
Ratgeber Keramikgrills
Keramikgrills bieten vielfältige Verwendungsmöglichkeiten und versprechen beste Ergebnisse, egal ob beim Grillen, Garen oder sogar Backen. Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles über die Grillwunder.
1. Eigenschaften von Keramikgrills
Einige Keramikgrills sind mit einem fahrbaren Gestell und seitlichen Ablageflächen ausgestattet.
Keramikgrills ähneln äußerlich den bekannten Kugelgrills und besitzen einen Kessel sowie einen daran befestigten Deckel. Allerdings sind die Modelle eiförmig, wodurch sie ihr eigenes, charakteristisches Aussehen erlangen. Im Gegensatz zu anderen Grillarten bestehen die Wände nicht aus Metall, sondern aus Keramik. Die Wandstärke beträgt in der Regel zwei bis drei Zentimeter.
In den Kessel füllen Sie zunächst die Kohle hinein und platzieren darüber den Grillrost. Der Deckel dient anschließend dem Verschließen des Kessels. Auf diese Weise können Sie den Keramikgrill zum Beispiel auch zum indirekten Grillen, Schmoren und Backen nutzen. An der Außenseite des Deckels befindet sich meist ein Thermometer, dass Ihnen Auskunft über die aktuelle Temperatur im Inneren gibt. Zudem ist ein Abluftventil vorhanden, mit dem Sie Luftzufuhr und Temperatur regeln können.
Sie können bei Keramikgrills aus verschiedenen Größen wählen. Da Keramik grundsätzlich ein schweres Material ist, sollten Sie bei großen Modellen darauf achten, dass Rollen vorhanden sind. So können Sie den Grill leichter transportieren.
Bekannte Marken beziehungsweise Hersteller von Keramikgrills sind unter anderem:
- Monolith
- Primo
- Big Green Egg
- Broil King
- Kamado
2. Vorteile von Keramik
Zu den größten Vorteilen eines Keramikgrills zählt die hervorragende Wärmespeicherung beziehungsweise die hohe Isolationsleistung: Hat der Grill einmal die gewünschte Temperatur erreicht, halten die dicken Wände aus Keramik sie deutlich länger als es bei Metall der Fall wäre. Hieraus ergeben sich wiederum weitere Vorzüge des Keramikgrills:
Problemlos bei kalten Umgebungstemperaturen nutzbar, zum Beispiel im Winter
Genaue Regelung der Temperatur möglich
Ideal geeignet, um Speisen lange zu garen, zu schmoren oder zu backen
Material unempfindlich gegen Rost, daher witterungsbeständig
Ein Nachteil von Keramikgrills liegt lediglich in der längeren Aufheizphase. Ein vergleichbarer Kugelgrill aus Metall ist schneller einsatzbereit.
3. Tipps zur Benutzung
Mit einem Keramikgrill können Sie auch Pizza, Brot und Flammkuchen backen.
Zur Befeuerung eines Keramikgrills sollten Sie Holzkohle verwenden. Im Vergleich zu anderen Grills ist der Verbrauch deutlich sparsamer, was in erster Linie der effizienten Wärmespeicherung von Keramik zu verdanken ist.
Des Weiteren können Sie mit einem solchen Modell unter anderem …
... bei geöffnetem Deckel direkt grillen.
... bei geschlossenem Deckel indirekt grillen, garen und schmoren.
... Brot, Pizza und Flammkuchen backen, wenn Sie einen entsprechenden (Pizza-)Stein besitzen.
Mit einem Deflektorstein können Sie die Grillfläche in verschiedene Temperaturzonen einteilen und beispielsweise einzelnes Grillgut vor der direkten Hitze der Kohlen abschirmen.
Tipp: Einige Keramikgrills können auch als Smoker fungieren: Sie besitzen eine kleine Öffnung im Kessel, durch die Sie Holzpellets einfüllen können, ohne den Deckel des Grills zu öffnen. So bleibt der aromatisierende Rauch im Inneren und der Smoking-Prozess wird nicht unterbrochen.
4. FAQ
Wie kann ich einen Keramikgrill auch als Smoker verwenden?
Wenn der Grill die Möglichkeit bietet, Holzpellets in den Kessel zu füllen, ohne den Deckel öffnen zu müssen, können Sie ihn auch als Smoker verwenden. Wenn Ihnen diese Funktionalität besonders wichtig ist, achten Sie beim Kauf auf die entsprechenden Angaben des Herstellers.
Welche Unterschiede gibt es zwischen Keramik- und Grills aus Metall?
Keramikgrills speichern Wärme besonders gut, weshalb sie nicht nur zum Braten von Grillgut, sondern auch ideal zum intensiven Garen, Schmoren, Räuchern und Backen geeignet sind. Auch Pulled Pork können Sie mit einem Keramikgrill zubereiten. Darüber hinaus benötigen diese Grills weniger Kohle als andere Modelle. Allerdings dauert das Anheizen länger als bei Varianten aus Metall: Letztere sind normalerweise schneller einsatzbereit.
Womit sollte ich einen Keramikgrill befeuern?
Am besten befeuern Sie Ihren Keramikgrill mit herkömmlicher Holzkohle. Aufgrund der besonderen Wärmeisolierung der Wände ist nicht nur der Bedarf an Kohle niedriger als bei anderen Grills, die Hitze hält generell auch länger vor.











































