
Rasentraktoren - praktisch und bequem
Eine große Grasfläche regelmäßig zu trimmen und zu pflegen, bedeutet jede Menge Arbeit. Rasentraktoren erleichtern Ihnen das Mähen, da sie effizient und überaus komfortabel zu bedienen sind.
1. Eigenschaften und Vorteile von Rasentraktoren
Wenn Sie eine große Rasenfläche mähen möchten, bietet ein Rasentraktor gegenüber konventionellen Mähern viele Vorteile: Mit diesem kann das Gras bequem, schnell und äußerst effizient geschnitten werden. Vor allem für Rentner sind die Geräte eine angenehme Alternative, da sie auf dem Rasentraktor Platz nehmen können. Mit dem geeigneten Zubehör lassen sich hiermit auch noch andere Tätigkeiten ausführen, zum Beispiel das Schneeräumen im Winter.
Beachten Sie jedoch, dass Rasentraktoren einen großen Wendekreis haben und somit für Flächen mit zahlreichen Ecken und Nischen eher ungeeignet sind. Außerdem benötigen Sie genügend Platz für die Unterbringung des Geräts.
Alle Vorteile eines Rasentraktors auf einen Blick:
- Besonders gut geeignet für große Flächen
- Ermöglicht schnelles, bequemes und effizientes Arbeiten
- Vielseitig nutzbar durch verschiedenes Zubehör
Wann lohnt sich die Anschaffung eines Rasentraktors?
Bei kleinen und viel bewachsenen Gärten sind Sie mit einem herkömmlichen Rasenmäher am besten beraten, da Sie so auch in verwinkelte Nischen gelangen. Schon ab einer Fläche von 600 Quadratmetern ist die Verwendung eines Aufsitzmähers sinnvoll, während Sie ab etwa 1.000 Quadratmetern zu einem Rasentraktor greifen sollten. Grundsätzlich gilt: Je umfangreicher der Garten ist, desto größer sollte die Schnittbreite des Geräts ausfallen. Welcher Rasentraktor für welche Fläche zu empfehlen ist, können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:
| Rasenfläche | Typ | Schnittbreite |
|---|---|---|
| 600-800 m2 | Aufsitzmäher | 60-80 cm |
| 800-2.000 m2 | Aufsitzmäher/Rasentraktor | 80-100 cm |
| Ab 2.000 m2 | Rasentraktor | 100-110 cm |
| Ab 3.500 m2 | Rasentraktor | >110 cm |
| Ab 5.000 m2 | Rasentraktor | >120 cm |
| Ab 8.000 m2 | Rasentraktor | >130 cm |
2. Wichtige Unterschiede zwischen Aufsitzmähern und Rasentraktoren
Als Alternative zum Rasentraktor können Sie auch einen Aufsitzmäher in Betracht ziehen. Er wirkt auf den ersten Blick ähnlich, weist jedoch einige Unterschiede auf.
Rasentraktor mit Fangkorb von MTD
Aufsitzmäher:
- Der Motor befindet sich direkt unter dem Fahrersitz
- Hohe Wendigkeit (besonders bei sogenannten Nullwendekreis- oder Zero-Turn-Mähern)
- Kleiner und leistungsschwächer als Rasentraktoren, dafür auch günstiger
Rasentraktor:
- Der Motor ist an der Front montiert
- Eingeschränkte Mobilität
- Multifunktional durch Zusatzteile wie Schneeräumer, Schneefräse, Kehrmaschine, Anhänger und Vertikutierer
3. Verschiedene Ausstattungsmerkmale
Wenn Sie sich für einen Rasentraktor entscheiden, gibt es einige Unterschiede in der Ausstattung zu beachten. Beispielsweise beeinflusst die Art des Getriebes das Fahrverhalten, außerdem können Sie zwischen benzinbetriebenen Modellen und Akku-Traktoren wählen.
3.1 Getriebe
Transmatic-Getriebe: Dieses Bauteil ermöglicht einen stufenlosen Gangwechsel. Die Geschwindigkeit wird über einen Hebel am Armaturenbrett eingestellt. Durch das Betätigen des entsprechenden Pedals bremst der Traktor ab, nach dem Loslassen geht er automatisch wieder zur eingestellten Geschwindigkeit über, ohne dass Sie dazu den Gang wechseln müssen.
Hydrostat-Getriebe: Solche Getriebe sorgen für die stufenlose Regulierung der Geschwindigkeit, wodurch kein Kuppeln oder Schalten nötig ist. Sie sind außerdem wartungsarm und robust.
Automatik Getriebe: Hierdurch entfällt das Kuppeln, die Geschwindigkeit wird stufenlos über das Gaspedal gesteuert.
3.2 Antrieb
Rasentraktoren gibt es sowohl als Benziner als auch mit Akkuantrieb zu kaufen. Beide Varianten weisen verschiedene Vor- und Nachteile auf. Dennoch sind Rasentraktoren mit einem Benzinmotor verbreiteter.
Benzin-Rasentraktor:
Vorteile: Längere Laufzeit, jederzeit einsetzbar
Nachteile: Hohe Kosten für den Kraftstoff, umweltschädlicher Betrieb, hohe Wartungskosten
Akku-Rasentraktor:
Vorteile: Umweltfreundlich und günstig im Betrieb, geringer Lärmpegel
Nachteile: Begrenzte Laufzeit, lange Akku-Ladezeit
Außerdem unterscheidet man Traktoren mit Hinterrad- und Allradantrieb. Für die meisten Geländetypen genügt ein Hinterradantrieb. Bei besonders unebenen und steilen Flächen empfiehlt sich jedoch ein Rasentraktor mit Allradantrieb.
3.3 Mähwerk
Rasentraktoren sind mit einem Front- oder einem Zwischenmähwerk ausgestattet. Für welche Variante Sie sich entscheiden sollten, hängt von der Beschaffenheit des Rasens ab, den Sie mähen möchten:
Separates Mähwerk eines Rasentraktors
Frontmähwerk:
- Geeignet für verwinkelte Flächen und Grundstücke mit Buschbewuchs
- Große Schnitthöhe, eignet sich für hohes Gras
Zwischenmähwerk:
- Ideal für große, freie Rasenflächen
- Geringe Schnitthöhe, geeignet für den Einsatz bei Spiel- oder Zierrasen
Hinweis: Mit speziellen Mähdecks kann das Gras klein gehäckselt und gleichzeitig als Rasendünger (Mulch) verwendet werden. Viele Rasentraktoren sind bereits mit einem Mähdeck mit Mulchfunktion ausgestattet.
3.4 Auswurf
Der Auswurf kann bei einem Rasentraktor entweder am Heck oder an der Seite liegen.
Heckauswurf: Das Schnittgut wird direkt in den Fangkorb geworfen. So können Sie auch hohes und nasses Gras mähen und im Herbst Blätter aufsammeln.
Seitenauswurf: Das Schnittgut wird zur Seite ausgeworfen und auf der Rasenfläche verteilt. Fangkörbe und spezielle Mähdecks können in der Regel nachgerüstet werden.
4. Pflege und Wartung
Pflege:
Um Ihren Rasentraktor vor Korrosion zu schützen, sollten Sie ihn nach der Verwendung von Verunreinigungen befreien. Entfernen Sie feuchte Grasreste aus dem Schneidewerk und reinigen Sie den Auswurfkanal sowie den Fangkorb regelmäßig. Verwenden Sie dafür fließendes Wasser und keinen Hochdruckreiniger.
Wartung:
Dem Wartungsplan der Betriebsanleitung können Sie entnehmen, wann ein Öl-, Luftfilter- oder Zündkerzenwechsel gemacht werden muss. Nehmen Sie für diese Arbeiten gegebenenfalls einen Werkstatt-Service in Anspruch. Bewahren Sie den Traktor zudem immer an einem trockenen Ort auf. Wird das Gerät im Winter nicht verwendet, sollte der Benzintank vor der Überwinterung entleert und der Vergaser leergefahren werden.
5. FAQ
Ab wie vielen Quadratmetern lohnt sich ein Rasentraktor?
Je größer der Garten ist, desto anstrengender gestaltet sich das Mähen mit einem herkömmlichen Rasenmäher. Für Flächen von 600 Quadratmetern ist ein wendiger Aufsitzmäher durchaus sinnvoll. Ab einer Größe von 800 Quadratmetern sollte ein Rasentraktor eingesetzt werden, da dieser dank seiner großen Schnittbreite entsprechend schnell und effizient arbeitet.
Worin unterscheiden sich Aufsitzmäher von Rasentraktoren?
Aufsitzmäher sind kleiner und leistungsschwächer als Rasentraktoren, punkten dafür aber durch ihre Wendigkeit: Mit ihnen können auch verwinkelte Gartenflächen mit starkem Bewuchs problemlos gemäht werden. Dagegen eignen sich Rasentraktoren vor allem für große Areale – mit dem entsprechenden Zubehör können sie zudem für weitere Tätigkeiten genutzt werden.
Kann ein Rasentraktor noch für andere Arbeiten als für das Rasenmähen eingesetzt werden?
Einige Modelle können mit Zubehör wie Schneeketten und Schneeschilden ausgestattet werden, sodass sie auch im Winter von großem Nutzen sind. Manche Hersteller bieten solche Komponenten zum Nachrüsten an. Dennoch ist es einfacher, schon vor dem Kauf zu klären, für welche Einsatzzwecke der Rasentraktor genutzt werden soll, und direkt ein Gerät mit entsprechender Ausstattung zu kaufen.




































