
Pflanzplan fürs Gewächshaus: Gemüse & Kräuter rund ums Jahr
Nutze dein Gewächshaus optimal: Unser Pflanzplan zeigt, welches Gemüse, welche Kräuter und Salate du wann säen und ernten kannst – von Januar bis Dezember.
1. Warum lohnt sich ein Pflanzplan fürs Gewächshaus?
Ein Gewächshaus bietet dir die Möglichkeit, die Anbausaison deutlich zu verlängern und auch bei kühlem Wetter frisches Gemüse und Kräuter zu ernten. Damit du das volle Potenzial deines Gewächshauses ausschöpfst, brauchst du einen durchdachten Pflanzplan. Dieser hilft dir, Aussaat, Anzucht und Ernte optimal aufeinander abzustimmen und die verfügbare Fläche das ganze Jahr über sinnvoll zu nutzen.
Überlege dir vor der Bepflanzung, welche Kulturen du bevorzugst, und plane den Platzbedarf der einzelnen Pflanzen ein. So vermeidest du Engpässe und stellst sicher, dass jede Pflanze ausreichend Licht und Raum bekommt. Die folgenden Pflanzengruppen eignen sich besonders gut für den ganzjährigen Anbau im Gewächshaus:
- Wärmeliebendes Gemüse: Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen
- Schnell wachsende Salate: Kopfsalat, Feldsalat, Rucola
- Kräuter: Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Minze
- Wintergemüse: Spinat, Grünkohl, Mangold, Radieschen

Nutze ein Frühbeet als Ergänzung zu deinem Gewächshaus, um zusätzliche Jungpflanzen vorzuziehen und die Kapazität zu erhöhen.
2. Der Aussaatkalender fürs Gewächshaus: Monat für Monat
Mit einem strukturierten Aussaatkalender behältst du den Überblick, was wann gesät, vorgezogen und geerntet werden kann. Das Gewächshaus erlaubt dir einen Vorsprung von mehreren Wochen gegenüber dem Freilandanbau – nutze ihn gezielt.






















2.1 Januar bis März: Vorziehen und früh starten
In den ersten Monaten des Jahres beginnt die Saison im Gewächshaus mit dem Vorziehen kältetoleranter Kulturen. Auch wenn die Temperaturen noch niedrig sind, schafft das Gewächshaus die nötigen Bedingungen für einen frühen Start.
- Anzuchtschalen vorbereiten: Fülle Anzuchtsets mit frischer Aussaaterde und drücke sie leicht fest.
- Saatgut aussäen: Streue das Saatgut gleichmäßig auf die Erde und bedecke es je nach Art leicht mit Substrat.
- Feucht halten: Befeuchte die Erde regelmäßig mit einer feinen Brause, damit sie nie austrocknet.
- Wärme sicherstellen: Stelle sicher, dass die Temperatur im Gewächshaus nachts nicht unter fünf Grad Celsius fällt – eine Gewächshausheizung kann dabei helfen.
- Jungpflanzen vereinzeln: Sobald die Keimlinge zwei bis drei Blätter haben, vereinzelst du sie in einzelne Töpfe.
Ab Januar kannst du bereits Salat, Spinat und Radieschen aussäen. Tomaten, Paprika und Auberginen folgen ab Februar, da sie eine längere Anzuchtzeit benötigen.
2.2 April bis Dezember: Auspflanzen, Ernten und Nachsäen
Ab April steigen die Temperaturen im Gewächshaus zuverlässig an, sodass du wärmeliebendes Gemüse wie Tomaten, Gurken und Paprika auspflanzen kannst. Achte darauf, die Pflanzen ausreichend zu gießen und regelmäßig zu düngen, damit sie kräftig wachsen. Verwende für einen optimalen Wuchs hochwertige Pflanzenerde, die auf die jeweilige Kultur abgestimmt ist.
Ab Juli beginnt die Haupterntezeit für wärmeliebendes Gemüse. Starte gleichzeitig Nachsaaten für den Herbst: Feldsalat, Spinat und Mangold lassen sich ab August erneut aussäen und liefern bis in den Winter Erträge. Im November und Dezember kannst du das Gewächshaus mit winterharten Kräutern und Wintersalaten weiternutzen.
Nutze Rankgitter und Pflanzenstäbe für Tomaten und Gurken, damit sie sicher wachsen und du die Fläche im Gewächshaus optimal ausnutzt.
3. Mischkultur und Fruchtfolge im Gewächshaus
Wer sein Gewächshaus klug bepflanzt, setzt auf Mischkultur und Fruchtfolge – zwei Prinzipien, die Schädlinge reduzieren, die Bodengesundheit erhalten und höhere Erträge ermöglichen.
Bei der Mischkultur werden verschiedene Pflanzenarten kombiniert, die sich gegenseitig fördern. Gut verträglich sind zum Beispiel Tomaten mit Basilikum, Gurken mit Dill sowie Salat und Radieschen nebeneinander. Tomaten und Gurken solltest du hingegen nicht direkt nebeneinander pflanzen, da sie stark um Wasser und Nährstoffe konkurrieren. Fenchel ist für fast alle Gemüsekulturen eine schlechte Nachbarschaft und hat im Gewächshaus nichts zu suchen.
Unter Fruchtfolge versteht man das jährliche Wechseln der angebauten Pflanzenarten auf derselben Fläche. So verhinderst du, dass sich pflanzentypische Schädlinge und Krankheiten im Boden aufbauen, und gibst dem Boden Zeit, verbrauchte Nährstoffe zu regenerieren. Eine bewährte Drei-Jahres-Fruchtfolge für das Gewächshaus sieht so aus:
| Jahr | Pflanzengruppe | Beispielpflanzen |
|---|---|---|
| Jahr 1 | Starkzehrer | Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen |
| Jahr 2 | Mittelzehrer | Salat, Mangold, Kräuter, Kohlrabi |
| Jahr 3 | Schwachzehrer | Radieschen, Feldsalat, Spinat, Erbsen |
Nach einem Fruchtwechsel lohnt es sich, frische Pflanzenerde einzuarbeiten und den Boden mit Kompost zu verbessern, bevor du neu bepflanzt.
4. FAQ
Was pflanzt man zuerst im Gewächshaus?
Als Erstes empfehlen sich kältetolerante Kulturen wie Salat, Spinat und Radieschen, die du bereits ab Januar aussäen kannst. Wärmeliebendes Gemüse wie Tomaten und Paprika zieht man ab Februar vor und pflanzt es dann ab April ins Gewächshaus.
Wie ordnet man Pflanzen in einem Gewächshaus an?
Hohe Pflanzen wie Tomaten und Gurken kommen an die Nordseite oder Rückwand, damit sie kleinere Kulturen nicht beschatten. Niedrige Kräuter und Salate platzierst du an den sonnigen Außenreihen oder auf Regalen, um den verfügbaren Raum optimal zu nutzen.
Welche Pflanzen dürfen zusammen ins Gewächshaus?
Gut verträglich sind zum Beispiel Tomaten mit Basilikum sowie Gurken mit Dill. Tomaten und Gurken solltest du hingegen nicht nebeneinander pflanzen, da sie um Wasser und Nährstoffe konkurrieren. Fenchel verträgt sich generell schlecht mit den meisten Gemüsekulturen.
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