
Brennholz richtig lagern: Anleitung für trockenes Kaminholz
Du willst wissen, wie man Brennholz richtig lagert? Wir verraten dir nützliche Tipps und worauf du achten musst.
1. So lagerst du Brennholz richtig
Damit Brennholz beim Verfeuern seine volle Wärmeenergie entfaltet, muss es trocken und gut durchlüftet gelagert werden. Frisch geschlagenes Holz enthält bis zu 60 Prozent Wasser – erst nach ausreichender Trocknungszeit sinkt die Restfeuchte auf den idealen Bereich von unter 20 Prozent. Mit der folgenden Checkliste behältst du beim Lagern von Kaminholz den Überblick.
1.1 Checkliste: Das musst du beim Brennholz lagern beachten
- Lagere das Brennholz überdacht, damit kein Regen direkt auftrifft.
- Staple mit mindestens 10 cm Abstand zum Boden, um Feuchtigkeit von unten zu vermeiden.
- Lasse ausreichend Abstand zur Wand oder Mauer, damit Luft zirkulieren kann.
- Lagere das Holz an einem sonnigen und luftigen Standort, um die Trocknung zu beschleunigen.
- Kontrolliere die Holzfeuchte regelmäßig mit einem Feuchtigkeitsmesser.
Verwende ein spezielles Holzfeuchtemessgerät, um die Restfeuchte deines Brennholzes zu prüfen. Erst bei einem Wert unter 20 Prozent verbrennt das Holz effizient und erzeugt wenig Rauch.
1.2 Wo kann ich Brennholz lagern?
Im Freien – Holzunterstand oder Kaminholzregal: Ein überdachter Holzunterstand im Garten ist die klassische und platzsparende Lösung. Das Holz bekommt viel Luft und Sonne, trocknet dadurch schnell nach und ist dennoch vor Regen geschützt. Wichtig: Der Boden sollte befestigt sein oder das Holz auf Paletten liegen, damit keine Bodenfeuchtigkeit aufsteigen kann.
Im Keller – nur bedingt geeignet: Ein beheizter, gut belüfteter Keller eignet sich als kurzzeitiger Lagerplatz für bereits trockenes Kaminholz. Ein unbeheizter oder feuchter Keller hingegen ist ungeeignet – die hohe Luftfeuchtigkeit kann das Holz wieder auffeuchten und Schimmel begünstigen.
Im Hausflur oder auf dem Balkon: Kleinere Mengen Brennholz kannst du auch auf dem Balkon oder im Hausflur in einem Kaminholzkorb lagern. Das ist praktisch für den täglichen Bedarf. Achte bei der Balkonlagerung darauf, dass das Holz ausreichend abgedeckt ist, aber trotzdem Luft bekommt.
In der Garage: Die Garage bietet Schutz vor Witterung und ist oft gut belüftet. Trockenes Brennholz kann hier problemlos gelagert werden. Frisches Holz sollte aber zunächst im Freien vorgetrocknet werden, bevor es in die Garage kommt.

2. Kaminholz lagern im Garten: Was du beachten musst
Wer Brennholz im Garten lagern möchte, sollte nicht nur auf die richtige Lagerung achten, sondern auch örtliche Vorschriften kennen. Denn was erlaubt ist, hängt von Bundesland, Gemeinde und sogar dem eigenen Mietvertrag ab.
In Deutschland gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung zur erlaubten Menge an Brennholz. In der Regel gilt privat gelagertes Kaminholz für den Eigenbedarf als unbedenklich. Manche Kommunen oder Bundesländer haben jedoch eigene Vorschriften – etwa in Bezug auf Brandschutz oder Abstände zu Gebäuden und Grundstücksgrenzen. Informiere dich daher beim zuständigen Ordnungsamt oder deiner Gemeinde über geltende Regelungen in deiner Region.
Als Mieter solltest du vor der Anlage eines größeren Holzlagers unbedingt einen Blick in den Mietvertrag oder die Hausordnung werfen. Viele Vermieter haben Regelungen zur Nutzung von Gemeinschaftsflächen oder Keller. Im Zweifelsfall fragst du direkt beim Vermieter nach.
Aus Brandschutzgründen sollte Brennholz nicht direkt an Hauswänden, Zäunen aus brennbarem Material oder in der Nähe von Gasanschlüssen gelagert werden. Ein Mindestabstand von etwa einem Meter zur Hauswand gilt als gute Faustregel – manche Brandschutzverordnungen der Länder schreiben hier konkrete Abstände vor.
Vorschriften zum Kaminholz lagern variieren je nach Bundesland und Kommune. Erkundige dich sicherheitshalber bei deiner Gemeinde oder deinem Vermieter, bevor du ein größeres Holzlager anlegst.
3. Brennholz stapeln
Wer Brennholz falsch stapelt, riskiert instabile Holzstapel und eine schlechte Trocknung. Der klassische Rundstapel oder der geradlinige Stapel auf Holzträgern sind bewährte Methoden, die sowohl stabil als auch luftdurchlässig sind. Wichtig ist, dass zwischen den einzelnen Scheiten Luft zirkulieren kann – enge, dichte Stapel trocknen deutlich langsamer und begünstigen Schimmelbildung.
Lege die unterste Lage auf einer Unterkonstruktion aus Holzpaletten oder einem Kaminholzregal ab, damit die Erdfeuchte nicht ins Holz ziehen kann. Bei breiten Stapelreihen hilft eine seitliche Stützstruktur aus kreuzweise gestapelten Scheiten, den Stapel zu stabilisieren. Frisches Holz solltest du immer außen lagern, damit es Wind und Sonne ausgesetzt ist – bereits getrocknetes Holz kann weiter innen platziert werden, da es nur noch wenig Restfeuchte verliert.
Decke die Oberseite des Holzstapels mit einer Plane oder einem Blechdach ab, lass aber die Seiten offen. So bleibt das Brennholz trocken, ohne dass die Luftzirkulation eingeschränkt wird.
4. FAQ
Wie lange muss frisches Brennholz lagern?
Frisches Brennholz muss in der Regel ein bis zwei Jahre trocknen, bevor es effizient verbrannt werden kann. Hartholz wie Buche oder Eiche benötigt dabei oft länger als Weichholz wie Fichte oder Kiefer. Die optimale Restfeuchte liegt bei unter 20 Prozent.
Wie kann man Brennholz am besten lagern?
Am besten lagerst du Brennholz überdacht, aber seitlich offen, damit Luft zirkulieren kann. Lege es auf Paletten oder einem Kaminholzregal, damit Bodenfeuchtigkeit nicht aufsteigen kann. Ein sonniger und windiger Platz im Freien ist ideal.
Wie viel Brennholz darf man zu Hause lagern?
Für den privaten Eigenbedarf gibt es in Deutschland keine bundesweit festgelegte Mengenbegrenzung. Allerdings können Brandschutzvorschriften, kommunale Regelungen oder der Mietvertrag Einschränkungen vorsehen. Erkundige dich bei deiner Gemeinde oder deinem Vermieter über die geltenden Vorschriften in deiner Region.
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