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Welches Benzin braucht mein Rasenmäher?
Benzinbetriebene Rasenmäher sind sehr leistungsstark und eignen sich auch für große Rasenflächen. Allerdings müssen sie regelmäßig betankt werden. Wir verraten dir, welches Benzin das richtige ist.
1. Benzin für verschiedene Rasenmäher
Als Alternative zu akkubetriebenen und kabelgebunden Rasenmähern sind Benzinrasenmäher vor allem für große Gärten eine gute Wahl, da sie auch für schwieriges Gelände und hohes Gras geeignet sind, eine hohe Mobilität bieten und einen kraftvollen Motor besitzen. Für den reibungslosen Betrieb musst du allerdings regelmäßig Kraftstoff nachtanken – in der Regel Benzin.
Je nachdem, ob es sich bei dem Motor deines Rasenmähers um einen 2- oder 4-Takt-Motor handelt, gibt es jedoch Unterschiede, welche Kraftstoff-Zusammensetzung die richtige ist.
1.1 Benzin für 2-Takt-Motoren
Rasenmäher mit 2-Takt-Motor werden für einen reibungslosen Antrieb mit einem Benzin-Öl-Kraftstoff betankt. Üblicherweise im Verhältnis:
- 1:25 oder
- 1:50
Das bedeutet, dass beispielsweise zu einem Liter Benzin 20 Milliliter Öl hinzukommen. Den Kraftstoff für deinen Rasenmäher kannst du ganz einfach selbst herstellen, indem du mit einem Messbecher das Öl dem Benzin beimischst. Es gibt jedoch auch Rasenmäher, die über einen separaten Öltank verfügen – bei solchen Modellen füllst du Benzin und Motoröl getrennt voneinander ein und musst nicht im Voraus eine Mischung herstellen.
Benzinmäher gelten als effektiv, haben eine große Schnittbreite und mähen auch weitläufige Rasenflächen zuverlässig.
Du suchst einen Rasenmäher für kleine Flächen? Erfahre hier, was du bei der Auswahl beachten musst.
1.2 Benzin für 4-Takt-Motoren
Handelt es sich bei deinem Rasenmäher um ein 4-Takt-Modell, ist die Betankung besonders unkompliziert: Du kannst deinen Benzinmäher einfach mit jedem klassischen (Super-)Benzin von der Tankstelle befüllen – jedoch auf keinen Fall mit Diesel! Super 95 ist dabei völlig ausreichend, sodass du nicht zum teureren Super 98 greifen musst. Am einfachsten gelingt die Befüllung, wenn du das Benzin an der Tankstelle in einen Kanister füllst und dann zuhause in deinen Rasenmäher füllst.
Ein spezielles Gerätebenzin – beispielsweise das Moto4Plus von Stihl – ist nicht zwangsläufig erforderlich, kann aber die Leistungsfähigkeit deines Rasenmähers erhöhen.
Viele moderne 4-Takt-Rasenmäher lassen sich auch mit E10 betanken. Informiere dich im Voraus in der Herstelleranleitung deines Rasenmäher-Modells. Allerdings kann es sein, dass sich Verschleißteile durch das dem Kraftstoff enthaltene E10 schneller abnutzen und deswegen ausgetauscht werden müssen. Kontrolliere deswegen Dichtungen und Gummischläuche regelmäßig auf mögliche Schäden.
2. Allgemeine Tipps zur Rasenmäherbetankung
Bei der Betankung und der anschließenden Lagerung deines Rasenmäherbenzins gibt es einige Dinge, die du beachten solltest.
- Schaue vor der Befüllung deines neuen Rasenmähers in die Herstelleranleitung, um herauszufinden, welche Kraftstoffe am besten oder eventuell ungeeignet sind.
- Betanke deinen Rasenmäher nur, wenn er kalt und ausgeschaltet ist. Am besten befindest du dich dabei im Freien und der Rasenmäher steht gerade.
- Benutze für die Befüllung einen Trichter oder einen Kanister mit einem speziellen Ausgießer, damit kein Benzin verschüttet wird.
- Befülle den Tank niemals bis zur oberen Grenze, da das Benzin sich noch ausdehnen kann und wische nach der Befüllung den Tankdeckel sauber.
- Generell gilt: Benzin sollte immer nur in einen dafür vorgesehenen Kanister gefüllt und in diesem gelagert werden. Der Kanister sollte nicht älter als fünf Jahre sein und darf, wenn er aus Metall ist, keine Roststellen aufweisen.
- Lagere abgefülltes Rasenmäherbenzin nicht länger als drei Monate, E10 darf sogar nur einen Monat gelagert werden. Du solltest auch darauf achten, dass sich bei längerem Nichtgebrauch, beispielsweise im Winter, kein restlicher Kraftstoff mehr im Tank befindet.
- Bedenke bei der Lagerung von Benzin-Öl-Kraftstoffen, dass sich die Bestandteile im Laufe der Zeit voneinander trennen, sodass der Kraftstoff vor der Befüllung erneut ordentlich durchgemischt werden sollte.
- Altes Benzin gilt als umweltschädlich und muss zwingend fachgerecht entsorgt werden, am besten bei einer Gefahrengut-Entsorgungsstelle.
3. FAQ
Darf ich meinen Rasenmäher mit Benzin von der Tankstelle betanken?
Ja, fast alle Rasenmäher dürfen mit handelsüblichem Benzin – auf keinen Fall Diesel – betankt werden. Handelt es sich bei deinem Modell um einen älteren 2-Takt-Rasenmäher ohne separaten Öltank, musst du dem Kraftstoff jedoch vor Befüllung Motoröl beimischen, idealerweise im Verhältnis 1:25 oder 1:50.
Darf mein Rasenmäher E10 tanken?
Ja, Rasenmäher mit 4-Takt-Motor dürfen auch mit handelsüblichem E10 betrieben werden, welches du an jeder Tankstelle erhältst. Allerdings sorgt der darin enthaltene Alkohol für einen schnelleren Verschleiß von kraftstoffführenden Gummielementen und Dichtungen, sodass diese regelmäßig kontrolliert werden müssen.
Was mache ich, wenn ich meinen Rasenmäher falsch betankt habe?
Wenn du deinen Rasenmäher aus Versehen mit Diesel anstatt Benzin befüllt hast, solltest du diesen auf keinen Fall in Betrieb nehmen, da dadurch der Motor irreparable Schäden nehmen kann. Im besten Fall trittst du mit einer Fachhandels-Niederlassung deines Rasenmähers in Kontakt, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Im Regelfall muss der falsche Kraftstoff entfernt und der Kleinmotor gesäubert werden, um dauerhafte Schäden zu verhindern.