
Wissenswertes über Scotch
Der schottische Whisky gehört mit seiner langjährigen Tradition zu den beliebtesten Whiskysorten. Um Scotch genannt zu werden, muss er bestimmte gesetzliche Anforderungen erfüllen.
1. Besonderheiten des Scotch
Als Scotch darf nur der schottische Whisky bezeichnet werden, der bestimmte gesetzliche Anforderungen erfüllt:
- Der Whisky muss in einer Brennerei in Schottland aus Wasser und gemälzter Gerste hergestellt werden. Anderes Getreide kann hinzugefügt werden, wie zum Beispiel beim Grain Whisky.
- Der Whisky wurde auf einen Alkoholgehalt von weniger als 94,8 Volumenprozent destilliert.
- Die Reifung von mindestens drei Jahren fand in besteuerten Lagerhäusern in Schottland in Eichenfässern mit einer Höchstkapazität von 700 Litern je Fass statt.
- Dem Whisky dürfen nur Substanzen wie Wasser und Zuckercouleur beigefügt werden.
- Der Whisky muss ein Mindestalkoholgehalt von 40 Volumenprozent aufweisen.
Der schottische Whisky wird im Gegensatz zum irischen Whiskey aus Traditionsgründen ohne „e“ geschrieben. Die Iren entschieden sich um das Jahr 1870 dafür, sich mit einer eigenen Schreibweise vom schottischen Whisky abzugrenzen.
2. Verschiedene Sorten
Es sind verschiedene Sorten von Scotch erhältlich, wie beispielsweise der Malt, Grain oder Blended Whisky. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen in der Herstellung sowie den verwendeten Zutaten.
- Malt Whisky: darf nur aus gemälzter Gerste bestehen
- Grain Whisky: besteht aus einer anderen Getreideart als gemälzter Gerste, zum Beispiel aus Mais oder Weizen
Trägt ein Whisky den Zusatz Single, so wurde dieser in einer einzigen Brennerei hergestellt. Im Gegensatz zu einem Single Malt Whisky ist ein sogenannter Blended Whisky ein Verschnitt mehrerer Whiskys.
Alle Fachbegriffe rund um das Thema Whisky haben wir in unserem ausführlichen Whiskyratgeber für Sie zusammengetragen.
3. Verschiedene Regionen
Der schottische Whisky ist besonders für seine vielfältigen Geschmackscharakteristiken bekannt. Diese werden geprägt durch die Herstellung in den unterschiedlichen Regionen Schottlands. Dabei bietet der Whisky jeder Region seinen eigenen speziellen Geschmack. Ein Whisky aus den Highlands beispielsweise ist meist kräftig bis rauchig im Geschmack, während ein Whisky aus der Region Speyside eine eher süßliche und blumige Geschmacksnote bietet. Der edle Tropfen aus den Lowlands hingegen vertritt ein vergleichsweise mildes Aroma und ein Islay Whisky wird eher als torfig und besonders kräftig beschrieben. Die Whiskys der sechs schottischen Inseln Orkney, Arran, Skye, Mull, Jura und Lewis zeichnen sich häufig durch eine leichte salzige Note aus.
Abbildung: Einige der bekanntesten Scotch: Chivas Regal, Glenfiddich, Johnnie Walker, Ballantine's und Talisker
4. FAQ
Was ist der Unterschied zwischen Scotch und Whisky?
Whisky ist im Prinzip der Obergriff für ein spezifisches, hochprozentiges Destillat. Dabei werden verschiedene Whisky-Sorten je nach Herkunft, Rohstoff und Produktionsverfahren unterschieden. Der Scotch ist ein Whisky, der aus Schottland kommt und bestimmten Anforderungen unterliegt.
Was ist der Unterschied zwischen „Whiskey“ und „Whisky“?
Schottischer Whisky wird traditionell ohne „e“ geschrieben, während der irische Whiskey mit „e“ geschrieben wird. Letztlich kann die Schreibweise einen Hinweis auf die Herkunft des Whiskys geben.
Was ist der Unterschied zwischen einem Blended und einem Single Malt Whisky?
Der Single Malt Whisky stammt aus einer einzigen Brennerei und wird aus gemälzter Gerste produziert. Der Blended Whisky ist ein Verschnitt aus vielen verschiedenen Whiskys. Er kann sowohl aus Malt Whiskys als auch aus Grain Whiskys (also aus verschiedenen Getreidearten) bestehen.








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