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Steingarten anlegen: Anleitung für ein pflegeleichtes Alpinum
Wir zeigen dir, wie du den richtigen Standort für deinen Steingarten findest, den Untergrund vorbereitest und passende Pflanzen auswählst.
1. Vorbereitung
Bevor du einen Steingarten anlegst, solltest du dir Zeit nehmen, den richtigen Standort auszuwählen und das passende Equipment bereitzulegen, damit während dem Bepflanzen alles problemlos funktioniert.
1.1 Standort für Steingarten finden
Ein Steingarten – oft auch Alpinum genannt – lässt sich in nahezu jedem Garten anlegen, solange ein paar grundlegende Bedingungen stimmen. Gerade moderne Steingärten punkten durch ihr klares, reduziertes Erscheinungsbild und sind besonders dann attraktiv, wenn der Boden am Hang oder an einer Böschung schwer zu begrünen ist.
Bevor du mit der Planung beginnst, solltest du den idealen Standort sorgfältig auswählen.
Diese Punkte sprechen für einen guten Standort:
sonnige bis halbschattige Lage mit mindestens sechs Stunden Sonneneinstrahlung täglich
gute Drainage, damit Staunässe vermieden wird
natürliche Hanglage oder leicht geneigte Fläche, die Wasser gut ableitet
windgeschützte, aber nicht vollständig eingezäunte Position
ausreichend Platz für eine natürliche Steinanordnung und Pflanzen
Tipp
Besonders gut eignet sich ein Steingarten am Hang, da das Gelände dort eine natürliche Drainage bietet und Staunässe von vornherein verhindert wird.
1.2 Richtiges Equipment
Für das Anlegen eines Steingartens brauchst du neben den richtigen Gartengeräten vor allem geeignetes Material für den Untergrund.
Nicht jede Pflanze kommt mit den besonderen Bedingungen eines Steingartens zurecht. Gefragt sind vor allem Arten, die mit wenig Wasser und nährstoffarmem Boden gut auskommen und gleichzeitig lange Trockenperioden überstehen. Die richtige Auswahl der Pflanzen für den Steingarten entscheidet darüber, wie pflegeleicht dein Alpinum auf Dauer bleibt.
Geeignete Pflanzen für den Steingarten mit Eigenschaften und Besonderheiten
Pflanze
Eigenschaften
Besonderheiten
Hauswurz (Sempervivum)
Sehr trockenresistent, immergrün
Bildet dekorative Rosetten, extrem pflegeleicht
Fetthenne (Sedum)
Sukkulente, sehr robust
Viele Arten und Farben, blüht im Spätsommer
Blaukissen (Aubrieta)
Dichte Polster, violette Blüten
Blüht im Frühjahr, ideal für Steinritzen
Lavendel (Lavandula)
Duftend, sonnenliebend
Zieht Bienen an, gut für sonnige Lagen
Thymian
Aromatisch, trockenheitsverträglich
Auch als Küchenkraut nutzbar, kriechend
Silberwurz (Dryas)
Kriechend, weiße Blüten
Idealer Bodendecker zwischen Steinen
Felsensteinkraut (Alyssum)
Kompakt, gelb blühend
Sehr anspruchslos, gut für Steinritzen
Tipp
Pflanzen mit hohem Wasserbedarf wie Rhododendren oder Hortensien eignen sich nicht für einen Steingarten – sie kommen mit dem trockenen, durchlässigen Boden eines Steingartens nicht zurecht.
Der beste Zeitpunkt für das Anlegen eines Steingartens ist das Frühjahr oder der frühe Herbst, wenn die Temperaturen moderat sind und Pflanzen gut anwachsen können. Mit der richtigen Vorbereitung und Geduld entsteht in wenigen Schritten ein natürlich wirkender Steingarten, der über viele Jahre kaum Pflege benötigt.
Fläche abstecken: Markiere den geplanten Bereich mit Schnur oder Sand und entferne sämtliche Pflanzen sowie Wurzeln.
Boden ausheben: Grabe die Fläche etwa 40 bis 50 Zentimeter tief aus, um Platz für die Drainage- und Substratschicht zu schaffen.
Drainageschicht anlegen: Fülle zunächst eine etwa 20 Zentimeter dicke Schicht aus Kies oder Splitt ein, um Staunässe zu verhindern.
Unkrautvlies verlegen: Lege Unkrautvlies auf die Drainageschicht, um Unkrautwuchs von unten zu unterbinden.
Substrat auffüllen: Gib eine Mischung aus Gartenerde, Sand und Kies als obere Schicht auf das Vlies – magerer Boden ist ideal für Alpenpflanzen.
Steine setzen: Platziere größere Steine zuerst und arbeite dich zu kleineren vor. Setze die Steine leicht versetzt und angewinkelt, damit Regenwasser abfließen kann.
Pflanzen einsetzen: Pflanze deine ausgewählten Alpenpflanzen in die Zwischenräume und Spalten. Setze sie fest und fülle lockere Stellen mit Substrat auf.
Oberfläche mulchen: Bedecke offene Bodenstellen mit Kies oder Splitt, um Unkraut fernzuhalten und Feuchtigkeit zu regulieren.
Gießen und einwachsen lassen: Wässere die frisch gesetzten Pflanzen zunächst regelmäßig, bis sie gut angewurzelt sind.
Tipp
Achte nach dem Anlegen darauf, den Steingarten im ersten Jahr etwas häufiger zu wässern – danach kommen die meisten Alpenpflanzen gut ohne zusätzliche Bewässerung aus.
Zunächst wird der Boden 40 bis 50 Zentimeter tief ausgehoben und mit einer Drainageschicht aus Kies befüllt. Darüber kommen Unkrautvlies und ein mageres Substrat, bevor Steine natürlich angeordnet und trockenheitsverträgliche Pflanzen eingesetzt werden.
Sind Steingärten noch erlaubt?
Reine Schottergärten ohne Pflanzen sind in vielen deutschen Bundesländern inzwischen verboten oder müssen genehmigt werden, da sie ökologisch wenig Wert haben. Ein echter Steingarten mit vielfältigen Pflanzen und Alpenpflanzen gilt dagegen in der Regel als naturnahe Gestaltung und ist meist problemlos zulässig – prüfe jedoch die jeweiligen Regelungen in deiner Gemeinde.
Wann legt man am besten einen Steingarten an?
Ideal ist das Frühjahr oder der frühe Herbst, wenn die Temperaturen mild sind und die Pflanzen noch ausreichend Zeit haben, vor der nächsten Extremsaison anzuwachsen. Im Sommer kann die Hitze frisch gesetzte Pflanzen zu stark belasten.
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Vertrauen ist gut, Recherche ist besser!
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