
Giersch bekämpfen: So wirst du ihn los
Giersch treibt viele Gärtner zur Verzweiflung. Wir stellen dir die besten Methoden vor, um das hartnäckige Unkraut langfristig loszuwerden – von Ausgraben bis zum Abdecken.
1. Das brauchst du
Bevor du mit dem Entfernen von Giersch im Garten anfängst, solltest du wissen: Das Unkraut ist ausgesprochen hartnäckig, weil es sich über ein weitverzweigtes Wurzelnetz unterirdisch ausbreitet. Mit dem richtigen Werkzeug und etwas Ausdauer kannst du es aber dauerhaft in Schach halten oder vollständig loswerden.
Das brauchst du dafür:
- Gartenhandschuhe
- Schaufeln und Spaten
- Gartenhacken
- Unkrautstecher
- Unkrautvlies
- Rindenmulch oder Pflanzenerde & Mulch
- Planen und Abdeckfolien
Trage beim Jäten immer Gartenhandschuhe – die Wurzeln des Gierschs brechen leicht ab und die Bruchstellen können reizen.




















2. Anleitung: Giersch loswerden
Am wirksamsten ist es, mehrere Methoden zu kombinieren oder nacheinander auszuprobieren – denn eine einzelne Maßnahme reicht beim Giersch in den seltensten Fällen aus. Je nach Befall und Standort kannst du mit Ausstechen beginnen und anschließend durch Abdecken oder konsequentes Abschneiden nachlegen.
Beim Ausstechen geht es darum, möglichst viel des Wurzelsystems auf einmal zu entfernen. Lockere die Erde zunächst mit einem Spaten oder einer Hacke großzügig auf – mindestens 20 bis 30 Zentimeter tief, da Giersch-Wurzeln weit in den Boden reichen. Ziehe dann alle sichtbaren Wurzeln sorgfältig heraus, ohne sie zu zerreißen, da auch kleine Wurzelreste wieder austreiben. Wiederhole diesen Schritt konsequent über mehrere Wochen, um Giersch-Wurzeln dauerhaft zu entfernen. Kompostiere die Wurzeln nicht – entsorge sie im Restmüll.
Giersch betreibt Photosynthese über seine Blätter und speichert so Energie in den Wurzeln. Wer die Pflanze konsequent und regelmäßig bodennah abschneidet, entzieht ihr langfristig diese Energiereserven. Schneide den Giersch mindestens alle zwei Wochen ab – am besten bevor er blüht und Samen bildet. Diese Methode dauert eine ganze Saison, ist aber besonders geeignet, wenn Giersch im Rasen wächst, wo ein Ausstechen schwierig ist.
Das vollständige Abdecken des befallenen Bereichs entzieht dem Giersch das Licht und unterbricht die Photosynthese. Lege dazu eine lichtundurchlässige Abdeckfolie oder ein Unkrautvlies fest auf die betroffene Fläche und beschwere die Ränder gut, damit kein Licht eindringt. Für den vollen Effekt solltest du die Fläche mindestens eine gesamte Vegetationsperiode – also etwa von Frühjahr bis Herbst – abgedeckt lassen. Rindenmulch allein reicht nicht aus, da Giersch selbst durch dicke Mulchschichten wächst.
Kombiniere das Ausstechen mit dem anschließenden Abdecken der Fläche: So verhinderst du, dass verbliebene Wurzelreste sofort wieder austreiben.




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3. FAQ
Was hilft dauerhaft gegen Giersch?
Dauerhaft hilft nur eine Kombination aus konsequentem Ausstechen der Wurzeln, regelmäßigem Abschneiden und gegebenenfalls dem Abdecken der Fläche über eine ganze Vegetationsperiode. Einzelne Maßnahmen bringen nur kurzfristige Ergebnisse – Geduld und Ausdauer sind entscheidend.
Warum habe ich Giersch im Garten?
Giersch gedeiht besonders gut auf nährstoffreichen, feuchten Böden mit ausreichend Schatten. Er breitet sich über unterirdische Wurzelausläufer rasant aus und gelangt oft aus Nachbargärten oder über zugekaufte Pflanzenerde in den eigenen Garten.
Was macht Giersch kaputt?
Giersch lässt sich durch konsequentes Entfernen der Wurzeln, dauerhaftes Abdecken mit lichtdichter Folie sowie wiederholtes Abschneiden der Triebe deutlich schwächen und letztlich abtöten. Auf chemische Mittel sollte grundsätzlich verzichtet werden.
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