
Retro Tapeten
Retro Tapeten verleihen Räumen nostalgisches Flair, erinnern an vergangene Epochen und wirken dennoch modern durch zeitgenössische Designelemente. Der folgende Ratgeber stellt verschiedene Varianten und Anbringungstipps vor.
1. Retro Tapeten: Welche Muster gibt es?
Retro Tapeten sind die ideale Wahl für einen Partykeller, ein Musiker-Zimmer oder aber einen Raum, in dem sich nostalgische Einrichtungsgegenstände (zum Beispiel ein Plattenspieler) befinden.
Die folgenden Muster sind nur einige der zahlreichen Designs von Retro Tapeten:
- Variierende Anordnung von Kreisen
- 60er/70er-Jahre-Stil: grelle Farben, geradlinige Formen, florale Muster
- Rautenmuster
- Bögen
- Fischgrätenmuster
- Streifen
- Barock Tapeten
Mit Retro Tapeten kannst du dir das Flair der 60er/70er-Jahre nach Hause holen.
2. Zu welcher Einrichtung passen Retro Tapeten?
Da diese Art von Tapete in ihrer Wirkung sehr speziell ist, sollte sie nicht mit jedem Einrichtungsstil kombiniert werden. Am besten ist es deshalb, auch bei den Möbeln und Dekorationsobjekten auf den Retro-Stil zu setzen.
Im Folgenden liefern wir dir einige Inspirationen zur Gestaltung deines Retro-Zimmers:
- Wähle eine Kombination aus klassischen, alten Designs mit zeitgenössischen Elementen. Dadurch bringst du Lebendigkeit in die andernfalls recht altmodisch wirkende Gestaltung.
- Die Möbelstücke sollten lebendige, experimentelle Formen aufweisen. So stellen beispielsweise Ledersessel mit geschwungenen Armlehnen eine optimale Ergänzung zu Retro Tapeten dar.
- Während die großen Einrichtungsgegenstände überwiegend in dezentem Weiß, Beige oder Schwarz gehalten sind, kannst du mit Dekorationselementen für Farbakzente sorgen. Kissenbezüge in auffälligen Farben und mit originellen geometrischen Formen sind nur eine Variante der zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten.
- Dunkles Teakholz bringt Retro Möbel und Tapeten noch besser zur Geltung.
3. Der Einsatz und die Anbringung von Retro Tapeten
Retro Tapeten an den Wänden müssen nicht unbedingt ein unruhiges Gesamtbild kreieren: Vielmehr kommt es vor allem darauf an, wie du die Mustertapete einsetzt. So solltest du solche Tapeten nicht auf allen Wandflächen im Raum anbringen: Wähle stattdessen eine Wand aus, die du gekonnt in Szene setzen möchtest. Des Weiteren machen sich Retro Tapeten besonders gut in großen Räumen – kleine Zimmer wirken bei Tapeten mit opulenten Mustern und auffälligen Farben hingegen oftmals noch enger.
4. Tapezieren – So gehst du vor:
- Tapete
- Tapeziertisch
- Tapeziermesser
- Lot
- Tapezierbürste
- Bandmaß
- Kleistereimer
- Tapetenkleister
- Nahtroller
- Tapezierschiene
- Bleistift
- Schere
- Alte Zeitungen als Unterlage
Mini-Tutorial:
- Berechne vorab, wie viele Tapetenrollen du für die von dir gewünschte Fläche benötigst. Ziehe dabei folgende Formel heran: Raumumfang x Raumhöhe : 5 = Anzahl an Tapetenrollen
- Schneide die Tapetenbahnen mit einem Tapetenmesser zurecht (wichtig: zur benötigten Länge oben 6 cm für die Decke, unten 4 cm für die Bodenleiste hinzuaddieren!).
- Mische anschließend den Kleister an und bestreiche damit die Tapetenteile. Trage den Kleister großzügig und stets von der Mitte ausgehend in beide Richtungen auf.
- Lasse die Tapete für einige Zeit einweichen.
- Zeichne mithilfe eines Lots einen geraden Strich an die Wand.
- Orientiere dich an der markierten Linie und fixiere zunächst einmal das obere Ende. Im Anschluss kannst du die Tapete ausrichten und sie daraufhin mit einer Tapezierbürste von der Mitte ausgehend in alle Richtungen feststreichen.
- Entferne mit einer Schere oder einem Cuttermesser die überstehenden Enden.
- Lasse die Tapete bei etwa 20 Grad Raumtemperatur trocknen. Hilf dabei nicht mit einem Fön o.Ä. nach.
* Das gilt nicht für Vliestapeten. Diese werden direkt von der Rolle, also ohne zurechtgeschnitten zu werden, an der Wand angebracht. Die Tapetenteile werden mit einem speziellen Vliestapeten-Kleber angebracht und müssen nicht einweichen.
Damit das Muster nahtlos ineinander übergeht, musst du beim Schneiden der Tapete den sogenannten „Rapport“ berücksichtigen. Unter diesem ist die Höhe des wiederkehrenden Motivs zu verstehen (der Wert in Zentimeter ist auf der Verpackung angegeben). Die einzelnen Abschnitte passen nur dann exakt aufeinander, wenn du diese genau entlang des Rapports auseinandergeschnitten hast. Zu der von dir ermittelten Anzahl an Tapetenrollen addierst du neben dem Verschnitt am besten noch einen zusätzlichen Rapport, also die Höhe eines abgeschlossenen Musters. Dadurch stellst du sicher, dass du genügend Material zum Tapezieren hast.








































