
Algen im Aquarium: Die häufigsten Arten erkennen und bekämpfen
Grünes Wasser, Fäden an den Pflanzen oder schwarze Punkte an der Scheibe? Lerne die häufigsten Algenarten im Aquarium zu unterscheiden und effektiv zu bekämpfen.
1. Ursachen: Warum wachsen Algen im Aquarium?
Algen entstehen nie ohne Grund. Sie sind immer ein Signal dafür, dass im Aquarium etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist – sei es das Licht, der Nährstoffgehalt oder die CO₂-Versorgung. Die häufigsten Algenursachen im Überblick:
- zu viel oder zu lange Beleuchtung (mehr als zehn Stunden täglich)
- zu wenig Bepflanzung – Pflanzen und Algen konkurrieren um dieselben Nährstoffe
- Überdüngung oder zu selten durchgeführte Wasserwechsel
- erhöhte Phosphat- oder Nitratwerte im Wasser
- schwankende oder zu niedrige CO₂-Werte
- direktes Sonnenlicht auf das Becken

Prüfe die Wasserwerte regelmäßig mit einem Wassertestset. Nur wer die genauen Werte kennt, kann die Algenursache zuverlässig eingrenzen.



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2. Die häufigsten Algenarten im Aquarium
Algen gehören zum natürlichen Ökosystem eines Aquariums, können bei starker Vermehrung jedoch schnell zum Problem werden. Die gute Nachricht: Wer die Algenart kennt, kann gezielt gegensteuern. Grünalgen, Kieselalgen, Fadenalgen, Pinselalgen und Bartalgen sind die häufigsten Vertreter – jede mit eigenen Erkennungsmerkmalen und Ursachen.
| Algenart | Aussehen | Typische Ursache |
|---|---|---|
| Grünalgen | Grüner Belag auf Scheibe und Deko | Zu viel Licht, Nährstoffüberschuss |
| Kieselalgen | Brauner, wischbarer Schleimbelag | Neues Becken, Silikatüberschuss |
| Fadenalgen | Lange grüne bis hellbraune Fäden | Zu viel Licht und Nährstoffe |
| Pinselalgen | Kurze, schwarze Büschel | CO₂-Mangel, schwankende Werte |
| Bartalgen | Graue bis schwarze Büschel an Blattpflanzenkanten | Instabiler CO₂-Gehalt |
Ein regelmäßiger Wasserwechsel von etwa 20 bis 30 Prozent pro Woche entzieht dem Aquarium überschüssige Nährstoffe und macht Algen das Leben schwerer.
3. Algen im Aquarium bekämpfen: So geht's Schritt für Schritt
Sind Algen erst einmal im Aquarium, hilft eine systematische Vorgehensweise. Hier bietet sich zunächst ein mechanisches Entfernen an, bevor du mit biologischen oder chemischen Mitteln arbeitest. Algenmittel für das Aquarium sollten immer nur als letztes Mittel eingesetzt werden, da sie das Gleichgewicht im Becken beeinflussen können.
3.1 Mechanisches Entfernen
- Scheiben säubern: Entferne Algenbelag von den Scheiben mit einem Scheibenreiniger oder Magnetreiniger.
- Pflanzen und Deko bearbeiten: Zupfe Fadenalgen mit einer Pinzette aus den Wasserpflanzen und reinige Dekorationssteine mit einer Bürste.
- Bodengrund absaugen: Sauge beim Wasserwechsel gleichzeitig den Bodengrund ab, um Nährstoffablagerungen zu entfernen.
- Filterpflege: Reinige den Filter regelmäßig, damit er effizient arbeitet – aber nie vollständig, um nützliche Bakterien zu erhalten.
Entferne Algen immer vor dem Wasserwechsel, damit die gelösten Partikel direkt abgesaugt werden können.
3.2 Biologische Bekämpfung
Eine natürliche und schonende Methode ist der Einsatz von Algenfressern. Diese Tiere fressen bestimmte Algenarten und helfen dabei, das Becken langfristig sauber zu halten:
- Ohrgitter-Bärbling und Siamesische Rüsselbarbe gegen Bartalgen und Pinselalgen
- Schnecken (z. B. Turmdeckelschnecken) gegen Grünalgen-Belag
- Garnelen, besonders Amano-Garnelen, gegen Fadenalgen und Kieselalgen
- Antennenwelse gegen Grünalgen auf Scheiben und Deko
Setze Algenfresser nur in einem Becken ein, das ihrer Artgröße und ihren Bedürfnissen entspricht – nicht jedes Tier passt in jedes Aquarium.
3.3 Wasser und Beleuchtung optimieren
Langfristig lassen sich Algen nur durch Anpassung der Haltungsbedingungen dauerhaft in Schach halten:
- Begrenze die Beleuchtungsdauer auf acht bis zehn Stunden pro Tag.
- Stelle sicher, dass deine Aquariumpflanzen ausreichend Nährstoffe und CO₂ erhalten, um mit Algen um Ressourcen zu konkurrieren.
- Vermeide direktes Sonnenlicht auf dem Becken.
- Führe wöchentlich Wasserwechsel durch und prüfe regelmäßig Nitrat- und Phosphatwerte.
4. FAQ
Wie bekomme ich die Algen im Aquarium am besten weg?
Am wirksamsten ist eine Kombination aus mechanischem Entfernen (Scheibe schrubben, Fadenalgen auszupfen), biologischer Bekämpfung durch Algenfresser und der Optimierung von Licht, Nährstoffen und CO₂-Werten. Algenmittel für das Aquarium können bei hartnäckigem Befall zusätzlich eingesetzt werden – achte dabei immer auf die Herstellerangaben und die Verträglichkeit mit deinen Fischen und Pflanzen.
Warum habe ich so viele Algen im Aquarium?
Zu viele Algen entstehen meist durch ein Ungleichgewicht im Becken: zu viel Licht, zu hohe Nährstoffwerte (Nitrat, Phosphat), zu wenig Bepflanzung oder schwankende CO₂-Werte sind häufige Algenursachen. Ein Wassertest zeigt, wo das Problem liegt.
Was mögen Algen gar nicht?
Algen mögen weder Konkurrenz durch schnell wachsende Aquariumpflanzen noch stabile, ausgewogene Wasserwerte. Wenig Licht, regelmäßige Wasserwechsel und ein gut funktionierender Filter schaffen Bedingungen, unter denen sich Algen nur schwer ausbreiten können.
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