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Seitan – Die beliebte Fleischalternative

Seitan ist eine vegane Fleischalternative und wird besonders gerne in der veganen Küche verwendet. Was in der Zutat steckt und für welche Gerichte sie sich eignet, erfahren Sie hier.

1. Inhaltsstoffe und Herkunft von Seitan

Seitan besteht aus Weizeneiweiß, das auch als Gluten geläufig ist. Die Konsistenz ist relativ fest und mit der von Fleisch zu vergleichen. Daher gilt Seitan neben Tofu auch als beliebtes Fleischersatzprodukt, das sich hervorragend zu Speisen aller Art eignet, wie zum Beispiel für Wokgerichte. Da das vegane Lebensmittel kaum Eigengeschmack aufweist, kann es mit Gewürzen und Kräutern geschmacklich individuell zubereitet werden. Seinen Ursprung hat Seitan in der chinesischen und japanischen Zen-Tradition.

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Seitan besteht aus Gluten, das aus Weizenmehl gewonnen wird.

Für die Herstellung von Seitan wird Weizenmehl mit Wasser zu einem Teig geknetet. Dieser wird anschließend so oft in Wasser ausgewaschen, bis beinahe alle Stärke entzogen ist und nur noch das gummiartige und wasserunlösliche Weizeneiweiß – auch als Weizenkleber geläufig – übrigbleibt.

Seitan enthält vor allem viel Eiweiß und weist kaum Kohlenhydrate auf, weshalb sich das pflanzliche Produkt gut zur Low-Carb-Ernährung eignet. Abgesehen davon enthält Seitan kaum Nährstoffe und trägt deshalb wenig zu einer vollwertigen Ernährung bei. Zudem sollte unbedingt der extrem hohe Glutenanteil bedacht werden. Personen mit entsprechender Unverträglichkeit sollten Seitan daher meiden.

2. Seitan selber machen

Die Herstellung von Seitan fällt nicht sonderlich schwer und kann daher einfach selbst vorgenommen werden. Folgende Schritte sind dazu notwendig:

  1. Wasser mit Weizenmehl vermischen, bis ein fester Teig entsteht. Diesen am besten zu einer Kugel formen und in einer Schüssel mit Wasser einlegen.
  2. Nach ca. 30 Minuten anfangen den Teig im Wasser zu kneten, um die Stärke auszuwaschen.
  3. Das Kneten in mehreren Durchgängen wiederholen und dazwischen gelegentlich das Wasser austauschen.
  4. Nach einer Weile bleibt eine gummiartige Masse zurück, die fest in Frischhaltefolie oder Wachspapier eingewickelt im Kühlschrank zum Ruhen gelagert wird. Nach ungefähr einer Stunde ist das Seitan bereit zur Weiterverarbeitung.

Nach der traditionellen Zubereitung wird das fertige Seitan in einer Marinade aus Salz, Sojasoße und Algen gekocht.

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Nach dem Auswaschen des Teigs bleibt pures Seitan übrig.
Seitan kann im Kühlschrank in einer luftdichten Verpackung für circa eine Woche gelagert werden. Um es vor dem Austrocknen zu schützen, sollte es mariniert oder in Salzwasser eingelegt sein. Alternativ lässt sich Seitan auch einfrieren. Das Einlegen in Flüssigkeit ist dabei nicht notwendig.

3. Seitan zubereiten

Während gekauftes Seitan oft schon entsprechend gewürzt und vorbehandelt ist, bedarf es bei selbstgemachtem Seitan dem eigenständigen Würzen. Aufgrund der festen Konsistenz empfiehlt sich das Marinieren oder Garen, um einen gleichmäßigen Geschmack zu erzielen.

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Seitan lässt sich auf zahlreiche Arten zubereiten, beispielsweise kann es gegrillt werden.

Eine geeignete Marinade mischen Sie beispielsweise mithilfe folgender Zutaten:

  • 2-3 Löffel Sojasoße
  • Etwas Salz
  • Etwas Pfeffer
  • Beliebige Gewürze
  • Knoblauch

Eine weitere Möglichkeit ist es, Seitan in einem kräftigen Sud zu garen. Um das Aufblähen während dem Kochen zu vermeiden, wird das Seitan vorher in ein Tuch fest eingebunden.

Bei der Weiterverarbeitung zuhause kann Seitan vielseitig eingesetzt werden, wie zum Beispiel für:

  • Wokgerichte
  • Suppen
  • Gemüsepfannen
  • Pasta Gerichte
  • Burger Patties
  • Gulasch
  • Lasagne

Im Handel ist Seitan meist in Fleischersatzprodukten wie Würsten, Steaks, Schnitzeln oder Hühnchen Nuggets verarbeitet. Natürlich ist das vegane Lebensmittel auch pur am Stück oder in Form von Gulasch im Handel erhältlich.

4. Alternativen zu Seitan: Tofu und Tempeh

Neben Seitan gelten auch Tofu und Tempeh als beliebte vegane Zutaten und Fleischersatz für zahlreiche Gerichte.

Tofu wird aus Sojamilch hergestellt, die durch Zugabe von Gerinnungsmittel ausflockt und von der übrigen Flüssigkeit getrennt wird. Die feste Masse wird anschließend gepresst und in Form gebracht. Von Tofu gibt es verschiedene Varianten, die sowohl für süße als auch herzhafte Gerichten geeignet sind.

Auch das indonesische Tempeh wird aus Soja hergestellt. Dazu werden gekochte Sojabohnen mit Edelschimmel angeimpft. Im Gegensatz zu Seitan und Tofu weist Tempeh einen vergleichsweise starken nussigen Eigengeschmack. Es eignet sich zur Zubereitung vieler asiatischer Gerichte und schmeckt auch knusprig angebraten.

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Tofu und Tempeh werden beide aus Soja hergestellt, unterscheiden sich jedoch im Geschmack.
Seitan kann im Kühlschrank in einer luftdichten Verpackung für circa eine Woche gelagert werden. Um es vor dem Austrocknen zu schützen, sollte es mariniert oder in Salzwasser eingelegt sein. Alternativ lässt sich Seitan auch einfrieren. Das Einlegen in Flüssigkeit ist dabei nicht notwendig.

FAQ

  • Ist Seitan gesund?

    Seitan ist ein wertvoller Eiweißlieferant, ist darüber hinaus fettärmer als Tofu und cholesterinfrei. Abgesehen davon enthält es allerdings kaum wertvolle Nährstoffe. Da es vollständig aus Gluten besteht, eignet sich Seitan nicht für Personen mit entsprechender Unverträglichkeit.

  • Was ist Seitan-Pulver?

    Seitan-Pulver ist reines Gluten, mit dem die direkte Herstellung von Seitan gelingt. Wer Pulver verwendet, spart sich den relativ aufwendigen Herstellungsprozess, bei dem die Teigmasse aus Weizenmhel zunächst in mehreren Phasen ausgewaschen wird. Da Seitan-Pulver nahezu geschmackslos ist, sollte es mit Brühe angerührt werden.

  • Ist Seitan glutenfrei?

    Nein, da Seitan in der Regel aus Weizenmehl hergestellt wird, besteht es vollständig aus Gluten. Als glutenfreie Alternative eignet sich Tofu oder Tempeh.

Marcus

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Quellenhinweise
https://utopia.de/ratgeber/seitan-vegan-fleischersatz/
https://www.alnatura.de/de-de/kochen-und-geniessen/vegan-und-vegetarisch/vegane-ernaehrung/vegane-alternativen/vegane-alternative-seitan