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Raumluft entfeuchten und das Raumklima verbessern – mit diesen Tipps
Kondenswasser an den Fenstern, Schimmelflecken an den Wänden – eine zu feuchte Raumluft beeinträchtigt das Raumklima und das Wohlbefinden. Hier erfährst du, wie du die Luftfeuchtigkeit senken kannst.
1. Warum ist Luftentfeuchtung wichtig?
Ein zu hoher Feuchtigkeitsgehalt im Wohnraum kann zur Bildung von Kondensat führen, was wiederum Schimmel und Schäden an Möbeln und Wänden entstehen lassen kann. Besonders häufig trifft es dabei die kälteren Außenwände und die Fensterbereiche. Auch gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Atembeschwerden oder die Entstehung von Allergien können dadurch begünstigt werden.
Angelaufene Fenster sind ein Zeichen für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. [Quelle: Mario Hoesel - stock.adobe.com]
2. Wie definiert sich Luftfeuchtigkeit?
Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Anteil an Wasserdampf in der Raumluft, welche in der Regel als relative Luftfeuchtigkeit definiert wird. Genau genommen unterscheidet man jedoch zwischen drei Größen:
| Größe | Beschreibung |
|---|---|
| Absolute Luftfeuchtigkeit | Gibt die tatsächliche Menge an Wasserdampf in der Luft an, unabhängig von Temperatur oder Luftdruck, und wird gemessen in Gramm Wasserdampf pro Kubikmeter Luft (g/m³). |
| Maximale Luftfeuchtigkeit | Beschreibt die höchste Menge an Wasserdampf, die die Luft bei einer bestimmten Temperatur aufnehmen kann, bevor sie gesättigt ist. Diese Kapazität steigt mit der Temperatur, da wärmere Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann. Wird dieser Wert überschritten, kondensiert der überschüssige Wasserdampf zu Flüssigkeit. |
| Relative Luftfeuchtigkeit | Die relative Luftfeuchtigkeit ist das Verhältnis der aktuellen absoluten Luftfeuchtigkeit zur maximalen Luftfeuchtigkeit, die bei der aktuellen Temperatur möglich ist. Sie wird in Prozent ausgedrückt. Eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent etwa bedeutet, dass die Luft halb so viel Wasserdampf enthält, wie sie bei der aktuellen Temperatur aufnehmen könnte. |
3. Luftfeuchtigkeit messen: Welche Werte sind im Normalbereich?
Für ein optimales Klima sollte sich die Luftfeuchtigkeit bei normaler Raumtemperatur in einem Bereich von etwa 40-70 Prozent bewegen. Dabei kommt es stark darauf an, um welchen Raum es sich handelt – denn beim Kochen oder Duschen bildet sich mehr Luftfeuchtigkeit, weshalb die Idealwerte in Küche und Bad etwas höher sind als beispielsweise in Wohnzimmer oder Flur. Auch in Räumen, wo du dich länger aufhältst, ist die Luftfeuchtigkeit in der Regel höher als in anderen. Generell gelten folgende Empfehlungen:
Die optimalen Luftfeuchtigkeitswerte können sich je nach Raum unterscheiden.
Um die relative Luftfeuchtigkeit zu messen, benötigst du ein Hygrometer, welches du bereits für wenig Geld kaufen kannst. Wichtig dabei ist, dass du die Luftfeuchtigkeit mehrmals am Tag misst, insbesondere vor und nach Aktivitäten wie Kochen oder Duschen sowie abends vor dem Einschlafen und morgens nach dem Aufwachen. So kannst du genau überprüfen, zu welchen Zeitpunkten die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist.


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4. So kannst du die Luft in deiner Wohnung entfeuchten
Es gibt verschiedene Methoden, mit denen du die Luftfeuchtigkeit in deinen Wohnräumen senken kannst – von mechanischen Geräten bis hin zu einfachen Hausmitteln. Im Folgenden erhältst du ein Überblick über die effektivsten Maßnahmen:
- Verwendung von Luftentfeuchtern: Elektrische Luftentfeuchter sind ideal für größere Räume. Sie arbeiten effizient, indem sie feuchte Luft ansaugen und den Wasserdampf kondensieren, der dann in einem Behälter gesammelt wird. Diese Geräte sind besonders effektiv in geschlossenen Räumen und können je nach Modell unterschiedliche Raumgrößen abdecken.
- Schalen mit Granulat aufstellen: Calciumchlorid-Granulat ist ein kostengünstiges und einfaches Mittel, um Feuchtigkeit zu reduzieren. Es zieht Wasser aus der Luft an und ist besonders in kleinen, schlecht belüfteten Räumen nützlich. Die gesammelte Feuchtigkeit wird in einer Auffangschale gesammelt, die regelmäßig geleert werden sollte. Alternativ zum Granulat kannst du auch Katzenstreu oder Reis verwenden.
- Regelmäßiges Stoßlüften: Eine der einfachsten Methoden zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit ist regelmäßiges Stoßlüften. Mache dazu mehrmals am Tag für ca. fünf Minuten die Fenster weit auf, um feuchte Luft entweichen zu lassen und frische, trockenere Luft hereinzulassen. Im Sommer kann die Lüftungszeit auch länger sein. Im Winter solltest du zudem darauf achten, dass du vor dem Lüften die Heizung ausstellst.
Luftentfeuchter sind smarte Geräte, die die Feuchtigkeit aus der Raumluft ziehen. [Quelle: Татьяна Евдокимова - stock.adobe.com, generiert mit KI]
Bei der Auswahl eines Luftentfeuchters sollte die Raumgröße berücksichtigt werden. Ein leistungsstärkeres Gerät mit Strom ist für größere Räume oder den Keller notwendig, während kleine Räume mit einem einfachen Raumentfeuchter oder Granulat ausreichend bedient werden können. Achte auch darauf, dass der Luftentfeuchter eine ausreichende Kapazität zur Aufnahme von Feuchtigkeit hat.














5. Erhöhter Luftfeuchtigkeit vorbeugen
Damit das Luftentfeuchten erst gar nicht zum Thema wird, kannst du auch vorbeugend aktiv werden. Mit diesen Maßnahmen sorgst du dafür, dass die Luftfeuchtigkeit in einem normalen Bereich bleibt:
- Zimmerpflanzen mit Bedacht wählen: Pflanzen geben Feuchtigkeit über ihre Blätter ab. Je mehr Pflanzen du in einem Raum stehen hast, je mehr tragen diese zur Luftfeuchtigkeit bei. Reduziere daher deinen Pflanzenbestand in betroffenen Räumen oder verwende Pflanzen, die nicht zu viel Wasser benötigen oder sogar Feuchtigkeit aufnehmen können, wie zum Beispiel Tillandsien oder andere Sukkulenten.
- Auf Aquarien und Zimmerbrunnen verzichten: Auch Aquarien oder Zimmerbrunnen geben viel Feuchtigkeit an die Umgebung ab. Falls du ein Aquarium hast, decke dieses unbedingt ab, um die Feuchtigkeit im Inneren zu behalten.
- Wäsche nicht in der Wohnung trocknen: Trockne Wäsche möglichst im Freien oder benutze einen Wäschetrockner mit Abluft nach draußen. Das Trocknen auf einer Wäschespinne oder einem Wäscheständer in einem geschlossenen Raum erhöht die Luftfeuchtigkeit erheblich.
- Dichtungen und Isolierungen überprüfen: Stelle sicher, dass Fenster und Türen gut abgedichtet sind, um das Eindringen von feuchter Außenluft zu verhindern. Auch eine gute Isolierung von Wänden und Decken trägt dazu bei, die Bildung von Kondenswasser zu vermeiden.
- Im Winter effizient heizen: Eine konstante und angemessene Raumtemperatur hilft, die Feuchtigkeit zu regulieren. Besonders im Winter solltest du darauf achten, dass die Räume ausreichend beheizt sind.
- Wasserdampf beim Kochen oder Duschen verringern: Die Küche oder das Bad sind häufig von erhöhter Luftfeuchtigkeit betroffen. Versuche, nur mit Deckeln auf den Kochtöpfen zu kochen und, falls möglich, die Dunstabzugshaube einzuschalten. Beim Duschen solltest du darauf achten, das Wasser nur kurz laufen zu lassen und die Temperatur eher niedrig zu halten.