
Säulengrills: für schnelles und komfortables Grillen
1. Das zeichnet Säulengrills aus
Aus einem Standfuß, einer breiten Säule und einer großzügigen Grillfläche bestehend, bildet der Säulengrill eine besonders praktische Möglichkeit, mit Holzkohle zu grillen. Die hohe Säule hat dabei gegenüber anderen Grillarten drei entscheidende Vorteile:
- Das Arbeiten ist in einer sehr komfortablen Höhe möglich, ohne sich bücken und den Rücken belasten zu müssen.
- Da der Säulengrill zu der Gruppe der Standgrills gehört, kann er überall aufgestellt werden – anders als beispielsweise beim Elektrogrill wird kein Tisch benötigt.
- Mit den Lüftungsschlitzen im unteren Teil der Säule lässt sich die Holzkohle besonders schnell anfeuern (mehr dazu weiter unten).
Vor dem Anzünden der Grillkohle solltest du unbedingt sicherstellen, dass der Säulengrill fest auf dem Boden steht. Durch den breiten Standfuß ist das bei den meisten Modellen der Fall – dennoch kann ein Umkippen des Geräts nie ganz ausgeschlossen werden. Besondere Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn Kinder in der Nähe sind.
Platziere den Grill nach Möglichkeit auf einem feuerfesten Untergrund (z.B. Stein). Falls er umkippen und glühende Kohle oder Asche auf den Boden gelangen sollte, wird auf diese Weise das Brandrisiko reduziert.
Die Vor- und Nachteile von Säulengrills auf einen Blick:
Vorteile
- komfortable Arbeitshöhe
- flexible Aufstellung
- schnelles Anheizen der Grillkohle
- einfache Reinigung
- leichtes Anzünden des Brennstoffs
- genaue Temperaturregelung
- hohe Energieeffizienz durch geringen Kohleverbrauch
Nachteile
- Umkippen kann nie ganz ausgeschlossen werden
- indirektes Grillen nur mit Zubehör möglich
2. Tipps zur Bedienung
Der einfache Aufbau eines Säulengrills sowie praktische Extras sorgen für ein leichtes und komfortables Handling:
Anzünden und Reinigung
Durch die bequeme Höhe gestalten sich das Anzünden des Brennstoffs sowie die Reinigung des Grills besonders komfortabel. Der Ascheauffangbehälter kann nach dem Auskühlen problemlos geleert werden und der Korpus lässt sich bei Bedarf mit einem Tuch säubern.
Höhenverstellbarkeit
Bei manchen Modellen lässt sich die Höhe des Grills verstellen, sodass du diese genau nach deinen Wünschen anpassen kannst.
Transportrollen
Wer keinen festen Grillplatz hat und den Säulengrill häufiger bewegt, sollte auf entsprechende Rollen am Standfuß achten, durch die der Grill bequem transportiert werden kann. Darüber hinaus erleichtern Griffe das Bewegen des Geräts.
Windschutz
Falls der Säulengrill vorwiegend an windigen Orten eingesetzt wird, solltest du ein Modell wählen, das mit einem Windschutz ausgestattet ist – dieser verhindert Temperaturschwankungen und umherfliegende Asche.
Ein entscheidender Vorteil eines Holzkohle-Säulengrills gegenüber anderen Holzkohlegrills besteht in der ausgeklügelten Luftzufuhr. Diese funktioniert ähnlich wie bei einem Kamin:
Durch Luftschlitze im unteren Bereich der Säule wird Luft angesaugt, die im Grill zirkuliert. Dieses Konzept ermöglicht ein besonders schnelles Anheizen der Grillkohle: Bei guten Modellen wird die benötigte Hitze zum Grillen fast so schnell wie bei einem Elektrogrill erreicht. Die Luftzufuhr kann durch Schließen und Öffnen der Luftschlitze stufenlos reguliert werden, wodurch es möglich ist, die Grilltemperatur sehr genau zu bestimmen. Durch das Kaminzugprinzip wird zudem nur wenig Grillkohle verbraucht, da die Glut länger erhalten bleibt.
3. Indirektes Grillen mit einem Säulengrill
Da die Hitze bei Säulengrills normalerweise ausschließlich von unten kommt und das Grillgut direkt über der Holzkohle zubereitet wird, sind Säulengrills etwas unflexibler einsetzbar als beispielsweise Smoker. Viele Hersteller bieten jedoch praktisches Zubehör an, mit denen die Funktionen des Säulengrills erweitert werden können.
Ein passender Deckel beispielsweise ermöglicht auch mit einem Säulengrill das sogenannte „indirekte Grillen“. Dabei bleibt der Deckel während des Grillvorgangs geschlossen. Als Folge kann die von unten kommende Hitze nicht mehr so schnell entweichen und das Grillgut wird wie in einem Umluftofen gegart. Dieser Vorgang dauert länger als das direkte Grillen, dafür bleibt das Fleisch jedoch saftig.



































