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Kaffeesatz als Dünger

Jeder Kaffeetrinker verbraucht im Jahr durchschnittlich sieben Kilogramm Kaffeebohnen und -pulver, die häufig nach dem Aufbrühen direkt im Hausmüll entsorgt werden. Doch das muss nicht sein: Kaffeesatz kann nicht nur kompostiert werden, sondern eignet sich auch hervorragend als natürlicher Dünger für Pflanzen.


  • Kaffeesatz enthält viele wichtige Pflanzennährstoffe: Stickstoff, Phosphor, Schwefel und Kalium.
  • Verwenden Sie nur getrocknetes Kaffeepulver, damit der Wurzelballen nicht schimmelt.
  • Zimmerpflanzen düngen Sie am besten mit Wasser verdünnten Kaffeeresten.

1. Düngen mit Kaffeesatz: Pflanzennährstoffe im Kaffeepulver

Durch das Aufbrühen von Kaffeepulver – beispielsweise Filterkaffee – entsteht eine große Menge an Kaffeesatz, der als Naturdünger verwendet werden kann. Auch Kaffeepads können auseinandergenommen werden und bekommen so eine zweite Daseinsberechtigung. Diesen Kaffeesatz können Sie als Gartendünger verwenden oder auf Ihre Balkon- und Zimmerpflanzen streuen. Das rein pflanzliche Ausgangsprodukt gilt als sehr nährstoffreich und kann die Bodenqualität verbessern:

  • Kaffeebohnen enthalten Pflanzennährstoffe wie Kalium, Schwefel, Stickstoff und Phosphor (Makronährstoffe), die auch beim Rösten nicht enthalten Pflanzennährstoffe wie Kalium, Schwefel, Stickstoff und Phosphor (Makronährstoffe), die auch beim Rösten nicht zerstört beziehungsweise beim Aufkochen nur in geringer Menge herausgeschwemmt werden.
  • Durch das Rösten der Kaffeebohnen entstehen Huminsäuren, welche dem Kaffee einen leicht sauren pH-Gehalt verleiht.
  • Das Düngen mit Kaffeepulver reichert die Erde mit Humus an.

Da weniger Abfall anfällt und Sie dank der vielen enthaltenen Nährstoffe häufig keinen anderen (chemischen) Dünger mehr benötigen, gilt die Verwendung von Kaffeesatz als Dünger als besonders nachhaltig.

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Kaffeesatz eignet sich als natürlicher Dünger.
Auch Regenwürmer mögen Kaffee und werden davon angelockt. Die Wirbellosen gelten als sehr nützlich, da sie die Bodenqualität verbessern.

Kaffeesatz versorgt Blüh- und Nutzpflanzen mit wichtigen Nährstoffen und Spurenelementen. Damit diese optimal herausschwemmen und das Pulver durch die Feuchtigkeit nicht schimmelt, sollten Sie zunächst einige Dinge beachten:

  1. Sammeln Sie den Kaffeesatz an einem luftigen und trockenen Ort. Hängen Sie beispielsweise ein feinmaschiges Sieb in einen Eimer, sodass das nasse Pulver vollständig trocknen kann.
  2. Verteilen Sie den trockenen Kaffeesatz zum Düngen auf dem Wurzelbereich.
  3. Arbeiten Sie dann das Kaffeepulver leicht in den Boden ein oder decken Sie die Oberfläche mit etwas Mulch ab. Dünger, der nur an der Oberfläche liegen bleibt, zersetzt sich zu langsam, um wirklich wirkungsvoll zu sein.
  4. Wer seine Topfpflanzen mit Kaffeesatz-Dünger versorgen will, kann diesen bereits beim Umtopfen einarbeiten. Mischen Sie etwas trockenes Kaffeepulver mit der neuen Blumenerde.
Kaffeesatz als Pflanzenschutzmittel

Neben Dünger gilt Kaffeepulver auch als mögliches Pflanzenschutzmittel, welches Schädlinge fernhalten kann. So haben Untersuchungen gezeigt, dass das enthaltene Koffein sich tödlich auf Fressfeinde wie Schnecken auswirken kann. Allerdings: Koffein gilt als Gift, welches nicht nur unerwünschte Schädlinge, sondern auch Nützlinge töten kann. Deswegen ist der Einsatz von Kaffeepulver als Pflanzenschutzmittel nur bedingt empfehlenswert. Eine geringe Dosis von kaltem Kaffee beziehungsweise -pulver kann jedoch zur Bekämpfung von Trauermücken eingesetzt werden: Das Koffein vernichtet die Larven, die sich noch in der Erde befinden. Auch ein Befall von Blattläusen kann reduziert werden, wenn Sie ein wenig Kaffee auf die Blätter der Pflanze auftragen, beispielsweise mit einer Sprühflasche. Da der Kaffeesatz viele Geruchsspuren überdeckt, können Sie diesen auch bei einem Ameisen-Befall einsetzen.

2. Welche Pflanzen darf ich mit Kaffeesatz düngen?

Der Kaffeesatz-Dünger eignet sich vor allem für Pflanzen, die einen humusreichen Boden bevorzugen. Allerdings wirkt Kaffee auch bodenversauernd, was nicht allen Pflanzen zugutekommt – säureunverträglichen Gewächsen kann der Dünger sogar schaden. Informieren Sie sich deswegen vor dem Einsatz, ob eine Pflanze mit Kaffeesatz gedüngt werden darf.

Diese Pflanzen sollten Sie nicht mit Kaffeesatz düngen

Stachelbeeren, Apfelbäume, Tulpen, Frühlingszwiebeln, Zwiebeln, Brombeersträucher, Buchs, Chrysanthemen, Clematis, Erdbeeren, Gladiolen, Glockenblumen, Krokusse, Lavendelsträucher, Narzissen, Petersilie, Schwarzwurzeln, Sellerie

Dass Ihre Pflanze das Düngen mit Kaffeesatz nicht verträgt, können Sie schnell erkennen: Überdüngte Gewächse zeigen deutliche Blattschäden, Wachstumshemmungen oder einen Kümmerwuchs.

2.1 Gartenpflanzen

Kaffeesatz ist ein guter Dünger für viele Gartenpflanzen, die im Beet oder im Pflanztopf wachsen. So können beispielsweise Hortensien, Rhododendron oder Blaubeeren problemlos einmal die Woche mit dem Naturdünger versorgt werden.

2.2 Zimmerpflanzen

Kaffeesatz als Dünger für Zimmerpflanzen ist nur bedingt empfehlenswert: Es zersetzt sich auf dem Topfballen nur sehr langsam und fängt häufig an zu schimmeln. Verwenden Sie deswegen bei Topfpflanzen, die in der Wohnung stehen – wie beispielsweise Kräuter – nur sehr wenig Kaffeesatz und arbeiten Sie diesen leicht in die obere Erdschicht ein. Besser ist es, die Zimmerpflanzen nicht mit dem Pulver, sondern mit kaltem schwarzen Kaffee zu düngen:

  • Mischen Sie den Kaffee mit Wasser im Verhältnis 1:1.
  • Setzen Sie die Mischung nur sehr sparsam ein, da ansonsten die Gefahr einer Überdüngung der Zimmerpflanzen besteht (= Übersäuerung des Topfballens).
  • Wir empfehlen: Nicht mehr als eine halbe Tasse verdünnten Kaffee pro Pflanze.
Während der Winterruhe, sollten Sie davon absehen, die Zimmerpflanzen zu düngen.
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Viele Kräuter lassen sich problemlos mit Kaffeesatz düngen. Seien Sie jedoch vorsichtig bei der Dosierung.

3. Indirekt Düngen: Kompostieren von Kaffeepulver

Statt den Kaffeesatz direkt auf die Pflanze zu geben, können Sie ihn auch indirekt als Dünger verwenden, indem Sie ihn kompostieren. So kann das alte Kaffeepulver gemeinsam mit Grünabfällen und Eierschalen zu Humus verarbeitet werden, welchen Sie dann wiederum zum Düngen verwenden können.

Auch klassische Papierfiltertüten gehören nicht in den Hausmüll, sondern können kompostiert werden. Damit der Filter jedoch nicht schimmelt, sollten Sie den Kaffeesatz entleeren.

FAQ

  • Wie nährstoffreich ist Kaffeesatz?

    Kaffeebohnen besitzen für ein rein pflanzliches Produkt einen verhältnismäßig hohen Stickstoffanteil. Zudem enthält der Kaffeesatz:

    • Kalium
    • Phosphor
    • Schwefel
  • Welche Pflanzen darf ich mit Kaffeesatz düngen?

    Kaffeesatz hat einen leicht sauren pH-Wert und sorgt für mehr Humus, sodass sich das Düngen damit vor allem für Pflanzen eignet, die einen humusreichen, sauren Nährboden bevorzugen. Im Garten können Sie damit beispielsweise Rosen, Gurken oder Tomaten düngen. Für Zimmerpflanzen eignet sich die Düngung mit Kaffeesatz nicht in jedem Fall: Zwar vertragen viele Pflanzen wie beispielsweise Orchideen Kaffeedünger, seien Sie jedoch bei der Dosierung sehr sparsam und beobachten Sie, wie sich die Zimmerpflanze nach der Düngung verhält.

  • Eignet sich Kaffeesatz auch zum Düngen des Gartens?

    Viele Gartenpflanzen – wie Pfingstrosen, Rhododendren, Farne oder Hortensien – bevorzugen einen sauren Humusboden, sodass Sie diese problemlos wöchentlich mit Kaffeesatz düngen können. Allerdings gibt es auch viele Pflanzen, die besser auf kalkhaltigem Boden gedeihen: Diese sollten nicht mit Kaffeepulver gedüngt werden. Das gleiche gilt auch für Setzlinge und Jungpflanzen, die sehr empfindlich sind.

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Redakteurin Miriam Gebbing
Redaktionshinweise
Redaktion: Miriam Gebbing

Nach ihrem Bachelor-Abschluss absolvierte Miriam Gebbing ein halbjähriges Praktikum in der Online-Redaktion und war anschließend während ihres Master-Studiums in den Bereichen Literatur sowie Sprach- und Kommunikationswissenschaft als Werkstudentin tätig. Seit September 2017 ist sie fester Teil des Teams.