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Sich vegan ernähren – 23 Fragen und Antworten

Vegane Ernährung bedeutet, auf sämtliche tierische Lebensmittel zu verzichten. Dazu zählen Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Bienenerzeugnisse und bestimmte Zusatzstoffe. Wir geben Ihnen Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema vegan ernähren!


Eine Erhebung von Statista zeigte, dass sich im Jahr 2019 in Deutschland 950.000 Menschen vegan ernähren – das sind 150.000 mehr als noch vor zwei Jahren. Der Trend zu veganer Ernährung steigt an, die Gründe dafür sind jedoch unterschiedlich.

In Zeiten des Klimawandels steht das Thema CO2 sparen klar im Mittelpunkt – auch die Ernährung spielt eine Rolle. Laut Umweltbundesamt macht diese 15 Prozent des CO2-Fußabdrucks aus, Gründe dafür sind die Lebensmittelerzeugung und der Transport. Während eine fleischhaltige Ernährung durchschnittlich 1,7 Tonnen CO2 pro Jahr verursacht, sind es bei einer veganen nur 640 Kilogramm. Somit wird der Schutz des Klimas zu einem der Hauptgründe für eine tierfreie Ernährungsform.

Hinzu kommen Faktoren wie die Ablehnung von Massentierhaltung, Tierliebe, Unverträglichkeiten und die eigene Gesundheit. Was vegane Ernährung mit sich bringt und worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

1. Veganismus: Definition und Bedeutung

Was es heißt, sich vegan zu ernähren und welche Fakten es rund um die pflanzliche Ernährungsform gibt, erfahren Sie in diesem Abschnitt.

(1) Was bedeutet es, sich vegan zu ernähren?

Sich vegan zu ernähren bedeutet, auf sämtliche tierische Lebensmittel zu verzichten. Dazu zählen:

  • Fleisch
  • Fisch, Muscheln und Meeresfrüchte
  • Eier
  • Milch und Milchprodukte
  • Honig und Bienenwachs
  • Tierische Zusatzstoffe wie Gelatine
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Alle tierischen Lebensmittel auf einen Blick

(2) Wo liegt der Unterschied zwischen veganer und vegetarischer Ernährung?

Vegetarier verzichten in der Regel nur auf Fleisch und Fisch, nehmen aber – anders als Veganer – Milcherzeugnisse, Eier und Honig zu sich. Wer lediglich auf Fleisch verzichtet, aber Fisch, Milch, Eier und Honig isst, nennt sich Pescetarier.

(3) Für wen ist Veganismus geeignet?

Grundsätzlich ist die pflanzliche Ernährung für jeden geeignet. Weder die körperliche noch die mentale Leistungsfähigkeit wird durch Veganismus beeinflusst. Dies gilt jedoch nur dann, wenn Sie sich – wie bei jeder Art von Ernährung – gut informieren und ausgewogen essen. Insbesondere bei Allergikern, Schwangeren und Stillenden ist in regelmäßigen Abständen eine Blutuntersuchung ratsam, um mögliche Unterversorgungen festzustellen. Ist dies der Fall, sollte ein gezielter Ernährungsplan erstellt und dieser mit einem Arzt besprochen werden. Mangelerscheinungen wie beispielsweise ein Vitamin B12- oder Calcium-Defizit, sollten gegebenenfalls mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden. Bei Babys und Kindern ist eine vegane Ernährung umstritten – sprechen Sie hierzu in jedem Fall mit Ihrem Kinderarzt.

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Die vegane Ernährung ist grundsätzlich für jeden geeignet, wenn sie ausgeglichen ist.

(4) Welche Vorteile hat es, sich vegan zu ernähren?

Eine vegane Ernährung ist sowohl aus ethischen als auch aus gesundheitlichen Gründen von Vorteil.

Ethische Vorteile einer veganen Ernährung:
  • Klimaschutz: Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind 70 Prozent der CO2-Emissionen auf tierische Lebensmittel zurückzuführen. Mit rein pflanzlicher Kost kann jeder Mensch pro Jahr mehr als eine Tonne an Treibhausgasen einsparen.
  • Tierschutz: Die meisten tierischen Lebensmittel gehen auf Massentierhaltung zurück. Zwar kann jeder Konsument auf artgerechte Tierhaltung achten, eine vegane Lebensweise beugt Missständen jedoch am effektivsten vor.
  • Welthunger: Noch immer leiden 870 Millionen Menschen an einer Unterversorgung (laut einer Studie der Welternährungsorganisation FAO). Das Umweltbundesamt hat den Fleischkonsum in einen direkten Zusammenhang mit dem Welthunger gestellt, da ein Großteil des weltweit angebauten Getreides als Tierfutter genutzt wird und nicht für die menschliche Ernährung.
  • Ressourcenschonung: Ein Kilogramm Rindfleisch benötigt laut Albert-Schweitzer-Stiftung 15.500 Liter Wasser, bis zu 49 Quadratmeter Nutzfläche und erzeugt 22 Kilogramm CO2. Eine vegane Lebensweise spart somit nicht nur CO2, sondern auch Wasser und Nutzfläche.
Gesundheitliche Vorteile einer veganen Ernährung:
  • Risikominderung: Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung beugt eine vegane Ernährung dem Risiko vor, unter Krankheiten wie Diabetes sowie Bluthochdruck oder Übergewicht zu leiden.
  • Senkung: Eine gesunde, ausgewogene vegane Ernährung kann zur Senkung des Blutdrucks sowie des Cholesterin-Spiegels führen.
  • Therapie: Bei Übergewicht, Bluthochdruck sowie Diabetes kann eine vegane Ernährung auch als Therapieform hilfreich sein.
  • Lebensmittelallergien: Wer laktoseintolerant ist oder andere Allergien auf tierische Lebensmittel aufweist, findet mit der veganen Ernährung viele Alternativen.

(5) Welche Lebensmittel sind nicht vegan?

Nicht vegan sind alle Lebensmittel tierischen Ursprungs. Dazu zählen Produkte, die direkt vom Tier stammen wie Fleisch oder Fisch, oder als tierische Erzeugnisse gelten, wie Milch, Eier und Honig. Einige Nahrungsmittel enthalten auch Zusatz- oder Farbstoffe, die vom Tier stammen können.

Übersicht mit sämtlichen nicht veganen Lebensmitteln und Inhaltsstoffen:

Tierische Lebensmittel
  • Fleisch
  • Fisch
  • Milchprodukte
  • Eier
  • Honig
Tierische Farbstoffe
  • Cochenille/Karminsäure (E 120)
Tierische Zusatzstoffe
  • Gelatine (E 441)
  • Lanolin (E 913)
  • Bienenwachs (E 901)
  • Schellack (E 904)
  • Lactit (E 966)

(6) Wie sieht die vegane Ernährungspyramide aus?

Die vegane Ernährungspyramide zeigt, von welchen Lebensmittelgruppen Sie als Veganer wie viel konsumieren sollten. Sie beinhaltet die folgenden Ebenen:

  1. Flüssigkeiten (insbesondere Wasser)
  2. Obst und Gemüse
  3. Kartoffeln, Brot, Reis & Co.
  4. Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte
  5. Fette, Öle und Salz
  6. Genussmittel wie Süßigkeiten und Alkohol

Konsumiert man Lebensmittel der ersten fünf Ebenen in den erforderlichen Mengen, deckt man den täglichen Bedarf an Vitaminen, Ballaststoffen, Proteinen, Fetten, Kohlehydraten und Mineralstoffen ausreichend ab. Mehr über die vegane Ernährungspyramide erfahren Sie hier.

(7) Was sind die wichtigsten Fakten über vegane Ernährung?

Alle Fakten zum Thema vegan ernähren auf einen Blick:

  • Weltweit wird die Zahl der Veganer laut einer Studie des IFD Allensbach auf eine Milliarde geschätzt
  • In Deutschland leben laut Statista 950.000 Menschen vegan
  • Laut proveg stammen 15 Prozent aller weltweit neuen veganen Produkte aus Deutschland
  • Am 01. Oktober ist der offizielle Weltvegantag
  • Mit einem Verzicht auf Fleisch lässt sich auch der Hunger in der Welt bekämpfen: 36 Prozent des Getreideanbaus und sogar bis zu 75 Prozent des Soja-Anbaus werden als Tierfutter verwendet.
  • Ein Kilogramm Rindfleisch benötigt 15.500 Liter Wasser und verursacht 22 Kilogramm Treibhausgase
  • Laut Statistischem Bundesamt werden pro Jahr in Deutschland über 700 Millionen Tiere geschlachtet – knapp die Hälfte der daraus erzeugten Fleisch- und Wurstwaren wird weggeschmissen
  • Die Weltgesundheitsorganisation erklärte 2015 verarbeitetes Fleisch offiziell als „krebserregend“ und rotes Fleisch als „wahrscheinlich krebserregend“

2. Tipps und Infos zum Einstieg in die vegane Ernährung

Die Umstellung von einer omnivoren oder vegetarischen Ernährung hin zur veganen ist unkompliziert. Dennoch gibt es einige Fragen, die bei Neu-Veganern und solchen, die es werden wollen, aufkommen. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengefasst.

(8) Wie sollte der richtige Einstieg in die vegane Ernährung aussehen?

Die Umstellung auf eine vegane Ernährung ist in erster Linie mit sehr viel Wissen verbunden: Setzen Sie sich damit auseinander und informieren Sie sich über vegane Lebensmittel. So können Sie schon bald ganz einfach im Supermarkt unterscheiden, welche Lebensmittel vegan sind und welche nicht und wissen zudem, wie Sie alle wichtigen Nährstoffe für Ihren Körper aufnehmen.

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Mit ein wenig Nachforschung wissen Sie schon bald, welche veganen Produkte Sie ganz einfach im Supermarkt finden.

Die folgenden Abschnitte beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen rund um den veganen Einstieg. Außerdem können Sie sich an diese Tipps halten:

  1. Lassen Sie sich Zeit: Gehen Sie bei der Umstellung in Ihrem Tempo vor. Nicht jeder ist in der Lage, sich über Nacht von einer omnivoren auf eine vegane Ernährung umzustellen. Es genügt auch, wenn Sie beispielsweise mit einer veganen Testwoche oder einem Monat beginnen oder ein bis zwei vegane Tage in der Woche einlegen. Alternativ können Sie sich auch zunächst vegetarisch ernähren und sich ganz langsam in Ihrem Tempo dem Veganismus annähern.
  2. Motivieren Sie sich: Es kann Tage geben, da fällt Ihnen die vegane Ernährung schwerer als an anderen. Legen Sie daher schon zu Beginn einen Grund fest, warum Sie diese Ernährungsform wählen. Dies kann Ihre Gesundheit sein, Tierliebe oder Klimaschutz.
  3. Vorratskammer und Kühlschrank ausmisten: Um die vegane Ernährung durchzuhalten, empfiehlt es sich, so wenigen „Verlockungen“ wie möglich ausgesetzt zu sein. Entfernen Sie daher, wenn möglich, alle nicht-veganen Lebensmittel aus Kühlschrank und Vorratskammer. Unser Tipp: Werfen Sie die Lebensmittel nicht weg, sondern spenden Sie sie an die örtliche Tafel oder Familie und Freunde.
  4. Vorratskammer und Kühlschrank aufstocken: Nun sollten Sie Ihre Vorräte mit veganen Lebensmitteln auffüllen – während Sie Obst und Gemüse am besten frisch kaufen, sollten Sie Grundzutaten immer im Haus haben.
  5. Ersatzprodukte: Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihnen Fleisch oder andere tierische Lebensmittel fehlen könnten, können vegane Ersatzprodukte die Lösung sein. Von Wurst über Burger bis hin zu Käse ist mittlerweile alles in den meisten Supermärkten und sogar Discountern erhältlich.
  6. Neues ausprobieren: Bei einer Ernährungsumstellung ist das Ausprobieren neuer Rezepte unabdingbar. Kaufen Sie sich daher beispielsweise vegane Kochbücher oder erstellen Sie sich auf Pinterest ein Rezepte-Board und probieren Sie Neues aus.
  7. Nährstoffe und Mangelerscheinungen: Gerade am Anfang einer veganen Ernährungsweise kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Achten Sie daher darauf, dass Sie sich ausgewogen ernähren und lassen Sie nach ein paar Monaten ein Blutbild beim Arzt anfertigen, um eventuelle Mangelerscheinungen abzuwenden. Die vegane Ernährungspyramide gibt Ihnen einen guten Überblick, wie Sie Ihren Speiseplan sinnvoll gestalten können.
  8. Auf Vorrat kochen: Auch wenn das Angebot an veganen Snacks und Restaurants steigt, ist es noch immer nicht selbstverständlich, dass Sie überall etwas entsprechendes zu essen finden. Informieren Sie sich daher beispielsweise schon vorher, wenn Sie einen Restaurantbesuch planen oder kochen Sie auf Reisen oder fürs Büro vor. Dies spart nicht nur Geld, sondern in vielen Fällen auch Ressourcen, wenn Sie auf Vorratsdosen setzen.

(9) Sind vegane Produkte gekennzeichnet?

In der Regel sind vegane Produkte mit einer Aufschrift oder einem Label versehen – dies ist jedoch keine gesetzliche Pflicht. Daher empfiehlt es sich, im Zweifelsfall die Inhaltsstoffe des Produkts anzuschauen. Verlässliche Labels sind:

  • V-Label der Europäischen Vegetarier-Union (Lebensmittel): Kennzeichnung für vegetarische oder vegane Produkte, dies wird unter dem Label zusätzlich vermerkt
  • Veganblume der Vegan Society England (Lebensmittel und Kosmetik): nur für vegane Produkte, Produktverpackungen ggf. nicht vegan
  • Vegan-Label der veganen Gesellschaft Deutschland e.V. (Lebensmittel): vegane Produkte und auch vegane Verpackungen

(10) Gibt es Nährstoffe, die in veganer Ernährung nicht enthalten sind und ergänzt werden müssen?

Generell kann es bei jeder Ernährungsform vorkommen, dass Ihnen Nährstoffe fehlen und ein Mangel entsteht. Wichtig ist hier immer Ausgewogenheit. Es gibt keinen Nährstoff, der bei einer veganen Ernährung gar nicht enthalten ist. Lediglich das Vitamin B12 kommt im Vergleich zu einer omnivoren Ernährungsweise nur sehr wenig vor. Lesen Sie dazu im nächsten Abschnitt mehr.

Nichtsdestotrotz sollten Sie bei der veganen Ernährung insbesondere die Versorgung mit folgenden Nährstoffen im Blick behalten. Das wichtige Vitamin B12 wird hierbei gesondert behandelt:

  • Eisen: u.a. enthalten in Kürbiskernen, Soja-Fleischersatzprodukten, Spinat, Kichererbsen, Linsen, Vollkornprodukten und Haferflocken.
  • Kalzium: u.a. enthalten in Sesam, Mandelmus, Feigen, Grünkohl, Tofu, Mineralwasser, Pflanzenmilch und Brokkoli.
  • Zink: u.a. enthalten in Linsen, Haferflocken, Vollkornprodukten, Nüssen und Kernen.
  • Omega-3-Fettsäuren: u.a. enthalten in Leinöl, Chia- und Leinsamen, Walnüssen, Hanföl oder als Nahrungsergänzungmittel.
  • Vitamin D: wird durch das Sonnenlicht vom Körper aufgenommen, kann aber auch supplementiert werden.
  • Iod: u.a. enthalten in Salz und Algen (Sushi).

(11) Warum muss die Versorgung mit dem Vitamin B12 bei einer veganen Ernährung gesondert beachtet werden?

Vitamin B12 ist der einzige Nährstoff, der bei einer vegetarischen und veganen Lebensweise kaum vorhanden ist. Grund dafür ist, dass er nur durch Mikroorganismen – zum Beispiel in der Darmflora von Tieren – produziert werden kann. Nur einige wenige pflanzliche Lebensmittel, wie beispielsweise Sauerkraut und der Shiitake-Pilz, enthalten kleine Mengen an Vitamin B12. Ansonsten ist es nur in Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten zu finden. Daher empfiehlt es sich, Vitamin B12 als Nahrungsergänzungmittel einzunehmen.

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Vitamin B12 gilt als Mangel-Nährstoff bei der veganen Ernährung.

Sie erhalten Vitamin B12-Supplements in den folgenden Formen:

  • Als Tabletten oder Kapseln
  • Als Tropfen
  • Als Zahnpasta
  • Als angereichertes Lebensmittel wie Pflanzenmilch

(12) Was sind vegane Proteinquellen?

Die oft zitierte These, dass vegane Ernährung kein Protein enthalte, ist falsch. Tatsächlich finden Sie eine Vielzahl veganer Eiweißquellen in herkömmlichen Lebensmitteln, die Sie ganz einfach im Supermarkt bekommen.

Dazu zählen unter anderem Linsen und Hülsenfrüchte, Hummus, Nüsse, Kartoffeln und Sojaprodukte. Mehr über vegane Proteinquellen erfahren Sie hier.

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Hülsenfrüchte sind eine hervorragende Proteinquelle.

(13) Ist vegane Ernährung gesund?

Eine ausgewogene vegane Ernährung ist in jedem Fall als gesund einzustufen. Insbesondere, wenn Sie regelmäßig Ihr Blutbild prüfen lassen, kann verhindert werden, dass ein Nährstoffmangel entsteht. Zudem wird dem Veganismus nachgesagt, Krankheiten wie Diabetes sowie Bluthochdruck oder Übergewicht zu therapieren oder gar zu verhindern. Auch zu hohe Cholesterinwerte können durch eine ausgeglichene vegane Ernährung nicht entstehen. Weitere Vorteile des pflanzlichen Lebensstils finden Sie hier.

(14) Kann man mit veganer Ernährung abnehmen?

Eine Nahrungsumstellung kann sich immer auch positiv auf das Körpergewicht auswirken. Beachten Sie hier jedoch, dass es auch ungesunde und stark kalorienhaltige vegane Lebensmittel gibt. Grundlegend gilt: Eine ausgewogene, vegane Ernährung mit viel frischer Küche aus Obst und Gemüse und nur sehr wenigen Genussmitteln sowie ausreichend Bewegung können zum Abnehmen beitragen.

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Die Zubereitung frischer Lebensmittel ist beim Wunsch nach Gewichtsverlust essenziell.

(15) Eignet sich vegane Ernährung auch für Sportler und Bodybuilder?

Eine ausgewogene vegane Ernährung mit vielen Proteinen eignet sich hervorragend für Sportler und Bodybuilder, die täglich Hochleistungen erbringen müssen. Vitamine und Kohlenhydrate liefern Energie, während Eiweiß den Muskelaufbau unterstützt. Dabei sollten Sportler vor allem auf Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse setzen sowie immer ausreichend trinken. Sie erhalten auch vegane Proteinshakes und -riegel, diese sollten jedoch ausschließlich als Zusatz zu einer gesunden Ernährung gesehen werden.

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Vegane Ernährung und Muskelaufbau schließen sich nicht aus.

Bekannte vegane Profisportler sind unter anderem: Lewis Hamilton, Venus Williams, Andreas Kraniotakes, Serge Gnabry, Thomas Tuchel und Timo Hildebrand.

(16) Was sind vegane Ersatzprodukte?

Als vegane Ersatzprodukte werden alle Lebensmittel bezeichnet, die eine Alternative zu tierischen Produkten darstellen. Dazu zählen die folgenden Kategorien:

  • Pflanzliche Milchsorten: Sojamilch, Mandelmilch, Hafermilch, etc.
  • Pflanzlicher Käseersatz: oft auf Mandel- oder Cashewbasis
  • Pflanzlicher Fleischersatz: fleisch- und wurstähnliche Produkte aus Soja/Tofu, Weizenprotein, Seitan, Gemüse, Pilzen oder Hülsenfrüchten
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Viele fleischähnliche Speisen sind mittlerweile auch als vegane Variante erhältlich. Warum? Viele Veganer verzichten nicht aus geschmacklichen, sondern aus ethischen Gründen auf Fleisch.

Mehr über Fleischersatzprodukte erfahren Sie hier.

(17) Kann ich mich auch ohne Ersatzprodukte vegan ernähren?

Dies ist selbstverständlich möglich. Grundsätzlich reicht eine ausgewogene Ernährung aus Obst- und Gemüse, pflanzlichem Eiweiß (z.B. aus Hülsenfrüchten), Kohlenhydraten und gesunden Fetten voll und ganz aus. Viele Ersatzprodukte werden primär mit dem Ziel hergestellt, den Umstieg von einer fleischhaltigen zu einer veganen Ernährung so einfach wie möglich zu gestalten – sie sind jedoch für eine vollwertige vegane Ernährung nicht essenziell.

(18) Gibt es versteckte tierische Inhaltsstoffe in Lebensmitteln?

Leider kann es vorkommen, dass in einigen Lebensmitteln nicht vegane Inhaltsstoffe enthalten sind, in denen man es eigentlich nicht erwartet. Darüber hinaus sind beim Herstellungsprozess zum Teil tierische Produkte beteiligt. Letzteres muss nicht zwingend auf der Produktverpackung angegeben werden. Hier einige Beispiele:

  • Verwendung des Farbstoffs Cochenille (E 120) in Konfitüren oder Süßigkeiten (für Rotfärbung).
  • Bei der Produktion von klaren Säften (z.B. Apfelsaft) sowie Wein kann Gelatine oder die Schwimmblase des Stör-Fischs eingesetzt werden
  • Schellack (E 904), aus der Lackschildlaus gewonnen, dient oft als Überzugsmittel von Süßigkeiten
  • Einige Chips- und Snacksorten enthalten Aromen, die aus Fleisch oder Fisch gewonnen werden

Informieren Sie sich daher immer genau über die Inhaltsstoffe und wenden Sie sich im Zweifelsfall an den Hersteller.

(19) Ist Milchsäure vegan?

Auch wenn der Name irreführend ist: Milchsäure (E 270) ist meistens vegan. Sie entsteht durch Glykolyse, also die Fermentierung von Lebensmitteln, die Stärke oder Zucker enthalten. In den meisten Fällen wird Milchsäure pflanzlich oder chemisch hergestellt.

(20) Funktioniert eine glutenfreie vegane Ernährung?

Wer auf das Klebereiweiß Gluten allergisch ist, muss auf einige Nahrungsmittel verzichten. Dazu gehören unter anderem viele Getreidearten und demzufolge auch Brot und andere mehlhaltige Produkte. Zwar zählen diese zu den wichtigen Kohlehydraten bei einer veganen Ernährung, sie lassen sich jedoch auch ganz einfach ersetzen und machen so eine glutenfreie, vegane Ernährung möglich.

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Auf Getreide und Brot muss bei einer Glutenunverträglichkeit verzichtet werden.
Glutenfreie, vegane Lebensmittel im Überblick:
  • Obst und Gemüse (darunter auch Kartoffeln) sowie Hülsenfrüchte und Lupine
  • Nüsse
  • Pseudogetreide wie Amaranth, Quinoa oder Hirse
  • Reis
  • Öle und Fette
Da viele Pflanzenmilchsorten aus Getreide bestehen, sollten Sie hier auf Varianten aus Soja oder Lupinen setzen.

(21) Kann ich mich trotz Fruktoseintoleranz vegan ernähren?

Eine Fruktoseintoleranz, also die Unverträglichkeit von vielen Obst- und Gemüsesorten, die Fruktose (Fruchtzucker) enthalten, stellt eine Herausforderung für Veganer dar. Der Darm kann den Fruchtzucker nicht richtig verarbeiten und es kommt zu massiven Beschwerden.

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Das meiste Obst ist bei einer Fruktoseintoleranz leider tabu.

Doch auch wenn vieles, das auf dem Speiseplan eines Veganers steht, nicht erlaubt ist, ist eine rein pflanzliche Ernährung möglich.

Alle veganen Lebensmittel, die mit einer Fruktoseintoleranz verträglich sind, auf einen Blick:
  • Gemüse: Auberginen, Artischocken, Blumenkohl, Brokkoli, verschiedene Kohlsorten, Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Sellerie, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Pastinaken, Chicorée, Gurken, Radieschen, Rettich, Rosenkohl, Salat, Spargel, Fenchel, frische Kräuter
  • Obst: Zitronen, Melonen, Rhabarber, Blaubeeren
  • Getreide, Mehl und Kohlenhydrate: Amaranth, Buchweizen, Hirse, Haferflocken, Mehl aus Hanf, Lupinen oder Kichererbsen, Pistazien, Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Reisnudeln, Buchweizennudeln, Reis, Quinoa
  • Proteine und Fette: Tofu, Öle (Leinöl, Olivenöl, Rapsöl), Pflanzenmargarine
  • Gewürze: Kurkuma, Kümmel, Muskat, Anis, Ingwer
  • Süßungsmittel: Traubenzucker, Vanille, Reissirup, Stevia, Dinkelsirup
Bitte beachten Sie: Auch bei den oben genannten Lebensmitteln kann es zu Unverträglichkeiten kommen. Testen Sie daher bewusst, was Sie davon vertragen und was nicht.

3. Vegane Ernährung und Nachhaltigkeit

Hinsichtlich des Umweltschutzes ist die vegane Ernährung besonders nachhaltig. Sie spart nicht nur CO2, sondern auch andere Rohstoffe sowie Nutzflächen ein.

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Das Wohlergehen der Welt liegt in unseren Händen.

(22) Welche Auswirkungen hat eine vegane Ernährung auf die Umwelt?

Wasser: Die Landwirtschaft, insbesondere die Haltung von Nutztieren, benötigt sehr viel Wasser. Nicht nur, um die Tiere zu tränken, sondern auch um die Felder zu bewässern, die für die Futtermittelindustrie essenziell sind. Hinzu kommt die Wasserverschmutzung aufgrund tierischer Exkremente.

Wasserverbrauch pro Kilogramm:
  • Rind – 15.500 Liter
  • Käse – 5.000 Liter
  • Nüsse – 5.000 Liter
  • Geflügel – 4.000 Liter
  • Eier – 3.300 Liter
  • Avocado – 1.500 Liter
  • Bananen – 940 Liter
  • Mais – 900 Liter
  • Kartoffeln – 210 Liter
  • Tomaten – 110 Liter

Nutzflächen: Laut Umweltbundesamt werden 5 Milliarden Hektar der Erde als Agrarfläche genutzt, davon sind 1,45 Milliarden Hektar Acker- und 3,55 Milliarden Hektar Weideland. Die Haltung von Nutztieren spielt hier eine entscheidende Rolle: Nur 260 Millionen Hektar des Ackerlandes werden für Nahrungsmittel gebraucht, während auf etwas mehr als einer Milliarde Hektar Futtermittel angebaut werden.

Die Annahme, der Anbau für vegane Nahrungsmittel aus Soja würde der Umwelt schaden, ist falsch. Laut der Albert-Schweitzer-Stiftung werden lediglich circa zwei Prozent des weltweiten Soja-Anbaus für vegane Ersatzprodukte wie Tofu und Pflanzenmilch genutzt, der Rest wird als Tierfutter in der Massentierhaltung eingesetzt (70-75 Prozent) oder zu Öl und Schrot für industrielle Lebensmittel (20-25 Prozent) weiterverarbeitet.

(23) Wie viel CO2 kann man mit einer veganen Ernährung sparen?

Die Ernährung der Menschheit macht 15 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes aus, hier spielen sowohl die Erzeugung der Lebensmittel als auch ihr Transport eine Rolle. Während ein Kilogramm Rindfleisch 22 Kilogramm CO2 verursacht, benötigt die Herstellung einer gleichen Menge Tofu lediglich 1,66 Kilogramm CO2. Ein Kilogramm Fisch kommt auf 6,29 Kilogramm CO2, während ein Kilogramm Kartoffeln nur 400 Gramm an Emissionen erzeugt – alle Werte stammen vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg.

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Durch vegane Ernährung können Sie über eine Tonne CO2 pro Jahr sparen.

CO2-Verbrauch pro Jahr:

Fleischhaltige Ernährung:

1,7 Tonnen CO2

Vegane Ernährung:

640 Kilogramm CO2

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Redakteurin Elena

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Seit 2017 profitieren unsere Kunden von Elenas breit gestreuter Expertise, die sie in der Produktberatung kompetent einsetzt. In ihrer Freizeit entspannt die modebegeisterte Veganerin am liebsten beim Yoga.

Quellenhinweise
https://de.statista.com/
https://proveg.com/de/pflanzlicher-lebensstil/vegan-trend-zahlen-und-fakten-zum-veggie-markt/
https://albert-schweitzer-stiftung.de/