
Benzinrasenmäher
Bei der Wahl eines Benzinrasenmähers ist auf Aspekte zu achten wie die Beschaffenheit des Motors oder die Schnittbreite. Worauf Sie außerdem Wert legen sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.
1. Die Vorteile eines Benzinrasenmähers
Der große Vorzug bei benzinbetriebenen Mähern liegt in der hohen Leistungsstärke der Geräte: Dank der Verbrennungsmotoren sind sie allgemein kraftvoller als Rasenmäher mit Akku- oder Netzbetrieb. Darüber hinaus sind Sie in der Handhabung vollkommen flexibel, da Sie kein Stromkabel verlegen müssen, das Ihnen beim Mähen in die Quere kommen kann.
- Leistungsstarker Verbrennungsmotor
- Hohes Gras und Gestrüpp können geschnitten werden
- Größere Schnittbreite als Elektro- und Akkumodelle
Mit einem benzinbetriebenen Rasenmäher können Sie selbst robustes Gestrüpp und Gras bis zu einer Höhe von etwa 50 Zentimetern schneiden. Die vergleichsweise große Schnittbreite der Messer führt außerdem dazu, das auch große Flächen sehr schnell gemäht werden können.
Beachten Sie: Die hohe Leistungskraft von Benzinmähern beeinflusst die Betriebslautstärke der Geräte. Sorgen Sie nach Möglichkeit dafür, dass Sie während des Arbeitens einen Gehörschutz tragen, um dauerhafte Hörschäden zu vermeiden. Für mittelgroße Gärten sind die Geräte ideal, für kleine Flächen sind Akkurasenmäher oder netzbetriebene Modelle besser geeignet. Weitläufigere Flächen sollten mit einem Rasentraktor oder einem Aufsitzmäher bearbeitet werden.
2. Bauform: Nur Schneiden oder auch Mulchen?
Abhängig vom Funktionsumfang fällt die Bauform bei Benzinrasenmähern unterschiedlich aus. Geräte, die lediglich zum Stutzen des Rasens eingesetzt werden, besitzen in der Regel einen Grasfangbehälter am Heck. Nach dem Mähen können Sie diesen abnehmen und das gemähte Gras auf dem Komposthaufen oder in der Biomülltonne entsorgen. Auf diese Weise bleibt Ihnen das zeitaufwändige und mühevolle Zusammenrechen der Grasreste erspart.
Sogenannte Mulchmäher besitzen einen seitlichen Auswurf, über den das gemähte Gras wieder auf den Rasen ausgegeben wird. Der Motorraum und das Schneidwerk sind so konzipiert, dass geschnittenes Gras aufgewirbelt und dadurch mehrmals und besonders fein geschnitten wird.
Wenn Sie möglichst flexibel in der Verwendung Ihres Benzinrasenmähers sein wollen, so können Sie sich für ein Kombi-Gerät entscheiden. Dieses können Sie wahlweise zum Mulchmähen verwenden oder für den normalen Betrieb mit einem Grasfangkorb versehen.
3. Beschaffenheit des Motors
Die Kernkomponente eines Benzinrasenmähers ist der Motor. Die wichtigsten Aspekte haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.
3.1 Taktung
Der Motor treibt das Schneidwerk des Benzinrasenmähers an. Ältere Modelle sind serienmäßig mit einem 2-Takt-Motor ausgestattet. Neuere Modelle verfügen hingegen über einen 4-Takt-Motor, der die folgenden Vorteile aufweist:
- Leiser und verbrauchsärmer
- Mit separatem Öltank für die Schmierung des Motors
- Emissionsärmer

Beachten Sie, dass Benzinrasenmäher bezogen auf Lautstärke und Schadstoffausstoß EU-Richtlinien entsprechen müssen (Richtlinie 97/68/EG in der Fassung 2010/26/EG). Viele Modelle sind mit einem Katalysator ausgestattet, der die schädliche Wirkung der Abgase vermindert.
3.2 Leistung
Einen ersten Eindruck über die Kraft des verbauten Motors können Sie sich anhand der Angaben zur Leistung in Kilowatt (kurz: kW) verschaffen. Hierbei gilt: Je höher dieser Wert ausfällt, desto weniger Probleme hat das Gerät mit hohem Gras und Gestrüpp. Da es sich beim Antrieb wie bei Autos auch bei Benzinrasenmähern um Verbrennungsmotoren handelt, finden Sich neben der Wattangabe Informationen zur Pferdestärke (kurz: PS) und zu den Umdrehungen pro Minute (kurz: U/min).
3.3 Radantrieb
Wenn sich die zu schneidende Rasenfläche in Hanglage oder in unebenem Gelände befindet, sollten Sie Wert auf einen Radtantrieb legen: Der Motor treibt bei diesen Ausführungen in der Regel die hinteren Räder an, sodass Sie keine Mühe haben, den Mäher über den Rasen zu bewegen. Vor allem schwere Modelle sollten über einen Radantrieb verfügen. Je größer die Räder Ihres Mähers sind, desto weniger Probleme werden Sie beim Schneiden von unebenen Rasenflächen haben.

Rasenmäher mit drei Rädern sind besonders wendig und lassen sich besonders flexibel einsetzen. Das einzelne Vorderrad ist dabei so aufgehängt, dass es sich frei drehen kann, wodurch sich der Mäher mühelos in jede beliebige Richtung lenken lässt.
4. Schneidwerk
Wie bei anderen Rasenmähern auch befinden sich auf der Unterseite rotierende Messer, die das Gras kürzen. Neben der Höhenverstellbarkeit der Messer ist auch die Schnittbreite entscheidend.
4.1 Höhenverstellbarkeit
Um beim Mähen möglichst flexibel zu sein, sollten Sie darauf achten, dass sich die Klingen in der Höhe verstellen lassen. Dies sollte möglichst einfach und in mehreren Stufen möglich sein. Bei vielen Modellen befinden sich für diesen Zweck Hebelmechanismen am Griff oder in der Nähe der Räder. Bei Mulchmähern weisen die Klingen ein besonderes Profil auf, das dazu führt, dass Gras in der Nähe der Messer aufgewirbelt und mehrfach geschnitten wird.

Beachten Sie: Mulchmähen bedarf einer niedrigen Rasenhöhe. Aus diesem Grund sollten Sie von März bis Oktober zwei- bis dreimal in der Woche Mulchmähen, um den besten Effekt zu erzielen. Langes Gras sollte in mehreren Stufen vorgemäht werden, bevor Sie mit dem Mulchmähen beginnen.
4.2 Schnittbreite
Besonders für die Arbeit in großen Gärten sollten Sie auf eine möglichst große Schnittbreite achten, da Sie die Arbeit mit einem entsprechenden Gerät schneller erledigen können.
Da die Messer aus Sicherheitsgründen nicht bis an den äußersten Rand der Verschalung reichen, ist es unvermeidlich, dass beim Mähen am Rand der Rasenfläche Kanten zurückbleiben. Mit einem Trimmer können Sie diese entfernen.
5. Hilfreiche Tipps
Vergewissern Sie sich vor dem Mähen, dass die Rasenfläche frei von Fremdkörpern wie Steinen oder Holzstücken ist. Außerdem sollten Sie es nach Möglichkeit vermeiden, Ihren Rasen in den frühen Morgenstunden oder direkt nach Regenfällen zu mähen. Andernfalls kann das gemähte Gras verklumpen, was Ihrem Rasen wie auch dem Rasenmäher schaden kann.
Regelmäßiges Mulchen macht zusätzliches Düngen überflüssig. Achten Sie außerdem darauf, die Rasenfläche nicht zu überwässern. Generell ist das Gießen des Rasens nur in den Sommermonaten nötig und auch nur dann, wenn es zu niederschlagsfreien Hitzeperioden von etwa zwei Wochen kommen sollte. In solchen Zeiträumen sollten Sie den Rasen etwa zweimal pro Woche mit ungefähr 15 Litern pro Quadratmeter gießen.
Beim Mulchmähen wird Gras regelmäßig um wenige Millimeter gekürzt und bleibt auf dem Rasen. Auf diese Weise werden dem Boden wichtige Nährstoffe zugeführt. Um das Mulchen zu unterstützen, können Sie die das Gras nach dem Mähen mit einer Harke oder einem Vertikutierer in den Boden einarbeiten. Es existieren sogar Rasenmäher, die neben der Mäh- auch über eine solche Vertikutierfunktion verfügen.
6. FAQ
Ich habe einen sehr großen Garten. Eignet sich hierfür auch ein Benzinrasenmäher?
Ein Benzinrasenmäher eignet sich am besten für mittelgroße Flächen bis zu einer Größe von etwa 600 Quadratmetern. Größere Rasenabschnitte sollten Sie besser mit einem Rasentraktor oder einem Aufsitzmäher bearbeiten.
Wie oft sollte ich meinen Rasen mähen?
Für die gesunde Entwicklung Ihres Rasens sollten Sie zu Dünger greifen und etwa einmal die Woche mähen. Alternativ können Sie die Fläche regelmäßig mit einem Mulchmäher stutzen. Regelmäßiges Mulchmähen (etwa zwei- bis dreimal pro Woche) führt nachweislich zu einer satteren Farbe, einem dichteren Wachstums des Rasens und verhindert Wildwuchs.
Mein Garten weist viele Unebenheiten auf. Ist das problematisch für einen Benzinrasenmäher?
Für die Verwendung auf unebenen Flächen oder auf abschüssigem Untergrund sollte das Modell vor allem über ein höhenverstellbares Schneidwerk verfügen. Sehr nützlich ist außerdem ein Radantrieb, der Ihnen das Führen des Mähers erleichtert. Achten Sie darauf, zu hohes Gras vor dem Mulchmähen zunächst im normalen Betrieb zu kürzen.
Benötige ich Schutzkleidung für das Arbeiten mit einem Benzinrasenmäher?
Wenn es sich bei dem Mäher um ein Modell mit seitlichem Auswurf handelt, sollten Sie robustes Schuhwerk und lange Hosen tragen, da Fremdkörper wie größere Holzstücke oder kleine Steine mit hoher Geschwindigkeit ausgeworfen werden können. Achten Sie außerdem darauf, bei der Arbeit einen Gehörschutz zu tragen, da benzinbetriebene Geräte verhältnismäßig laut ausfallen.








































