
Regenwasser sammeln: Die besten Systeme für deinen Garten
Wir zeigen dir, wie du Regentonnen und Tanks richtig anschließen und nutzen kannst.
1. Regenwasser richtig sammeln
Wer Regenwasser sammelt, tut etwas Gutes für die Umwelt und spart gleichzeitig bares Geld – denn gesammeltes Regenwasser eignet sich hervorragend zur Gartenbewässerung, denn es ist kalkarm, naturbelassen und damit besonders pflanzenfreundlich.
Damit dein eigenes Regenwassersammelsystem zuverlässig funktioniert, braucht es jedoch die richtige Ausrüstung und einen durchdachten Aufbau.

1.1 Das brauchst du
Bevor du mit dem Aufbau deines Systems beginnst, solltest du alle notwendigen Materialien zusammenstellen:
- Regentonnen oder Regenwassertank mit Deckel
- Regendieb oder Fallrohrfilter zum Anschließen ans Fallrohr
- Überlaufschlauch oder Überlaufanschluss
- Gartenschlauch oder Entnahmehahn
- Regenfasspumpe (optional, für höheren Wasserdruck)
- Unterstellklotz oder stabiles Podest für die Tonne
- Werkzeug: ggf. Säge, Bohrmaschine, Dichtungsband
Wähle eine Tonne bzw. einen Tank mit Deckel, damit das Wasser vor Verschmutzung geschützt ist, sich weniger Algen bilden und keine Mücken oder Tiere an das Regenwasser gelangen.
Stelle deine Regentonne auf einen stabilen Unterstellklotz oder ein Holzpodest. Das erhöht den Wasserdruck am Auslaufhahn erheblich und erleichtert das Befüllen von Gießkannen.
1.2 Anleitung
Den Aufbau eines einfachen Regenwassersammelsystems erledigst du in wenigen Schritten. Wichtig ist, das System am Fallrohr eines Hauses oder Gartenhauses anzuschließen, damit das Wasser vom Dach direkt in die Tonne geleitet wird.
Bevor du loslegst, solltest du dir die genauen Produkthinweise der Einzelteile durchlesen, damit du diese korrekt anbringst.
- Standort wählen: Suche einen ebenen Platz in der Nähe eines Fallrohrs aus. Der Untergrund sollte stabil sein und das Gewicht einer vollen Tonne tragen können. Platziere die Regentonne dann entsprechend der Herstellerangaben. Achte bei der Standortwahl zudem auf ein schattiges Plätzchen, damit sich weniger Algen bilden können.
- Fallrohr-Höhe bestimmen: Miss die Höhe ab, auf der du den Regendieb einsetzen möchtest und markiere das Fallrohr an dieser Stelle.
- Regendieb einbauen: Befestige den Regendieb nun nach genauer Anleitung des Herstellers, beispielsweise, indem du das Rohr ansägst oder ein Loch in das Fallrohr bohrst. Achte hierbei genau auf die Produktempfehlungen. Setze anschließend den Regendieb wie empfohlen in das Fallrohr ein. Er leitet das Regenwasser automatisch in die Tonne um und schaltet bei vollem Behälter wieder auf Ablauf.
- Verbindungsschlauch anschließen: Verbinde den Regendieb mit dem Einlaufstutzen der Tonne. Achte auf dichte Verbindungen.
- Überlauf einrichten: Montiere einen Überlaufanschluss an der Tonne und leite das überschüssige Wasser kontrolliert ab – zum Beispiel in einen zweiten Behälter oder in den Garten.
Schütze den Einlauf deiner Regentonne mit einem feinen Netz oder Sieb. So gelangen keine Blätter und Insekten ins Wasser, die sonst für schlechte Wasserqualität und Gerüche sorgen können.




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2. Übersicht Sammelbehälter
Je nach Platzbedarf, Budget und Wasserverbrauch stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, Regenwasser zu sammeln. Die gängigsten Systeme im Überblick:
Die klassische Regentonne fasst in der Regel zwischen 100 und 500 Liter und wird direkt ans Fallrohr angeschlossen. Sie ist günstig, einfach aufzustellen und für die meisten Hausgärten ausreichend. Regentonnen gibt es in vielen Designs – von schlichten Kunststoffmodellen bis hin zu dekorativen Varianten in Holzoptik oder Amphoren-Form.
Größere Regenwassertanks fassen mehrere hundert bis über tausend Liter und eignen sich für größere Gärten mit höherem Wasserbedarf. Sie werden ebenfalls oberirdisch aufgestellt, sind aber oft platzsparender und unauffälliger gestaltet als klassische Tonnen. Viele Modelle lassen sich miteinander verbinden, um die Kapazität zu erhöhen.
IBC-Container (Intermediate Bulk Container) sind große Kunststoffbehälter mit einem Fassungsvermögen von meist 1.000 Litern, die in einem Stahlrahmen gelagert sind. Sie sind besonders wirtschaftlich, da sie häufig günstig als gebrauchte Behälter erhältlich sind. Aufgrund ihrer Größe eignen sie sich vor allem für große Gärten oder als Erweiterung eines bestehenden Systems.
Regenwasserzisternen werden im Erdreich vergraben und sind damit optisch unsichtbar. Sie fassen oft mehrere tausend Liter, schützen das Wasser vor Algenbildung durch Lichtausschluss und bleiben dank der konstanten Bodentemperatur länger frisch. Der Einbau ist aufwendiger und erfordert in der Regel das Ausheben einer Grube. Außerdem kann der Einbau einer unterirdischen Zisterne genehmigungspflichtig sein.











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3. Tipps und Tricks
Mit ein paar einfachen Maßnahmen holst du noch mehr aus deinem Regenwassersammelsystem heraus und beugst typischen Problemen vor:
- Erste-Spülung-Effekt berücksichtigen: Die ersten Liter Regen nach einer Trockenperiode spülen Schmutz vom Dach. Ein Erstspülautomatik-System leitet dieses Wasser am Sammelbehälter vorbei und sorgt so für bessere Wasserqualität.
- Algenwachstum verhindern: Stelle deine Regentonne möglichst im Schatten auf. Direkte Sonneneinstrahlung fördert Algenwachstum im Wasser.
- Mücken fernhalten: Verschließe alle Öffnungen mit engmaschigem Netz. Offene Wasserflächen sind ideale Brutstätten für Stechmücken.
- Frostsicherheit beachten: Leere deine Tonne oder deinen Tank vor dem ersten Frost vollständig. Gefrierende Wasserreste können den Behälter beschädigen. Es gibt auch speziell frostsichere Regentonnen.
- Kapazität erweitern: Schließe mehrere Behälter mit einem Verbindungsset zusammen. So verdoppelst oder verdreifachst du dein Speichervolumen ohne großen Aufwand.
- Pumpe für mehr Druck nutzen: Wer Bewässerungssysteme betreiben möchte, sollte eine Regenfasspumpe einsetzen – sie liefert ausreichend Druck für Sprinkler und Tropfschläuche.
4. FAQ
Ist es erlaubt, Regenwasser zu sammeln?
In Deutschland ist das Sammeln von Regenwasser grundsätzlich erlaubt und sogar erwünscht. Für die private Nutzung im Garten sind in der Regel keine Genehmigungen nötig. Möchtest du das Wasser für andere Zwecke wie die Toilettenspülung nutzen, können je nach Bundesland besondere Vorschriften gelten – informiere dich am besten bei deiner zuständigen Gemeinde.
Wie kann ich am besten Regenwasser sammeln?
Die einfachste Methode ist eine Regentonne, die über einen Regendieb ans Fallrohr angeschlossen wird. Für größere Mengen eignen sich Regenwassertanks oder unterirdische Zisternen, die mehr Fassungsvermögen bieten und das Wasser kühler und sauberer halten.
Wie kann ich Regenwasser ohne Dach sammeln?
Wer kein Dach zum Anzapfen hat, kann Regenwasser auch mit großen offenen Behältern, Planen oder Auffangtrichtern direkt aus der Luft sammeln. Die gesammelte Menge ist dabei deutlich geringer und das Wasser stärker verschmutzt – zum Gießen reicht es aber in der Regel aus.
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