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Wirkung und Anwendung von Ashwagandha
1. Was ist Ashwagandha?
Ashawagandha (botanischer Name: Withania somnifera) ist eine Pflanze, die bereits seit mehr als 3.000 Jahren in der ayurvedischen Medizin genutzt wird. Sie ist auch als Schlafbeere, Indischer Ginseng oder Winterkirsche bekannt. Ashwagandha ist als Nahrungsergänzungsmittel in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich.
Der Begriff Ashwagandha stammt aus dem Sanskrit. Übersetzt bedeutet er „Geruch des Pferdes“, da die Wurzeln der Pflanze stark nach Pferd riechen.
Verbreitet ist Withania somnifera in Teilen Afrikas, Südeuropas, der Arabischen Halbinsel, auf den Kanaren sowie in Vorder- und Südasien, wo sie wild gedeiht und darüber hinaus gezielt als Arzneipflanze kultiviert wird. Der kleine Strauch bildet – ähnlich der Physalis – runde Beeren aus, die von einer Blatthülle umgeben sind. Naturheilkundlich genutzt werden in der Regel die Wurzeln und seltener die Blätter der Pflanze.
Optisch erinnern die Früchte von Withania somnifera an die Physalis. Anders als die süßen Andenbeeren sind sie jedoch hochgiftig. (Quelle: ChrWeiss – stock.adobe.com)
2. Wirkungsweise und Anwendungsgebiete
Am botanischen Namen des Ashwagandhas – Withania somnifera – lässt sich bereits ablesen, welche Wirkung der Heilpflanze unter anderem zugeschrieben wird. So bedeutet der lateinische Namensbestandteil somnifera „schlafbringend“. Da Ashwagandha entspannend wirken soll, wird es naturheilkundlich zur Behandlung nervöser Verstimmungen und Schlafstörungen eingesetzt. Dabei wird ihm eine regulierende Wirkung auf den Cortisol-Wert (Cortisol ist auch als Stresshormon bekannt) nachgesagt, wodurch es bei Angststörungen stressbedingte Symptome wie Bluthochdruck oder erhöhten Puls lindern soll.
Erholsamer Schlaf dank Ashwagandha: Das Mittel gilt als entspannend und schlaffördernd. (Quelle: Rido – stock.adobe.com)
Des Weiteren wird Ashwagandha im Ayurveda und diversen naturheilkundlich ausgerichteten Behandlungskonzepten zur Linderung einer Vielzahl unterschiedlicher Beschwerden genutzt, da es
- antioxidativ,
- immunmodulierend,
- entzündungshemmend,
- blutbildend und
- verjüngend wirken soll.
Beispiele für Anwendungsbereiche im Ayurveda sind etwa Bronchitis, Unfruchtbarkeit oder die Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens.
Schwangere sollten auf die Einnahme von Ashwagandha unbedingt verzichten. Auch für Stillende ist der Verzehr nicht zu empfehlen.
Als besonders wirkungsvoll gilt Ashwagandha bei der Behandlung eines niedrigen Eisenwertes, denn es soll den Eisenstoffwechsel stabilisieren. Darüber hinaus wird von einer positiven Wirkung auf die Blutfett- und Zuckerwerte ausgegangen, was die Einnahme bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen nahelegen kann. Auch die Gedächtnisleistung und die Fruchtbarkeit sollen von der Einnahme der Schlafbeere profitieren.
Ashwagandha wird außerdem nachgesagt, stärkend auf die Schilddrüse zu wirken, da es die Schilddrüsenhormonproduktion anregen soll. Naturheilkundlich wird es deshalb bei der Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion genutzt.
Personen, die unter Bluthochdruck, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Erkrankungen der Leber, Diabetes, psychischen Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen leiden, sollten Ashwagandha nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Beschwerden bereits mit Medikamenten behandelt werden.
Ashwagandha ist als sehr gut verträglich bekannt. In seltenen Fällen werden nach dem Verzehr unerwünschte Symptome wie Verdauungsbeschwerden beobachtet. In diesem Fall sollte die Einnahme unterbrochen und die Dosierung geprüft oder der Verzehr ganz unterlassen werden.
3. Einnahme
Ashwaganda steht dir in diversen Darreichungsformen zur Verfügung, etwa als
- Pulver,
- Kapseln,
- Tropfen,
- Tabletten und als
- Gummies.
Ashwagandha-Pulver und -Kapseln sind besonders verbreitet
Ashwagandha-Pulver ist sehr vielseitig: Du kannst es mit Wasser oder Fruchtsäften verrühren oder in Smoothies und Müsli geben. Es eignet sich zudem für die Zubereitung eines Ashwagandha-Schlaftrunks. Vermenge hierzu das Pulver mit Gewürzen wie Zimt, Kardamom, Kurkuma und Kreuzkümmel und erwärme die Mischung auf kleiner Flamme mit etwas Milch oder einer Milchalternative in einem Topf. Bei Bedarf kannst du ein Süßungsmittel deiner Wahl zugeben. Der Genuss des Trunks 30 Minuten vor dem Zubettgehen gilt als besonders wirkungsvoll.
Hinweis zur Dosierung:
In Ashwagandha sind Alkaloide sowie Withanolide enthalten. Je nach Präparat variiert der Gehalt dieser biologisch aktiven Stoffe, beachte daher stets die auf der Produktverpackung angegebenen Dosierungshinweise.
Bei der Einnahme von Ashwagandha ist der gleichzeitige Konsum von alkoholischen Getränken nicht zu empfehlen. Darüber hinaus kann Ashwagandha die Wirkung bestimmter Medikamente verstärken, weshalb du die Einnahme des Nahrungsergänzungsmittels ärztlich abklären solltest, wenn du Medikamente einnimmst.
4. FAQ
Was ist Ashwagandha?
Ashwagandha wird bereits seit mehr als 3.000 Jahren im Ayurveda als Heilpflanze genutzt. Der botanische Name der Pflanze lautet Withania somnifera, sie wird jedoch auch Schlafbeere, Indischer Ginseng oder Winterkirsche genannt. Naturheilkundlich werden in der Regel die Wurzeln und seltener die Blätter verwendet. Die Beeren sind aufgrund der enthaltenen Saponine hochgiftig.
In welchen Darreichungsformen ist Ashwagandha erhältlich?
Ashwagandha wird in vielen verschiedenen Formen vertrieben. Du hast die Wahl zwischen Pulver, Kapseln, Tabletten, Tropfen oder Gummies.
Wie wirkt Ashwagandha?
Ashwagandha werden zahlreiche gesundheitsfördernde Effekte zugeschrieben, so soll es Schlaf und Entspannung fördern, die Gedächtnisleistung und das allgemeine Wohlbefinden stärken und sich zudem positiv auf das Herz-Kreislauf-System, den Eisenstoffwechsel und die Fruchtbarkeit auswirken. Aufgrund dessen findet Ashwagandha im Ayurveda und in naturheilkundlich ausgerichteten Behandlungskonzepten breite Anwendung.






































