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So erkennen Sie Kosmetik ohne Tierversuche

Kosmetik, deren Entwicklung auf Tierversuchen basiert, wollen wohl die wenigsten Menschen an ihre Haut lassen. Doch oftmals ist es nicht einfach, tierversuchsfreie Produkte zu erkennen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten sollten, damit die ausgewählte Kosmetik garantiert nicht an Tieren getestet wurde.


  • In der EU sind Tierversuche bei Kosmetikprodukten verboten.
  • Es gibt jedoch Schlupflöcher, die das Verbot umgehen.
  • Konsumenten sollten darauf achten, dass das Produkt mit zertifizierten Siegeln ausgezeichnet ist.

1. Trotz EU-Verbote: Tierversuche bei Kosmetikprodukten

Das Interesse der Verbraucher an tierversuchsfreier Kosmetik ist seit langem sehr hoch. Auch die EU sah die Versuche kritisch und führte in den letzten Jahren schrittweise ein Verbot ein, dass es den Herstellern untersagt, ihre Kosmetik und deren Inhaltsstoffe an Tieren wie Ratten oder Mäusen zu testen. Seit 2004 sind Tierversuche für Kosmetikartikel und später auch für Inhaltsstoffe von Kosmetik EU-weit verboten.

Allerdings gibt es Ausnahmen zu diesen Verboten, sodass nicht alle auf dem deutschen Markt erhältlichen Kosmetikartikel automatisch tierversuchsfrei sind:

  1. Erst seit 2013 ist es Herstellern von Kosmetik in der EU verboten, Tierversuche für ihre Produkte sowie deren Inhaltsstoffe durchzuführen. Das gilt jedoch nur für Kosmetikartikel, die nach diesem Verkaufsverbot auf den Markt gekommen sind: Kosmetikartikel, deren Inhaltsstoffe vor März 2013 an Tieren getestet wurden, dürfen somit weiterhin verkauft werden.
  2. Das Tierversuchsverbot gilt nicht zwangsläufig für alle Inhaltsstoffe, sondern nur für solche, die ausschließlich in Kosmetika enthalten sind. Substanzen, die entsprechend auch in anderen Produkten wie beispielsweise Medikamenten oder Reinigungsmitteln vorkommen und so als Chemikalien gelten, sind von dem EU-Verbot ausgeschlossen. Die Europäische Chemikalienverordnung REACH verlangt sogar in manchen Fällen ausdrücklich Tierversuche bei Inhaltsstoffen, die außer in Kosmetik auch in anderen Produkten vorkommen. Auch gelten Ausnahmen für das Erforschen möglicher Effekte von Inhaltsstoffen in Bezug auf Allergien, Krebs oder Unfruchtbarkeit.
  3. Unternehmen, die ihre Produkte nach China importieren wollen, werden von dem Land angewiesen, ihre Produkte an Tieren zu testen. Deswegen verzichten viele deutsche Hersteller auf den Export ihrer Artikel nach China.
  4. Das Tierversuchsverbot für Kosmetik gilt entsprechend nur für die Europäische Union, ausländische Märkte dürfen weiterhin Tierversuche durchführen und auch diese Produkte auf den deutschen Markt bringen. So sind beispielsweise in China Tierversuche für die Hersteller in der Regel immer noch verpflichtend, bevor das Kosmetikprodukt auf den Markt gebracht werden darf.
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Für mehr Tierwohl: Kosmetik ohne Tierversuche
Produkte mit werblichen Aussagen wie „Dieses Produkt wurde nicht an Tieren getestet“ sind nicht zwangsläufig vertrauenswürdig. Sie verschleiern, dass die einzelnen Inhaltsstoffe durchaus an Tieren getestet worden sein könnten.

2. Tierversuchsfreie Kosmetik erkennen

Oftmals ist es gar nicht so einfach, Kosmetik ohne Tierversuche auf den ersten Blick zu finden.

Hilfreiche Tipps, wie Sie tierversuchsfreie Kosmetik erkennen
  1. Kosmetik ohne Tierversuche-Apps: Sowohl für iOS als auch für Android gibt es zahlreiche Apps, mit denen Sie den Barcode eines Produktes mit Ihrem Handy scannen können. Die App zeigt Ihnen dann nicht nur die Bedenklichkeit der Inhaltsstoffe an, sondern auch, ob Tierversuche durchgeführt wurden.
  2. PETA-Tierversuchsfrei-Liste und Internationale Datenbanken: Engagierte Tierschützer, beispielsweise PETA, führen im Internet große Datenbanken und Listen, die von Verbrauchern eingesehen werden können. Hier finden Sie einige tierversuchsfreie Marken und Kosmetikartikel aufgelistet.

Konsumenten können sich zudem an Siegeln, Logos und bekannten Marken orientieren, die wir Ihnen im Folgenden genauer erklären.

2.1 Labels und Siegel

Wir stellen Ihnen bekannte Siegel vor, die ein tierversuchsfreies Produkt kennzeichnen. Nicht nur Naturkosmetik, sondern auch herkömmliche Produkte werden zum Teil mit diesen Labels ausgezeichnet.

Tierversuchsfreie Siegel

  • Das Leaping Bunny Siegel, welches einen springenden Hasen zeigt, gilt als eines der strengsten Siegel für tierversuchsfreie Kosmetik. Es wurde bereits 1996 von Tierschützern ins Leben gerufen und zeichnet neben Kosmetik auch Wasch- und Reinigungsmittel aus. Das Siegel gilt nicht nur für das Produkt selbst, sondern garantiert auch, dass auch andere Produkte des Unternehmens sowie etwaiger Mutter- und Tochtergesellschaften nicht an Tieren getestet wurden. Kosmetikprodukte mit dem Leaping Bunny müssen allerdings nicht vegan sein.
  • Der Hase mit schützender Hand wird vom deutschen Tierschutzbund vergeben und stellt ebenfalls hohe Anforderungen. Es kennzeichnet nicht nur Kosmetikprodukte, sondern auch Wasch- und Reinigungsmittel sowie ätherische Öle. Dabei erhält das Produkt das Hasen-Siegel nur, wenn es einer Unternehmensgruppe angehört, die vollständig auf Tierversuche verzichtet. Bislang ist die Kennzeichnung in Deutschland nur wenig verbreitet.
  • Auch PETA Cruelty-free kennzeichnet tierversuchsfreie Produkte. Das Siegel erhalten nur Unternehmen, die PETA schriftlich versichert haben, keine Tierversuche durchzuführen, in Auftrag zu geben oder für solche zu bezahlen. Auch das PETA Siegel lässt sich anhand des abgebildeten Hasen erkennen.
  • Die Veganblume garantiert nicht nur, dass das Produkt keine tierischen Inhaltsstoffe enthält, sondern kennzeichnet auch automatisch Kosmetik ohne Tierversuche. Ausgezeichnet werden Kosmetikartikel sowie Lebensmittel und Restaurants. Damit gilt die Veganblume als das mit am weitesten verbreiteten Logo für Produkte ohne Tierversuche.

Naturkosmetik-Siegel

Zertifizierte Naturkosmetik ist in jedem Fall tierversuchsfrei. Sie erkennen die Produkte anhand der folgenden Standards:

  • ECOCERT ist eine Organisation, die für die Zertifizierung von Bio-Produkten zuständig ist. Es werden nicht nur Natur- und Biokosmetik, sondern auch Wasch- und Reinigungsmittel gekennzeichnet. Dabei dürfen in den Produkten nur dann tierische Bestandteile verwendet werden, wenn es keine gleichwertige pflanzliche Alternative gibt.
  • Auch der BDIH (Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e. V.) ist vertrauenswürdig, was die Kennzeichnung von Naturkosmetik betrifft. Seit 2001 wurden bereits 10.000 Produkte vom BDIH zertifiziert.
  • Das Natrue-Label zeichnet Naturkosmetik wie beispielsweise Make-up, Shampoo und Pflegeprodukte aus. Künstliche Inhaltsstoffe sind hierbei nicht zugelassen. Viele bekannte Naturkosmetik-Marken sind mit diesem Label ausgezeichnet – das Sortiment umfasst etwa 6.500 Produkte.

2.2 Vertrauenswürdige Marken

Erwerben und verwenden Sie im besten Fall nur Kosmetik von Herstellern, die keine Tierversuche durchführen. Zu den vertrauenswürdigen Marken zählen nicht nur Naturkosmetik-Hersteller, auch viele Marken für konventionelle Kosmetik haben sich der tierversuchsfreien Ethik verpflichtet.

Auswahl an Marken ohne Tierversuche:

  • Aussie
  • Benecos
  • BIOTURM
  • NYX
  • Bliss
  • Catrice
  • Dove
  • Dr. Hauschka
  • Sante
  • Alverde
  • essence
  • Greendoor
  • Happybrush
  • Herbal Essences
  • LUSH Cosmetics
  • Pure Green
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Wer sichergehen möchte, setzt auf etablierte Naturkosmetik-Marken wie beispielsweise Sante.

FAQ

  • Ist Naturkosmetik immer tierversuchsfrei?

    Zertifizierte Naturkosmetik zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht nur aus nachhaltigen Inhaltsstoffen besteht, sondern auch tierversuchsfrei ist. Allerdings ist die Begrifflichkeit nicht geschützt. Wer sichergehen möchte, sollte deswegen auf bestimmte Siegel achten (Leaping Bunny, Hase mit schützender Hand) oder darauf schauen, dass das Produkt als Naturkosmetik zertifiziert wurde. Gütesiegel sind die Auszeichnungen des BDIH, Ecocert oder Natrue.

  • Ist tierversuchsfreie Kosmetik auch vegan?

    Nein, Kosmetik ohne Tierversuche muss nicht automatisch vegan sein, sondern darf Inhaltsstoffe enthalten, die tierischen Ursprungs sind. Am häufigsten werden Bestandteile wie Honig oder Bienenwachs in Kosmetikprodukten verarbeitet. Das gleiche gilt übrigens auch umgekehrt: Auch wenn es äußerst selten ist, darf auch vegane Kosmetik theoretisch Inhaltsstoffe enthalten, die an Tieren getestet wurden. Wer Kosmetik ohne Tierleid erwerben möchte, sollte darauf achten, dass das Produkt nicht nur als Naturkosmetik zertifiziert wurde, sondern auch als vegan gekennzeichnet ist.

  • Woran erkenne ich Kosmetik ohne Tierversuche?

    Tierversuchsfreie Kosmetik zu erkennen ist oftmals gar nicht so leicht. Es gibt jedoch viele Hilfsmittel, an denen sich die Verbraucher orientieren können:

    1. Kosmetik ohne Tierversuche-Apps, die das Produkt scannen und über die Inhaltsstoffe aufklären.
    2. Datenbanken im Internet, beispielsweise von PETA, die detaillierte Listen über Kosmetik ohne Tierversuche führen.
    3. Siegel und Logos, die tierversuchsfreie, vegane und/oder zertifizierte Naturkosmetik kennzeichnen.
    4. Marken, die für ihre tierversuchsfreie Kosmetik bekannt sind.

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Redakteurin Miriam Gebbing
Redaktionshinweise
Redaktion: Miriam Gebbing

Nach ihrem Bachelor-Abschluss absolvierte Miriam Gebbing ein halbjähriges Praktikum in der Online-Redaktion und war anschließend während ihres Master-Studiums in den Bereichen Literatur sowie Sprach- und Kommunikationswissenschaft als Werkstudentin tätig. Seit September 2017 ist sie fester Teil des Teams.