dehydrieren jedoch dort automatisch. Auch daher ist ein Dörrautomat deutlich energieeffizienter als das Dörren im Backofen. Ein schneller Einstieg – auch wenn du das Dörren einfach erstmal testen möchtest – gelingt dir mit dem Backofen. In der Regel ist dieser bereits vorhanden und kann auch zum Dörren großer Mengen genutzt werden.














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Ein Backofen eignet sich zum Dörren, wenn du einen Einstieg suchst, während ein Dörrautomat sinnvoll ist, wenn du regelmäßig Trockennahrung herstellen willst.
Eine Heißluftfritteuse eignet sich als guter Einstieg zum Dörren: Viele Modelle verfügen über ein entsprechendes Dörr-Programm. Durch den starken Luftstrom ist es allerdings schwierig, Kräuter, Blüten und ähnliches zu dörren.

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2. Dörrautomat oder Backofen – Energieverbrauch
Basierend auf einem durchschnittlichen Strompreis von 0,35 Euro pro Kilowattstunde ergibt sich der folgende Stromverbrauch zwischen einem Dörrgerät und einem Backofen:
| Gerät | durchschnittliche Leistung in Watt | Verbrauch/Kilowattstunde | Kosten/10 Std. Dörrzeit (bei 0,35 €/kWh) |
|---|---|---|---|
| Dörrautomat | ca. 500–700 W | 0,5–0,7 kWh | 1,75 € – 2,45 € |
| Backofen | ca. 2.000–3.000 W | 2.0–3,0 kWh | 7,00 € – 10,50 € |
Der Backofen gilt zwar als niederschwellige Alternative, um einen Einstieg in das Dörren zu finden, jedoch ist ein Dörrautomat deutlich energieeffizienter. Das liegt daran, dass …
- ... ein Backofen einen viel größeren Garraum (ca. 60 bis 70 Liter Volumen) Raum aufheizen muss.
- … die Tür während des Trocknungsvorgangs einen Spalt breit geöffnet bleiben muss, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
- … ein Backofen darauf optimiert ist, die Hitze zu halten und nicht – wie beim Dörren benötigt – um die Luft auszutauschen.
Daher verbraucht ein Backofen für den Dörr-Prozess deutlich mehr Energie als ein Dörrgerät.
3. FAQ
Was braucht mehr Strom, Dörrautomat oder Backofen?
Ein Backofen benötigt deutlich mehr Strom als ein Dörrautomat, da dieser größer und nicht für den benötigten Luftaustausch, der zum Trocknen von Lebensmitteln nötig ist, gebaut ist. Daher musst du beim Dörren im Backofen die Backofentür einen Spalt breit geöffnet lassen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Das führt zu einem entsprechenden Energieverlust, welcher die Stromkosten in die Höhe treiben kann.
Für wen lohnt sich ein Dörrautomat?
Wenn du viel und regelmäßig Lebensmittel wie reife Früchte, Fleisch, Kräuter oder ganze Mahlzeiten (Trekkingnahrung) trocknen möchtest, lohnt es sich, wenn du dir ein separates Dörrgerät anschaffst. Dadurch blockierst du für den Trocknungsvorgang auch nicht deinen Backofen.
Ist es besser, im Backofen oder im Dörrgerät zu trocknen?
In einem Dörrgerät kannst du eine präzisere Niedrigtemperatur einstellen, was in der Regel zu einem gleichmäßigen Dörr-Ergebnis führt. Möchtest du das Dörren aber erstmal nur ausprobieren, kannst du auch in einem Backofen gute Dörr-Ergebnisse erreichen.