
Backofen kaufen: Ausstattung, Funktionen und Zubehör im Überblick
Vom Einbau bis zur Reinigungsfunktion: Erfahre, welche Ausstattung und Funktionen deinen neuen Backofen zum vielseitigen Küchenhelfer machen.
1. Ausstattung und Bauform
Bei der Suche nach einem passenden Backofen lohnt sich ein Blick auf Aspekte wie die Energieart, die Maße sowie die Ausstattung des Garraums. Diese Kriterien helfen dir dabei, die Auswahl gezielt einzugrenzen.
1.1 Energieart
Neben Elektro-Modellen sind auch mit Gas betriebene Backöfen verbreitet. Gas-Backöfen erreichen die gewünschte Temperatur in der Regel schneller, wodurch weniger Zeit für das Vorheizen nötig ist. Ein Nachteil besteht jedoch darin, dass bei vielen Modellen nur Unterhitze zur Verfügung steht. Zudem sind Temperaturen unter 150 Grad Celsius oft nur mit speziellen Modellen möglich.
Während Gas-Kochfelder über einzeln erhältliche Gasflaschen betrieben werden können, setzen Gas-Backöfen in der Regel einen festen Gasanschluss voraus. Entsprechende Angaben findest du in der Produktbeschreibung oder im Handbuch. Bei Mietwohnungen lohnt sich vorab eine Rücksprache mit der Hausverwaltung.
1.2 Maße, Gewicht und Einbauort
Nicht nur die Maße entscheiden darüber, ob sich ein Backofen am vorgesehenen Einbauort unterbringen lässt: Bei der Montage in Schranksystemen ist auch das Gewicht des Ofens und die Tragfähigkeit der Schrankkonstruktion wichtig. Rückenschonendes und komfortables Arbeiten ermöglichen Modelle, die auf Griffhöhe eingebaut werden können. Bei diesen Varianten fällt zudem die Reinigung des Garraums leichter.
Achte auf Gewicht und Maße deines Backofens.
Neben einzelnen Backöfen gibt es auch Sets, zu deren Lieferumfang ein Kochfeld gehört. Dabei handelt es sich häufig um Einbau-Kombinationen: Der Ofen lässt sich separat vom Kochfeld einbauen, etwa in einem Unterschrank mit der Herdplatte darüber oder erhöht in einem Küchenschrank mit dem Kochfeld daneben. Bei der Bauart des Kochfelds kannst du frei zwischen Glaskeramikfeld, Induktion und Gasbetrieb wählen.
1.3 Garraum, Tür und Bedienung
Die Größe des Backofens hängt vom Fassungsvolumen des Garraums ab, das in Litern angegeben wird. Für eine flexible Zubereitung von verschiedenen Gerichten lohnt sich ein Modell mit großem Garraum: Neben der Breite ist dabei auch die Höhe entscheidend, da ein hoher Innenraum mehrere Ebenen für Backbleche und Roste bietet. Viele Modelle verfügen zudem über eine Emaille-Beschichtung im Innenraum, die die Reinigung erleichtert.
Auch die Bauart der Tür spielt eine Rolle. Grundsätzlich stehen dir zwei Varianten zur Auswahl:
- Klappbare Tür: Viele dieser Modelle verfügen über Führungsvertiefungen im Garraum, über die sich Roste oder Bleche einschieben lassen. Eine praktische Alternative sind ausziehbare Führungsschienen, auf die die Einsätze aufgelegt werden. So lassen sich die Türen von innen leicht reinigen, und Teleskopschienen erleichtern zum Beispiel das Übergießen von Braten während des Garvorgangs.
- Herausziehbare Tür: Bei diesen Modellen lässt sich die Backofentür wie eine Schublade herausziehen. Bleche und Roste werden dabei in die Tür eingehakt und gemeinsam mit ihr nach vorn gezogen, wodurch sich Speisen während des Garens besonders einfach erreichen lassen.
Achte außerdem auf einen gefederten Schließmechanismus, der ein sanftes, selbsttätiges Schließen der Tür ermöglicht.
Display und Bedienelemente
Maßgeblich für die Bedienung und die Optik des Backofens sind außerdem Display und Bedienelemente. Im Idealfall lassen sich Drehknöpfe an der Vorderseite versenken, damit sie beim Säubern der Oberfläche nicht im Weg sind. Eine Alternative bieten berührungssensitive Displays, über die sich alle Einstellungen vornehmen lassen. Ein Display sollte folgende Informationen anzeigen:
- eingestellte Temperatur
- Programmtyp, zum Beispiel Umluft
- Uhrzeit
- gegebenenfalls Timereinstellungen
In Haushalten mit Kindern lohnt sich eine Kindersicherung am Backofen, die sich über das Bedienfeld ein- und ausschalten lässt.
2. Temperatur, Leistung und Energieeffizienz
Eines der wichtigsten technischen Details bei der Auswahl eines Backofens ist die Maximaltemperatur. Für die schnelle Zubereitung von beispielsweise Pizza oder Flammkuchen eignen sich Modelle mit 300 Grad Celsius, die meisten gängigen Backöfen erreichen mindestens 250 Grad Celsius.
Die Leistung in Watt gibt Aufschluss darüber, wie schnell die eingestellte Temperatur im Garraum erreicht wird und wie viel Energie das Gerät dabei benötigt. Ein Wert von 3.000 Watt gilt dabei in der Regel als Durchschnitt. Beachte außerdem die Angaben zur Geräuschemission in Dezibel: Die meisten Backöfen liegen im Bereich von 40 bis 60 Dezibel.
Backöfen zählen zu den Küchengroßgeräten und verbrauchen aufgrund ihrer Leistung vergleichsweise viel Energie. Achte deshalb auf die Energieeffizienzklasse, die von A bis G eingestuft wird: A steht dabei für die effizientesten Geräte, G für Modelle mit vergleichsweise hohem Stromverbrauch.
Die Anschaffungskosten für ein besonders effizientes Gerät können höher ausfallen. Eine hohe Energieeffizienz wirkt sich jedoch langfristig positiv auf deine Stromrechnung aus und kann den Kaufpreis so wieder ausgleichen.
3. Backofen-Funktionen
Neben der Energieart sind Betriebsarten und Zusatzfunktionen wie eine Selbstreinigung oder ein Timer wichtige Auswahlkriterien.
3.1 Betriebsarten
Welche Betriebsarten dein Backofen bieten sollte, richtet sich nach den Speisen, die du zubereiten möchtest: Für das Backen ist zum Beispiel Umluft wichtig, während Fisch- und Fleischgerichte mit einer Grillfunktion besonders gut gelingen. Die folgende Übersicht zeigt dir, welche Betriebsart für welche Gerichte geeignet ist.
| Betriebsart | Funktionsweise | Ideal für |
|---|---|---|
| Umluft/Heißluft | Ein Ventilator verteilt die heiße Luft gleichmäßig im Garraum, bei Heißluft noch gleichmäßiger | Backen mit mehreren Blechen |
| Ober-/Unterhitze | Heizspiralen im oberen und unteren Bereich des Garraums erwärmen die Luft | Aufläufe, Pizza, Flammkuchen |
| Grillfunktion | Die obere Heizspirale wird besonders stark erhitzt und grillt die Speisen | Gemüse, Fleisch, Fisch |
| Auftaufunktion | Der Garraum wird für ein schonendes Auftauen leicht erwärmt | Tiefgekühlter Kuchen |
Schiebe Grillgut für optimale Ergebnisse auf eine der obersten Ebenen.
Zusätzlich zu den gängigen Betriebsarten bieten viele Modelle weitere Funktionen:
- Restwärmenutzung: Das Gerät lässt sich schon vor Ablauf der eigentlichen Backzeit abschalten, da die Restwärme für das Fertiggaren genutzt wird.
- Beschwadung: Für eine krosse Kruste beim Backen von Brot wird Wasserdampf im Ofen freigesetzt. Dafür ist in der Regel ein Festwasseranschluss nötig.
3.2 Zusatzfunktionen und Selbstreinigung
Eine Selbstreinigungsfunktion gehört bei vielen Backöfen zur Grundausstattung. Dabei wird zwischen verschiedenen Verfahren unterschieden.
| Verfahren | Funktionsweise | Ideal für |
|---|---|---|
| Hydrolytische Reinigung | Wasser mit wenig Spülmittel wird in der Bodenwanne erhitzt, verdampft und löst Schmutzablagerungen | Leichte bis mittlere Verschmutzungen |
| Pyrolytische Reinigung | Die Luft im Garraum wird so stark erhitzt, dass Schmutzpartikel zu Asche verbrennen | Starke, hartnäckige Verschmutzungen |
| Katalytische Reinigung | Eine spezielle Aktiv-Beschichtung baut Fettablagerungen bereits während des Garvorgangs chemisch ab | Kontinuierliche Reinigung im laufenden Betrieb |
Speziell beschichtete Rückwand im Garraum eines Backofens mit Selbstreinigungsfunktion.
4. Backofen reinigen
Reinige das Innere eines Backofens ausschließlich mit milden Reinigungsmitteln und ohne Druck, da sich sonst die schützende Beschichtung beschädigen lässt. Für hartnäckige Verschmutzungen gibt es spezielle Backofenreiniger.
So reinigst du einen Backofen von Hand:
- Gib etwas Spülmittel auf ein angefeuchtetes, weiches Tuch.
- Reibe den Innenraum des Backofens mit dem Tuch sauber.
- Spüle das Reinigungsmittel aus dem Tuch aus und wische gründlich feucht nach, um Rückstände zu entfernen.
- Trockne den Innenraum ab.
Richte dich zusätzlich nach den Empfehlungen des Herstellers, die du dem Handbuch des Geräts entnehmen kannst.
Mit dem passenden Zubehör erweiterst du den Funktionsumfang deines Backofens. Neben Backblechen und Rosten bieten viele Hersteller zum Beispiel passgenaue Pizzasteine an, mit denen sich der Backofen zum Steinofen umfunktionieren lässt. Weiteres passendes Backofenzubehör findest du in der entsprechenden Kategorie.
5. FAQ
Wie kann ich meinen Backofen reinigen?
Viele Backöfen verfügen über eine Selbstreinigungsfunktion. Möchtest du deinen Backofen von Hand reinigen, wische ihn mit einem weichen Tuch und etwas Spülmittel aus. Für hartnäckige Verschmutzungen eignen sich spezielle Backofenreiniger.
Wie viel Watt benötigt ein Backofen?
Die Wattanzahl gibt Aufschluss darüber, wie schnell der Backofen erhitzt, welche Temperatur er erreicht und wie viel Energie er dabei verbraucht. Eine hohe Wattzahl steht für hohe Temperaturen und einen höheren Stromverbrauch. Die durchschnittliche Wattzahl von Backöfen liegt bei etwa 3.000 Watt.
Muss ich meinen Backofen vorheizen?
In vielen Fällen ist Vorheizen nicht zwingend nötig, da es zusätzliche Energie verbraucht und kaum Zeit einspart. In Rezepten wird das Vorheizen meist empfohlen, um eine einheitliche Backzeit für unterschiedliche Öfen angeben zu können. Einige empfindliche Teige benötigen jedoch sofort große Hitze, etwa Biskuitteig, Brandteig und Soufflé.
Welche Energieeffizienzklasse sollte ein Backofen haben?
Modelle der Klassen A bis C gelten als besonders effizient und sparen auf lange Sicht Stromkosten. Wer den Backofen selten nutzt, kann auch mit einer niedrigeren Effizienzklasse gut beraten sein, da sich die höheren Anschaffungskosten effizienter Geräte sonst kaum amortisieren.
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