
Einbaukühlschränke-Ratgeber
Ein Kühlschrank hält nicht nur Ihre Lebensmittel frisch, sondern kann je nach Ausführung auch das Design Ihrer Küche stimmig unterstreichen. Insbesondere Einbaukühlschränke fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein, da die Fronten entweder aus demselben Material wie die Küchenzeile bestehen oder optisch daran angepasst sind. Auf was Sie beim Ein- und Ausbau achten müssen und welche Kaufaspekte von Bedeutung sind, zeigen wir Ihnen im folgenden Ratgeber. Darüber hinaus stellen wir Ihnen ausgewählte Modelle vor, um Ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern.
1. Kaufaspekte
Neben der Tatsache, dass Einbaukühlschränke für ein einheitliches Gesamtbild in Ihrer Küche sorgen, erfüllen die Geräte auch rein praktische Zwecke: Da sie für gewöhnlich rundum von der Küchenzeile und einer dazu passenden Front umgeben sind, können sich keine Verschmutzungen oder Staub ansammeln. Außerdem gelten Sie aufgrund des nahtlosen Übergangs zur Küchenzeile als besonders platzsparend. Um die zahlreichen Vorzüge eines Einbaukühlschranks nutzen zu können, sollten Sie auf einige Aspekte achten:
Die Größe des Einbaukühlschranks: Zunächst einmal sollten Sie überlegen, welche Größe Ihr Kühlschrank aufweisen sollte. Meist richtet sich diese nach der Anzahl an Personen, die in einem Haushalt versorgt werden müssen: Pro Kopf können etwa 60 Liter Rauminhalt einkalkuliert werden. Besser ist es außerdem, zu Standardgrößen anstatt zu Maßanfertigungen zu greifen, da nur diese problemlos in die Küchenzeile integriert werden können.
Für gewöhnlich können Sie zwischen vier verschiedenen Größen wählen: Diese unterscheiden sich allerdings im Regelfall nur in ihrer Höhe. Was die anderen Maße betrifft, weisen die meisten Einbaukühlschränke eine Breite und Tiefe von jeweils 55 Zentimetern auf, sodass sie sich problemlos in Standard-Fronten mit 60 Zentimeter Breite integrieren lassen. Welche Auswahlmöglichkeiten Sie in puncto Höhe haben, zeigen wir Ihnen im Folgenden:
| Höhe (Standardmaße) | Eigenschaften |
|---|---|
| 82-87 cm | In der Regel schlichter Einbaukühlschrank ohne Gefrierfach |
| 122-123 cm | Etwa 200 Liter Volumen, integriertes Gefrierfach möglich |
| 144-145 cm oder etwa 177 cm | Für gewöhnlich Kühlkombinationen*: Gefrierfach besitzt zum Teil eine eigene Tür |
*Da Kühl- und Gefrierkombinationen nur zusammenhängend funktionieren, ist der Austausch eines einzelnen Geräts nicht möglich.
Energieeffizienz: Seit 2011 besteht bei Kühl- und Gefriergeräten die Pflicht, sie mit einem EU-Energielabel auszuzeichnen. Hierbei erfolgen die Abstufungen in A+++, A++, A+, A, B, C und D, wobei seit Juli 2012 alle neuen Geräte im Handel mindestens die Energieeffizienzklasse A+ aufweisen müssen. Geräte, die mit A+++ gekennzeichnet sind, verbrauchen lediglich die Hälfte an Strom im Vergleich zu Kühlschränken mit der Energieeffizienzklasse A+.
Achten Sie darauf, dass das Volumen und die Anzahl der Fächer im Kühlschrank Ihrem Bedarf entsprechen.
Anzahl der Fächer: Stimmen Sie diese Entscheidung stets auf Ihr Einkaufsverhalten und Ihr Organisationssystem in Ihrem Kühlschrank ab. So würden sich beispielsweise Fächer für Gemüse, Obst, Eier oder auch Türeinsätze für Flaschen anbieten.
Automatische Abtaufunktion: Diese Funktion gewährleistet, dass sich im Kühlschrank kein Eis bilden kann. Ohne Abtauautomatik tritt gegenteiliger Effekt ein und der Einbaukühlschrank verbraucht mehr Energie.
Gefrierfach: Wenn Sie Gefrierfach und Kühlschrank in einem Gerät haben möchten, sollten Sie Kühlkombinationen wählen. Dabei müssen Sie sich festlegen, ob das Gefrierfach unter oder über dem Kühlschrank positioniert sein soll. Beide Geräte zusammen sollten insgesamt genauso hoch sein wie der Rest der Küchenmöbel. Selbstverständlich können Sie beide Geräte auch separat erwerben.
Geräuschemission: Wenn Ihr Kühlschrank sehr laut sein sollte, kommen unterschiedliche Ursachen in Betracht. Oftmals ist eine erhöhte Lautstärke mit dem Alter des Geräts verbunden. Doch auch die Platzierung des Kühlschranks kann ausschlaggebend dafür sein: Wichtig ist, dass das Gerät senkrecht steht. Dies können Sie im Handumdrehen mit einer Wasserwaage überprüfen. Auch eine starke Vereisung kann der Grund für eine hohe Lautstärke sein. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, den Kühlschrank regelmäßig abzutauen. Sofern alle Maßnahmen keine Erfolge versprechen, sollten Sie die Dichtungsgummis auf Porosität oder Beschädigung prüfen. Wenn die Kühlschranktür nicht richtig geschlossen ist, können Betriebsgeräusche leichter nach außen dringen.
Meist stellt sich bei der Küchengestaltung schnell die Frage, ob ein Stand- oder Einbaukühlschrank die richtige Wahl ist. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir im Folgenden die Vor- und Nachteile der beiden Varianten zusammengestellt:
Einbaukühlschränke
Vorteile
- Einheitliches Design in der Küche
- Leichte Reinigung, da sich kaum Verschmutzungen am Gerät ansammeln
- Platzsparende Variante (vor allem für kleine Küchen empfehlenswert)
Nachteile
- Erfordert den Einbau des Geräts
- Kann im Falle eines Umzugs nur schwer in eine neue Küche integriert werden
Standkühlschränke
Vorteile
- Passen sich mittlerweile gut an alle Küchendesigns an (zahlreiche Varianten)
- Flexible Positionierung des Kühlschranks
- Verhältnismäßig günstig in der Anschaffung
Nachteile
- Da Standgeräte zu allen Seiten hin etwa zehn Zentimeter Abstand haben müssen, können sich dort leichter Verschmutzungen ansammeln
- Das Küchendesign wird durch den Kühlschrank nicht aufgegriffen
2. Die Montage von Einbaukühlschränken
Während der Ausbau von Einbaukühlschränken für gewöhnlich auch von Laien vorgenommen werden kann, gestaltet sich der Einbau um einiges schwieriger. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die Arbeitsprozesse, die hierbei auf Sie zukommen.
Weitere Ratgeber
2.1 Der Einbau
Der Einbau eines Einbaukühlschranks erfordert handwerkliches Geschick: Das Gerät muss so in die Küchenzeile integriert werden, dass es hinter der Blende verschwindet und eine optimale Luftzirkulation um das Gerät gewährleistet ist. Wie schwierig sich der Einbauprozess gestaltet, hängt dabei auch maßgeblich vom entsprechenden Modell ab. Sofern Sie bezüglich des Einbaus Bedenken haben, sollten Sie einen Profi-Handwerker beauftragen.
Wer sich dennoch selbst daran versuchen möchte, findet im Folgenden einen Überblick über die unterschiedlichen Montagearten. Dabei wird zwischen unterbaufähigen, integrierbaren oder vollintegrierbaren Einbaukühlschränken unterschieden. Da jedes Modell Besonderheiten beim Einbau aufweist, beschränken sich die Kommentare auf allgemeine Hinweise. Für den genauen Aufbau Ihres Geräts ist die entsprechende Montageanleitung hinzuzuziehen.
Unterbaufähige Einbaukühlschränke
Unterbaufähige Kühlschränke werden einfach an der gewünschten Stelle unter der Küchenzeile platziert, es handelt sich bei diesen Modellen um die einfachste Art der Montage. Für gewöhnlich werden keine Fronttüren verwendet, die Vorderseite des Kühlschranks ist demnach sichtbar. Da die Türen mittlerweile in vielen verschiedenen Designs existieren, fügen sie sich optisch problemlos in das Küchendesign ein.
Integrierbare Einbaukühlschränke
Diese Modelle werden an die gewünschte Stelle in die Küchenzeile gesetzt. Damit der Kühlschrank im Endergebnis vollständig bedeckt ist, sollte eine Möbelfronttüre bereits vorhanden sein. Diese kann entweder über die Festtür- oder Schlepptürmontage angebracht werden. Bei der Festtürmontage werden die Möbel- und Gerätetür fest miteinander verbunden. Das Gewicht der Möbeltüre wird dabei von der Kühlschranktüre getragen.
Bei Modellen mit sogenannten Schlepptüren werden Scharniere benötigt.
Bei der Schlepptürmontage erfolgt eine Befestigung der Möbeltüre mittels Scharnieren am Schrank. Ihr Gewicht wird dabei durch die Scharniere des Möbelstücks gehalten. Die Kühlschranktür wird hingegen durch die eigenen Scharniere getragen.
Vollintegrierbare Einbaukühlschränke
Bei dieser Form wird nicht nur die Möbel- auf die Gerätetüre montiert: Auch die Bedienelemente müssen in die Außentüre eingelassen werden. Hierzu zählen beispielsweise Displays oder Eiswürfelspender. Aufgrund des hohen Schwierigkeitslevels sollten Sie bei diesen Varianten unbedingt einen Fachmann hinzuziehen.
2.2 Der Ausbau
Ehe Sie den Kühlschrank ausbauen, müssen Sie alle Lebensmittel und Getränke aus dem Kühlschrank räumen. Auch die Bestandteile, die nicht fest in den Kühlschrank integriert sind (beispielsweise Einlegeböden oder Gemüsefächer), sollten entnommen werden. Im Anschluss können Sie Ihren Kühlschrank vom Stromnetz nehmen und für einige Stunden abtauen lassen.
Um das Gerät ohne Beschädigungen aus der Küchenzeile zu entnehmen, sollten Sie die folgenden Schritte einhalten:
- Der Kühlschrank ist für gewöhnlich an allen Seiten mittels Schrauben mit dem Schrank verbunden. Entfernen Sie zunächst mögliche Abdeckungen und drehen Sie im Anschluss die einzelnen Schrauben heraus.
- Wenn sich das Gerät auf diesem Wege noch nicht entnehmen lässt, müssen wahrscheinlich Scharniere entfernt werden.
- Im Anschluss kann der Kühlschrank herausgenommen werden. Dabei sollten Sie darauf achten, ihn nicht zu kippen.
Gehen Sie beim kompletten Vorgang vorsichtig vor. Oft ist auf den ersten Blick nicht sichtbar, wie das Gerät verbaut ist.
3. FAQ
Kann man Einbaukühlschränke freistehend nutzen?
Von technischer Seite aus ist dies problemlos möglich. Da diese Kühlschrank-Modelle jedoch keine Füße besitzen, sollten Sie besonders großen Wert auf eine senkrechte Position legen. Außerdem kann es nötig sein, das Gerät etwas höher anzubringen, weil die Kühlschranktür meist mit dem Boden des Geräts abschließt.
Was versteht man unter der Null-Grad-Zone bei Einbaukühlschränken?
Diese Funktion, die auch unter dem Namen „Biofresh“ bekannt ist, gewährleistet eine längere Lebensdauer Ihrer Lebensmittel, sodass Vitamine und Mineralstoffe über einen möglichst langen Zeitraum hinweg erhalten bleiben. Wie der Name bereits vermuten lässt, wird die Temperatur von etwa null Grad in den entsprechenden Fächern gehalten. Da für eine lange Haltbarkeit jedoch nicht nur die Temperatur, sondern auch die Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle spielt, kann diese bei vielen Geräten individuell eingestellt werden. Sie muss jedoch auf die Lebensmittel angepasst werden, die Sie lagern möchten:
Null-Grad-Zone mit etwa 3 Grad Celsius und 95% Luftfeuchtigkeit (feucht) Null-Grad-Zone mit etwa 0 Grad Celsius und 50% Luftfeuchtigkeit (trocken) Äpfel Milch Salat Käse (Blumen)Kohl Wurstwaren, Fleisch und Fisch Kann ich meinen Einbaukühlschrank liegend transportieren?
Sie können Ihren Einbaukühlschrank liegend transportieren, sofern Sie einige Aspekte beachten: Wichtig ist, dass Sie Ihren Kühlschrank niemals auf dem Rücken transportieren. Besser ist es, das Gerät seitlich zu lagern, um die Kühlleitung und das Gitter nicht zu beschädigen. Wenn Sie den Einbaukühlschrank liegend transportiert haben, sollten Sie ihn an Ihrem Zielort nicht sofort wieder anschließen. Durch die liegende Position des Geräts während des Transports gelangt Schmiermittel in den Kühlkreislauf. Da dieses zurück in den Kompressor laufen muss, müssen Sie das Gerät mindestens zwölf Stunden stehen lassen, ehe Sie es wieder anschließen.



















































