
Rosmarinöl selber machen – So funktioniert’s
Wir verraten dir, wie du schnell und einfach dein eigenes Rosmarinöl herstellen kannst und was du dazu benötigst.
1. Was braucht man für Rosmarinöl?
Wenn du dein eigenes Rosmarinöl herstellen möchtest, benötigst du Rosmarinzweige und ein hochwertiges Pflanzenöl, das als Basisöl dient. Für die Herstellung eignet sich zum Beispiel Olivenöl als Basis.
Was du brauchst:
- Hochwertiges Pflanzenöl (z.B. Olivenöl, Sonnenblumenöl, Nussöl)
- Rosmarin-Zweige (frisch oder getrocknet)
- Ein gut verschließbares Glasgefäß bzw. leere Glasflaschen zum Abfüllen
- Ein Messer und ein Schneidebrett
- Trichter, Filtertuch oder Kaffeefilter zum Abseihen




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Getrockneter Rosmarin eignet sich in der Regel besser für die Ölgewinnung als frischer Rosmarin, da der Wasseranteil in frischen Kräutern während des Reifeprozesses Schimmelbildung oder Gärung begünstigen kann.
2. Wie kann ich Rosmarinöl selbst herstellen?
Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung kannst du dein eigenes, hochwertiges Rosmarinöl ganz einfach zuhause herstellen:
- Vorbereitung: Wasche die Rosmarinzweige und lasse sie vollständig an der Luft trocknen. Bei frischem Rosmarin kannst du sie auch ein paar Tage antrocknen lassen, um die Feuchtigkeit zu reduzieren.
- Befüllen: Fülle die Zweige in ein sauberes Einmachglas.
- Auffüllen: Übergieße den Rosmarin vollständig mit dem Öl deiner Wahl (beispielsweise Olivenöl), sodass alle Pflanzenteile bedeckt sind.
- Verschließen und ziehen lassen: Verschließe das Glas fest und stelle es an einen warmen, aber nicht sonnigen Ort, damit das Öl die Inhaltsstoffe des Rosmarins aufnehmen kann.
- Regelmäßiges Schütteln: Schüttle das Glas täglich sanft, damit sich die Inhaltsstoffe besser im Öl verteilen können. Die Ziehzeit beträgt in der Regel vier bis sechs Wochen.
- Abseihen: Nach Ablauf der Ziehzeit seihst du das Öl durch ein feines Sieb, einen Kaffeefilter oder ein Filtertuch ab, um alle Pflanzenteile zu entfernen.
- Abfüllen und lagern: Fülle das fertige Rosmarinöl in dunkle, sterilisierte Flaschen ab, um es vor Licht zu schützen.




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Achte bei der Herstellung immer darauf, dass dein Glasgefäß und der Verschluss steril sind, um Bakterienwachstum zu vermeiden.
Lagere selbstgemachtes Rosmarinöl an einem kühlen und dunklen Ort, um seine Haltbarkeit zu verlängern. Ein geschlossener Schrank mit konstanten Temperaturen ist ideal.
3. Wofür kann ich Rosmarinöl verwenden?
Selbstgemachtes Rosmarinöl ist vielseitig einsetzbar, sowohl in der Küche – beispielsweise für Salate oder Grillgemüse – als auch für kosmetische und gesundheitliche Zwecke.
3.1 Anwendungsbereiche für Rosmarinöl
Rosmarinöl kann vielfältig eingesetzt werden:
- Der belebende Duft von Rosmarinöl hilft, Müdigkeit zu reduzieren und kann die Konzentration und das Gedächtnis verbessern.
- Es kann bei Hautproblemen wie Akne und Ekzemen unterstützend wirken, da es entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften besitzt.
- Rosmarinöl kann das Haarwachstum anregen und Haarausfall vorbeugen, indem es die Durchblutung der Kopfhaut fördert und die Haarwurzeln stärkt.
- Es kann auch helfen, die Talgproduktion zu regulieren und dem Haar Glanz zu verleihen.
- Eine Kopfhautmassage mit Rosmarinöl fördert die Durchblutung, was zur Vorbeugung von Schuppen und zur Linderung von Hautreizungen genutzt wird.
- Bei Muskelkater oder Muskelschwäche wirkt es wärmend und kann Schmerzen in Muskeln und Gelenken lindern.
- Es wirkt belebend auf den Kreislauf, was bei niedrigem Blutdruck oder morgendlicher Müdigkeit hilfreich ist, und kann Stress abbauen.
3.2 Gekauftes Rosmarinöl
Wenn du ein kleines Fläschchen reines Rosmarinöl kaufst und für die Haar- oder Hautpflege verwenden möchtest, solltest du immer auf die richtige Dosierung achten: Denn insbesondere ätherisches Rosmarinöl muss stets mit einem Trägeröl verdünnt werden, bevor du es auf Haut oder Kopfhaut aufträgst. Es wird generell empfohlen, nur wenige Tropfen (etwa 3–5 Tropfen) ätherisches Öl auf 10 ml Trägeröl zu verwenden.
Als Trägeröl für kosmetische Anwendungen eignet sich:
- Olivenöl ist eine ideale Wahl, da es reich an Antioxidantien ist und sich gut als Basis für Massageöle eignet.
- Jojobaöl ist besonders für kosmetische Anwendungen wie Haarpflege beliebt, da es dem natürlichen Talg der Haut sehr ähnlich ist.
- Mandelöl ist ein mildes Öl, das gut für die Haut ist und sich ebenfalls für die Haarpflege eignet.
Selbstgemachtes Rosmarinöl muss in der Regel nicht weiter verdünnt werden, da es nicht hochkonzentriert ist.
Ätherisches Rosmarinöl ist sehr intensiv und kann, wenn es unverdünnt auf die Haut oder Kopfhaut aufgetragen wird, zu Hautreizungen führen. Darüber hinaus regt es den Kreislauf an. Aufgrund seiner Wirkung und Intensität sollte es nicht von Kindern unter sechs Jahren, Schwangeren, Epileptikern sowie von Personen mit Bluthochdruck verwendet werden.









4. FAQ
Wie mische ich Rosmarinöl für die Haare?
Um ätherisches Rosmarinöl für die Haare zu verwenden, solltest du es immer mit einem Trägeröl verdünnen, um Hautreizungen zu vermeiden. Eine gängige Mischung ist die Zugabe von zwei bis drei Tropfen Rosmarinöl zu zwei Esslöffeln eines Trägeröls, wie zum Beispiel Jojobaöl. Alternativ kannst du auch einige Tropfen Rosmarinöl zu deinem Shampoo oder Conditioner hinzufügen. Selbstgemachtes Rosmarinöl muss normalerweise nicht verdünnt werden.
Welches Öl soll ich für selbstgemachtes Rosmarinöl verwenden?
Für selbstgemachtes Rosmarinöl kannst du hochwertige Pflanzenöle wie natives Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Nussöl als Basisöl verwenden. Für die Haarpflege eignen sich auch spezielle Öle wie Jojobaöl oder Mandelöl. Wähle ein Öl, das deinen Verwendungszweck (Küche oder Kosmetik) und deine persönlichen Vorlieben am besten erfüllt.
Wie lange ist selbstgemachtes Rosmarinöl haltbar?
Selbstgemachtes Rosmarinöl ist in der Regel sechs bis zwölf Monate haltbar, vorausgesetzt es wurde kühl und dunkel gelagert und alle Pflanzenteile wurden vollständig entfernt. Achte zudem immer auf die Haltbarkeit des verwendeten Basisöls.
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