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Die richtige Ausstattung für Seitenschläfer: Lattenrost, Matratze und Kissen
Du willst wissen, worauf Seitenschläfer beim Kauf von Matratze, Kissen und Lattenrost achten sollten? Hier erfährst du, welche Bettwaren Seitenschläfer benötigen und was gesundes Liegen ausmacht.
1. Vorteile und Risiken von Seitenschläfern
Die Seitenlage gilt als häufigste Schlafposition und im Vergleich zur Bauchlage als gesund. Der Grund: Die Wirbelsäule befindet sich in dieser Stellung in einer relativ geraden Position und die Beine sind gestreckt oder leicht angewinkelt. Ist die Matratze zu hart oder das Kissen zu niedrig oder zu hoch, kann es bei Seitenschläfern jedoch zu Hüft-, Schulter- oder Armschmerzen kommen. Damit Seitenschläfer gesund liegen können, sollten Matratze, Kissen und Lattenrost deshalb zu ihrer Statur und ihrem Schlafverhalten passen.
Vorteile der seitlichen Schlafposition:
Schwangeren wird das Schlafen in Seitenlage häufig empfohlen. Auf diese Weise wird vermieden, dass der Babybauch Druck auf innere Organe und Venen ausübt, wodurch Kreislaufbeschwerden sowie Atemnot vorgebeugt werden kann.
Für Schnarcher ist die Seitenlage in der Regel ebenfalls gut geeignet: Die Atemwege sind im Normalfall freier als in der Rückenlage, wodurch das Schnarchen nachlassen kann.
Die Embryo-Haltung vermittelt vielen Menschen ein Gefühl von Behaglichkeit und Geborgenheit. Vom Schlafen in dieser Position ist jedoch abzuraten, da die Wirbelsäule stark gekrümmt ist. [Quelle: deagreez – stock.adobe.com]
Spielt es eine Rolle, auf welcher Seite man schläft? Tatsächlich macht es einen Unterschied, auf welcher Seite man beim Schlafen liegt: Menschen, die auf ihrer linken Seite schlafen, neigen seltener zu Verdauungsbeschwerden und Sodbrennen. Für Personen mit Herzerkrankungen gilt hingegen häufig die rechte Seite als besser geeignet. Die meisten Menschen bewegen sich jedoch in der Nacht von einer Seite auf die andere, was von Vorteil sein kann, denn so werden Schulter und Hüfte gleichmäßig belastet.
2. Diese Ausstattung benötigen Seitenschläfer
Neben Körpergröße und Statur spielt auch die Schlafhaltung eine entscheidende Rolle beim Kauf von Bettwaren. Seitenschläfer sollten darauf achten, dass Kissen, Lattenrost und Co. ihren Körper in dieser Position bestmöglich stützen.
Tipps für gesundes Liegen:
Die Wirbelsäule sollte im Liegen möglichst gerade ausgerichtet sein.
Weder Schulter noch Hüfte sollten in eine Richtung abknicken.
2.1 Lattenrost
Damit der Körper von Seitenschläfern im Liegen korrekt gelagert wird, benötigen sie eine Schlafunterlage, welche die Schulter und Hüfte einsinken lässt. Verstellbare Lattenroste mit Mittelzonen-Verstärkung eignen sich hier hervorragend. Diese erlauben es, den Härtegrad einzelner Leistenauf die Körpergröße und das Gewicht des Schläfers anzupassen.
Bei einem Lattenrost mit Mittelzonenverstärkung lässt sich der Härtegrad einfach durch ein Verstellen der Schieberegler anpassen. Je weiter diese nach außen bewegt werden, desto härter liegt man an dieser Stelle. Ein Schieben nach Innen erzeugt hingegen ein weiches Liegegefühl. [Quelle: dima_pics – stock.adobe.com]
Seitenschläfer sollten darauf achten, ein Kopfkissen zu nutzen, das den Nacken möglichst gerade hält, um eine Überdehnung der Halswirbelsäule zu vermeiden. Ein zu weiches Kissen kommt daher für Seitenschläfer nicht infrage. Besser geeignet sind spezielle orthopädische Nackenkissen, die Kopf und Wirbelsäule eine gute Druckentlastung bieten. Besonderen Komfort und eine gute Abstützung von Nacken und Hüfte bieten zudem Seitenschläferkissen, die im Schlaf umarmt werden können.
Seitenschläferkissen sind länger als reguläre Kopfkissen und bieten Seitenschläfern die Möglichkeit, ihren Kopf und ein Bein darauf abzulegen. [Quelle: Africa Studio – stock.adobe.com]
Matratzen für Seitenschläfer sollten den einzelnen Körperregionen in der Seitenlage eine gute Druckentlastung bieten. Eine hervorragende Wahl sind deshalb Matratzen, die eine hohe Punktelastizität aufweisen und über mehrere Zonen verfügen wie etwa 7-Zonen-Kaltschaummatratzen, welche alle Körperregionen gut abstützen. Auch Modelle mit mindestens zwei Zonen für den Schulter- und Hüftbereich leisten gute Dienste.
Zonen-Matratzen sind für Seitenschläfer ideal, da sie im Schulter- und Hüftbereich einen weicheren Härtegrad bieten. Der Körper wird so gut gestützt und die Wirbelsäule befindet sich in einer geraden Position.
Info:Schaummatratzen eignen sich für Seitenschläfer in der Regel besser als Federkernmatratzen. Modelle mit Federkern bieten häufig keine ausreichende Druckentlastung im Bereich der Schulter und der Hüfte. Dies kann die Entstehung von Hüft-, Schulter- und Oberarmscherzen bei Seitenschläfern begünstigen.
Worauf sollten Seitenschläfer achten, um Schulter- und Hüftschmerzen vorzubeugen?
Ist die Matratze zu hart oder das Kissen zu weich, können sich bei Seitenschläfern Schmerzen im Arm, in der Schulter oder der Hüfte zeigen. Der Grund: Die Wirbelsäule wird durch die unpassenden Bettwaren gekrümmt und es wird Druck auf die Gelenke aufgebaut. Um dies zu verhindern, sollten Seitenschläfer auf ein geeignetes Nackenstütz- oder Seitenschläferkissen zurückgreifen, das den Kopf in einer geraden Position hält. Zonen-Matratzen erlauben es zudem, empfindlichen Körperregionen wie Schulter und Hüfte in die Matratze einzusinken, was die Wirbelsäule entlastet. Auch der richtige Lattenrost spielt eine Rolle. Modelle mit Mittelzonenverstärkung bieten hier die Möglichkeit, den Härtegrad der einzelnen Leisten auf die eigene Statur anzupassen.
Ist das Schlafen auf der Seite gesund?
Das Schlafen auf der Seite gilt als gesünder als das Liegen auf dem Bauch, da die Wirbelsäule in dieser Position weniger verdreht wird. Seitenschläfer sollten jedoch darauf achten, dass sie die Beine ausstrecken oder nur leicht beugen und den Rücken möglichst gerade halten.
Wie sollten Seitenschläfer ihre Arme platzieren?
Es ist empfehlenswert, die Arme in der Seitenlage nicht unter dem Kopf zu platzieren, da dies den Schulter- und Nackenbereich belasten kann. Seitenschläfer können die Arme stattdessen locker vor dem Körper ablegen.
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