
5 einfache Tipps für Sonnenschutz bei Babys und Kleinkindern
Die Babyhaut ist dünner als bei Erwachsenen – deswegen sollten Babys und Kinder auch gut vor der Sonne geschützt werden. Die wichtigsten Sonnenschutzmaßnahmen erfährst du im Folgenden.
1. Sonnenschutz für Kinder und Babys - Tipps
Die Babyhaut entwickelt erst mit dem Älterwerden einen Schutzmechanismus vor UV-Strahlung und der Eigenschutz ist wie bei Erwachsenen von Kind zu Kind unterschiedlich stark ausgeprägt. Daher solltest du dein Kind ausreichend vor Sonnenschäden wie Hautrötungen und Sonnenbrand schützen.
Fünf einfache Tipps für den Sonnenschutz bei Babys: Von der richtigen Kleidung über Schattenplätze bis hin zur Nutzung des UV-Index.
Mit diesen Tipps gelingt es dir, dein Kind vor Sonnenstrahlung zu schützen:
- Schatten: Der beste Sonnenschutz ist es, dein Kind vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Nutze daher schattige Plätze, Sonnenschutz wie Sonnenschirme, Sonnensegel oder Markisen, um die pralle Sonne zu vermeiden. Auch der Kinderwagen sollte bei Spaziergängen mit einem Sonnenschutz wie Sonnensegel oder Verdeck ausgestattet sein. Eine Decke oder ein Tuch eignen sich weniger als Sonnenschutz über der Babyschale, da es darunter unter Umständen zu einem Hitzestau kommen kann. Denke auch an abnehmbaren UV-Schutz im Auto, da das Fensterglas die UV-Strahlung nicht völlig abhält. Achte ebenso darauf, nicht in der Mittagshitze zwischen 11 und 15 Uhr spazieren zu gehen, da die Sonne dann am höchsten steht.
- Kopfbedeckung: Die Haut im Gesicht, Nacken und Ohren ist bei Babys empfindlich und erfordert daher einen separaten Sonnenschutz. Besonders gut eignen sich Kappen oder Tücher mit Ohren- und Nackenschutz. Der Schirm der Kappe sorgt für zusätzlichen Schutz an den Augen. Eine kindgerechte Sonnenbrille mit UV-Schutz kann für weiteren Schutz im Meer und in den Bergen sorgen, da dort die UV-Strahlung durch Reflektion sehr hoch ist.
- Kleidung: Achte darauf, dass dein Kind auch durch entsprechende Kleidung und Schuhe/Socken vor Sonneneinstrahlung geschützt ist. Dabei eignen sich besonders dicht gewebte Stoffe aus Polyester oder Polyestermischgewebe in bunten und kräftigen Farben. Diese lassen weniger Sonnenstrahlen durch. Achte aber zugleich darauf, dass die Kleidung dennoch luftig ist und nicht zu eng anliegt, damit dein Kind nicht überhitzt (mehr zum Thema Bekleidung und Sonnenschutz erfährst zu im 2. Kapitel)
- Sonnencreme: Ab einem Alter von einem Jahr kannst du für dein Kind auch für Kinder geeignete Sonnenschutzcreme ohne Parfüm und sonstige Zusatzstoffe nutzen. Wichtig dabei ist es, dass die Sonnencreme sowohl vor UV-A- und UV-B-Strahlen schützt, mindestens einen Lichtschutzfaktor (LSF) von 30 aufweist und wasserfest ist. Du solltest den Schutzfilm circa alle zwei Stunden erneuern, indem du dein Kind neu eincremst.
- UV-Index: Wenn du dir nicht sicher bist, ab wann du Sonnenschutzmaßnahmen bei deinem Baby einsetzen sollst, kannst du den aktuellen UV-Index deiner Region als Orientierung nutzen. Hier gilt: Ab UV-Index 3 ist Sonnenschutz erforderlich.














Auch im Schatten sollten Babys und Kinder entsprechende Sonnenschutzkleidung, Kopfbedeckung und Ähnliches tragen, denn dort ist die Haut nicht gänzlich vor UV-Strahlung geschützt. Durch Reflexion und indirekte Strahlung – auch bei bewölktem Himmel – kommt UV-Strahlung an die Haut des Kindes.
2. UV-Kleidung für Kinder und Babys
Kleidung aus Polyestergewebe eignet sich besonders gut als Sonnenschutz für Babys und Kinder. Hier gibt es sogar spezielle Textilien, die so bearbeitet wurden, dass sie einen sichereren UV-Schutz als herkömmliche Kleidung bieten. Ähnlich dem Lichtschutzfaktor bei Sonnencreme (LSF) findest du zur Orientierung die Angabe “Ultraviolet Protection Factor” (UPF). Mithilfe von diesem Wert kannst du erkennen, wie hoch der Schutz der Kleidung gegen UV-Strahlung ist.
Der “Ultraviolet Protection Factor” (UPF) gibt an,
- um wie viel länger sich dein Kind mit dem speziellen Textil in der Sonne aufhalten kann, ohne, dass Hautschäden entstehen,
- wie ein Kleidungsstück die Eigenschutzzeit der Haut verlängert.
Ein T-Shirt mit UPF 80 beispielsweise bedeutet, dass sich die Zeit um das 80-fache verlängert, die sich dein Kind mit eben jenem Shirt in der Sonne aufhalten kann. Wähle insbesondere bei Babys und Kleinkindern immer ein Kleidungsstück mit mindestens UPF 60 oder 80, da ihre Haut in diesem Alter noch kaum über einen körpereigenen Schutz vor Sonneneinstrahlung verfügt.
Wenn du auf der Suche nach spezieller Sonnenschutzkleidung für Kinder bist, kannst du dich am Prüflabel“UV Standard 801” orientieren. Die Kleidung, die mit diesem Prüfsiegel versehen ist, ist besonders sicher, was die Schutzeigenschaften vor Sonnenstrahlen angeht.
3. FAQ
Ab welchem Alter darf ich mein Baby mit Sonnencreme vor der Sonne schützen?
Ab circa dem ersten Lebensjahr kannst du dein Baby auch mit für Kinder geeignete Sonnencreme eincremen, um es vor Sonnenbrand und sonstigen Sonnenschäden zu schützen. Achte jedoch darauf, dass die Creme weder Parfüm noch andere Zusätze enthält, mindestens einen Lichtschutzfaktor (LSF) von 30 aufweist und wasserfest ist.
Ist UV-Kleidung für Babys sinnvoll?
Sonnenschutzkleidung für dein Kind kann insbesondere in Gegenden mit einem hohen UV-Index sinnvoll sein. Diese ist besonders verarbeitet, sodass sie höhere Schutzeigenschaften vor UV-Strahlen bietet als herkömmliche Kleidung. Du kannst dich bei der Wahl der passenden Kleidung am Prüfsiegel “UV-Standard 801” sowie dem “Ultraviolet Protection Factor” (UPF) orientieren.
Welcher Sonnenschutz eignet sich für Säuglinge?
Säuglinge schützt du am besten vor der Sonne, indem du sie möglichst nicht der prallen Sonne aussetzt, sondern immer den Schatten aufsuchst. Geeignete Kleidung schützt ebenfalls vor der Sonne. Wichtig ist zudem eine geeignete Kopfbedeckung mit Schutz für die Ohren und den Nacken.
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