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Algen im Aquarium: Die häufigsten Arten erkennen und bekämpfen

Grünes Wasser, Fäden an den Pflanzen oder schwarze Punkte an der Scheibe? Lerne die häufigsten Algenarten im Aquarium zu unterscheiden und effektiv zu bekämpfen.


1. Ursachen: Warum wachsen Algen im Aquarium?

Algen entstehen nie ohne Grund. Sie sind immer ein Signal dafür, dass im Aquarium etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist – sei es das Licht, der Nährstoffgehalt oder die CO₂-Versorgung. Die häufigsten Algenursachen im Überblick:

  • zu viel oder zu lange Beleuchtung (mehr als zehn Stunden täglich)
  • zu wenig Bepflanzung – Pflanzen und Algen konkurrieren um dieselben Nährstoffe
  • Überdüngung oder zu selten durchgeführte Wasserwechsel
  • erhöhte Phosphat- oder Nitratwerte im Wasser
  • schwankende oder zu niedrige CO₂-Werte
  • direktes Sonnenlicht auf das Becken

Infografik: Die häufigsten Algenarten im Aquarium auf einen Blick. Links ein Foto eines bepflanzten Aquariums mit Luftblasen und grünen Wasserpflanzen auf Steinen. Rechts eine Aufzählung mit fünf Algenarten: 1. Grünalgen: grüner Belag auf Scheiben und Deko – oft ein Zeichen für zu viel Licht. 2. Kieselalgen: bräunlicher, wischbarer Belag – typisch bei neuen Aquarien. 3. Fadenalgen: lange, grüne Fäden an Pflanzen und Deko – entstehen bei Nährstoffüberschuss. 4. Pinselalgen: kurze, schwarze Büschel – oft durch CO₂-Mangel begünstigt. 5. Bartalgen: graue bis schwarze Büschel an Pflanzkanten – hartnäckig und schwer zu entfernen.

Tipp

Prüfe die Wasserwerte regelmäßig mit einem Wassertestset. Nur wer die genauen Werte kennt, kann die Algenursache zuverlässig eingrenzen.

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2. Die häufigsten Algenarten im Aquarium

Algen gehören zum natürlichen Ökosystem eines Aquariums, können bei starker Vermehrung jedoch schnell zum Problem werden. Die gute Nachricht: Wer die Algenart kennt, kann gezielt gegensteuern. Grünalgen, Kieselalgen, Fadenalgen, Pinselalgen und Bartalgen sind die häufigsten Vertreter – jede mit eigenen Erkennungsmerkmalen und Ursachen.

Häufige Algenarten im Aquarium mit Erkennungsmerkmalen und Ursachen
AlgenartAussehenTypische Ursache
GrünalgenGrüner Belag auf Scheibe und DekoZu viel Licht, Nährstoffüberschuss
KieselalgenBrauner, wischbarer SchleimbelagNeues Becken, Silikatüberschuss
FadenalgenLange grüne bis hellbraune FädenZu viel Licht und Nährstoffe
PinselalgenKurze, schwarze BüschelCO₂-Mangel, schwankende Werte
BartalgenGraue bis schwarze Büschel an BlattpflanzenkantenInstabiler CO₂-Gehalt
Tipp

Ein regelmäßiger Wasserwechsel von etwa 20 bis 30 Prozent pro Woche entzieht dem Aquarium überschüssige Nährstoffe und macht Algen das Leben schwerer.

3. Algen im Aquarium bekämpfen: So geht's Schritt für Schritt

Sind Algen erst einmal im Aquarium, hilft eine systematische Vorgehensweise. Hier bietet sich zunächst ein mechanisches Entfernen an, bevor du mit biologischen oder chemischen Mitteln arbeitest. Algenmittel für das Aquarium sollten immer nur als letztes Mittel eingesetzt werden, da sie das Gleichgewicht im Becken beeinflussen können.

3.1 Mechanisches Entfernen

  1. Scheiben säubern: Entferne Algenbelag von den Scheiben mit einem Scheibenreiniger oder Magnetreiniger.
  2. Pflanzen und Deko bearbeiten: Zupfe Fadenalgen mit einer Pinzette aus den Wasserpflanzen und reinige Dekorationssteine mit einer Bürste.
  3. Bodengrund absaugen: Sauge beim Wasserwechsel gleichzeitig den Bodengrund ab, um Nährstoffablagerungen zu entfernen.
  4. Filterpflege: Reinige den Filter regelmäßig, damit er effizient arbeitet – aber nie vollständig, um nützliche Bakterien zu erhalten.
Tipp

Entferne Algen immer vor dem Wasserwechsel, damit die gelösten Partikel direkt abgesaugt werden können.

3.2 Biologische Bekämpfung

Eine natürliche und schonende Methode ist der Einsatz von Algenfressern. Diese Tiere fressen bestimmte Algenarten und helfen dabei, das Becken langfristig sauber zu halten:

  • Ohrgitter-Bärbling und Siamesische Rüsselbarbe gegen Bartalgen und Pinselalgen
  • Schnecken (z. B. Turmdeckelschnecken) gegen Grünalgen-Belag
  • Garnelen, besonders Amano-Garnelen, gegen Fadenalgen und Kieselalgen
  • Antennenwelse gegen Grünalgen auf Scheiben und Deko
Tipp

Setze Algenfresser nur in einem Becken ein, das ihrer Artgröße und ihren Bedürfnissen entspricht – nicht jedes Tier passt in jedes Aquarium.

3.3 Wasser und Beleuchtung optimieren

Langfristig lassen sich Algen nur durch Anpassung der Haltungsbedingungen dauerhaft in Schach halten:

  • Begrenze die Beleuchtungsdauer auf acht bis zehn Stunden pro Tag.
  • Stelle sicher, dass deine Aquariumpflanzen ausreichend Nährstoffe und CO₂ erhalten, um mit Algen um Ressourcen zu konkurrieren.
  • Vermeide direktes Sonnenlicht auf dem Becken.
  • Führe wöchentlich Wasserwechsel durch und prüfe regelmäßig Nitrat- und Phosphatwerte.

4. FAQ

  • Wie bekomme ich die Algen im Aquarium am besten weg?

    Am wirksamsten ist eine Kombination aus mechanischem Entfernen (Scheibe schrubben, Fadenalgen auszupfen), biologischer Bekämpfung durch Algenfresser und der Optimierung von Licht, Nährstoffen und CO₂-Werten. Algenmittel für das Aquarium können bei hartnäckigem Befall zusätzlich eingesetzt werden – achte dabei immer auf die Herstellerangaben und die Verträglichkeit mit deinen Fischen und Pflanzen.

  • Warum habe ich so viele Algen im Aquarium?

    Zu viele Algen entstehen meist durch ein Ungleichgewicht im Becken: zu viel Licht, zu hohe Nährstoffwerte (Nitrat, Phosphat), zu wenig Bepflanzung oder schwankende CO₂-Werte sind häufige Algenursachen. Ein Wassertest zeigt, wo das Problem liegt.

  • Was mögen Algen gar nicht?

    Algen mögen weder Konkurrenz durch schnell wachsende Aquariumpflanzen noch stabile, ausgewogene Wasserwerte. Wenig Licht, regelmäßige Wasserwechsel und ein gut funktionierender Filter schaffen Bedingungen, unter denen sich Algen nur schwer ausbreiten können.


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