[Quelle Headerbild: iStock.com/Jacob Wackerhausen]
Für Genießer: Brauner Rum
1. Unterschiede zwischen weißem und braunen Rum
Rum ist eine Spirituose, die aus Zuckerrohr-Melasse (Rhum traditional) oder -Saft (Rhum agricole) produziert wird und einen Minimal-Alkoholgehalt von 37,5 Volumenprozent aufweist.
Das Getränk stammt aus der Karibik sowie aus Teilen Süd- und Mittelamerikas – eben jenen Gebieten, in denen Zuckerrohr gut angebaut werden kann – und ist besonders bei der Zubereitung von Cocktails sehr beliebt.
Warmes Klima wie in der Karibik begünstigt das Wachstum von Zuckerrohr.
Mehr über Rum erfahren Sie hier.
Weißer und brauner Rum
Neben der Unterscheidung von Rhum traditional und agricole werden die Spirituosen auch in die Kategorien weißer und brauner Rum aufgeteilt. Die Farbe wird durch die verschiedenen Lagerungsarten nach dem Herstellungsprozess verursacht.
Die Herstellung von Rum verläuft folgendermaßen:
- Die Zuckerrohr-Melasse oder der -Saft werden durch Zugabe von Hefe zum Gären gebracht. Man spricht bei diesem Vorgang von Fermentation.
- Der Zucker wandelt sich nach 24 bis 72 Stunden in Alkohol um.
- Die Masse wird anschließend in einem Kupferkessel destilliert. Nach dem Brennvorgang kann die Flüssigkeit einen Alkoholgehalt von bis zu 95 Volumenprozent aufweisen.
Der anschließende Reifeprozess ist für die Färbung des Rums ausschlaggebend.
- Da weißer Rum nur vergleichsweise kurz (in der Regel wenige Monate) in einem Stahltank gelagert wird, spricht man bei ihm auch von ungereiftem Rum. Dabei entfliehen eventuell im Destillat enthaltene Öle und die Flüssigkeit bleibt klar.
- Brauner Rum lagert hingegen mehrere Jahre in Holzfässern (oft aus Eichenholz), deren Auswahl und Aufbewahrung hinsichtlich des passenden Klimas eine komplexe Angelegenheit darstellen. Bei der Reifung gibt das Holz unterschiedliche Geschmacksnoten an den Rum ab und verleiht ihm seine goldbraune Färbung.
Die Dauer des Reifeprozesses im Holzfass sorgt für eine mehr oder weniger dunkle Färbung des Rums.
Die Dauer der Reifung von braunem Rum ist essenziell und entscheidet über dessen Qualität und Farbe. Je länger sich das Destillat im Fass befindet, desto dunkler wird die Färbung und intensiver der Geschmack. Nach dem Reifungsprozess wird der Rum mit Wasser verdünnt und anschließend in Flaschen abgefüllt.
Beachten Sie: Nicht immer ist die Farbe des Getränks für seine Bezeichnung ausschlaggebend. Weißer Rum kann mit Zuckercouleur eingefärbt und brauner Rum durch verschiedene Filtermethoden klar werden.
2. Braunen Rum genießen
Weißer Rum wird in der Regel für die Zubereitung von beliebten Cocktail-Klassikern wie Daiquiri oder Piña Colada verwendet. Der meist hochwertigere braune Rum, wie beispielsweise ein Botucal oder Ron Zacapa, wird hingegen von Kennern wie Whiskey pur oder auf Eis genossen. So können die feinen Aromen besonders gut zur Geltung kommen.
Doch es gibt auch einige Cocktail-Varianten, zu denen brauner Rum als wichtige Komponente zählt. Beispiele hierfür sind:
- Planters Punch
- Mai Tai
- Cuba Libre Agricole
- Zombie
Hochwertige Rum-Sorten sollten pur oder auf Eis genossen werden, damit ihr Aroma zur Geltung kommt.





























![Produktbild von Iron Maiden Premium Caribbean Dark Rum – 0,7 L – 40 % Vol. – The Rum of the Ancient Mariner- [Enthält Sulfite]](https://media.cdn.kaufland.de/product-images/400x400/ae1d48299ad982b940e59c2947d665ac.webp)








