Smart Home Kameras

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Ring 10406514, Schwarz, Silber, Kabellos, 2,4 GHz, 802.11b, 802.11g, Wi-Fi 4 (802.11n), 1440 x 1440 Pixel, 150°
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Smart Home-Kamera - für ein sicheres Zuhause [Quelle Headerbild: iStock.com/metamorworks]

Smart Home-Kamera - für ein sicheres Zuhause

Rundum sorglos im eigenen Zuhause: Mit einer Smart Home-Kamera sind Sie auf der sicheren Seite und behalten immer alles im Blick. Doch wie finden Sie die beste Überwachungskamera und über welche Features sollten solche Geräte verfügen?

1. Smart Home-Kameras: Für mehr Sicherheit im eigenen Zuhause

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, ist mit smarter Videoüberwachung gut beraten: Ob Sie vom Büro aus zu Hause nach dem Rechten sehen möchten oder während Ihres Urlaubs die Gewissheit haben wollen, dass alles in Ordnung ist – eine Smart Home-Kamera macht es möglich.

Sie wird an Ihr heimisches Netzwerk angeschlossen und überträgt die Aufnahmen an Ihr Smartphone, Tablet oder an Ihren PC. Solche Netzwerkkameras werden auch unter dem Begriff IP-Kameras (IP = Internet Protocol) angeboten; ihre Ausstattung und die jeweiligen Anschlussmöglichkeiten an das eigene Smart Home variieren je nach Gerät und Hersteller. Die Einrichtung und Bedienung der Kamera erfolgt in der Regel via App.

Wichtige Unterscheidungsmerkmale von Smart Home-Kameras

  • Ort der Anbringung: Überwachungskameras sind sowohl für Innenräume als auch für den Outdoor-Einsatz erhältlich, beispielsweise um die Einfahrt auf das Grundstück oder den Bereich vor der Haustür zu sichern. Sie lassen sich entweder mittels Standfuß auf einer ebenen Fläche (etwa im Regal oder auf dem Schrank) aufstellen oder an eine Wand montieren.
  • Art der Übertragung: Die Videokamera speist die Daten über LAN, WLAN oder Mobilfunk in das Netzwerk ein.
  • Ort der Datenspeicherung: Die Aufzeichnungen der Smart Home-Kamera können auf einer Festplatte, einem USB-Stick, einer SD-Karte, im Netzwerkspeicher (NAS = Network Attached Storage) oder auf einem Cloud-Server abgelegt werden – je nachdem, welche Möglichkeit(en) der Hersteller anbietet.
  • Besondere Ausstattungsmerkmale: Oft stehen weitere Features wie Mikrofon, Lautsprecher, Beleuchtung oder Alarmsignale zur Verfügung. Welche davon Ihre Smart Home-Kamera aufweisen sollte, hängt davon ab, wo und wie sie eingesetzt werden wird.

1.1 Vorteile der Videoüberwachung

Smart Home-Kameras sorgen für mehr Sicherheit – egal, ob Sie gerade unterwegs sind oder sich zu Hause befinden.

Smart Home-Kameras erhöhen die Sicherheit in Ihrem Zuhause und versprechen zahlreiche Vorteile.

Mit einer ans Smart Home angeschlossenen Überwachungskamera können Sie ...

... prüfen, wer vor Ihrer Haustür steht.

... nach Ihrem Haustier sehen, während Sie im Büro sind.

... jederzeit Ihr Kind im Auge behalten, wenn sie die IP-Kamera als Babyphone nutzen.

... während der jobbedingten Reise oder im Urlaub prüfen, ob in Ihrem Zuhause alles in Ordnung ist.

... Einbrecher abschrecken: Eine sichtbare Überwachungskamera kann das Risiko für einen Einbruch verringern.

... die Wahrscheinlichkeit für Graffitis an den eigenen Außenwänden verringern.

Fazit: Sowohl Innen- als auch Außenkameras tragen zu Ihrem Komfort, einem guten Gefühl und der Sicherheit Ihres Hab und Guts bei.

Das hört sich gut an? Hier alle Kameras fürs Smart Home ansehen

Sofern Sie noch unsicher sind, ob die Technologie das Richtige für Sie ist, sollten Sie unbedingt weiterlesen – denn in den nächsten Kapiteln erfahren Sie, wie die Geräte funktionieren und welche Fragen es vor dem Kauf einer Smart Home-Kamera zu klären gilt.

1.2 Wie funktioniert eine smarte Überwachungskamera?

Um eine IP-Kamera in Ihr Smart Home zu integrieren, benötigen Sie lediglich die gewünschte Kamera und Zugriff auf ein Netzwerk. Die Verbindung der Komponenten wird via LAN, WLAN oder Mobilfunkstandards wie LTE hergestellt. Die Stromversorgung der Smart Home-Kamera erfolgt über ein entsprechendes Kabel, mittels PoE-Technologie oder kabellos via Akku oder Batterien.

Sie haben drei Möglichkeiten, um eine Kamera in Ihr Smart Home einzubinden:

  • Kabelgebundene Videokameras sind vor allem für Neubauten beliebt, denn dort können die Kabel entsprechend verlegt werden. Aktuelle Geräte lassen sich über das LAN-Kabel (Local Area Network) via PoE-Technologie (Power over Ethernet) sogar mit Strom versorgen, sodass Sie auf ein zusätzliches Stromkabel und Netzgerät verzichten können. Smart Home-Kameras mit einer LAN-Verbindung liefern hohe und stabile Datenraten und damit auch im hochauflösenden Format die flüssigsten Aufnahmen. Zudem gelten sie im Hinblick auf einen möglichen unbefugten Zugriff auf die Kameras als die sicherste Variante. Daher kann es sich unter Umständen selbst in bezugsfertigen Wohnungen und Häusern lohnen, nachträglich entsprechende Kabel zu installieren, um eine IP-Kamera via LAN an das Netzwerk anzuschließen.
  • Sofern Sie ein bereits bestehendes Gebäude mit entsprechenden Geräten versehen wollen, empfiehlt sich meist eine kabellose Übertragung über WLAN (Wireless Local Area Network), denn auf diese Weise müssen keine störenden Kabel verlegt werden. Allerdings fällt die Datenrate geringer aus als bei einer LAN-Verbindung der Überwachungskamera, weshalb die Übertragung möglicherweise nicht genauso flüssig läuft.
  • Für abgelegene Orte ohne WLAN und Stromanschluss empfiehlt sich der Kauf einer Smart Home-Kamera wie der Reolink Go, die mit einer SIM-Karte ausgestattet ist und somit über Mobilfunkstandards wie LTE (Long Term Evolution) Zugang zum Netzwerk erhält. Bei der Datenrate kann es jedoch zu Einbußen kommen, weshalb mit einer verminderten Qualität der Aufzeichnungen zu rechnen ist. Außerdem spielt die Akkuleistung eine wichtige Rolle, damit es keine Ausfälle gibt. Manche Geräte verwenden konventionelle Batterien für die Stromversorgung.

Dauerhafte Übertragung oder temporäre Aktivierung?

Sobald Sie Ihre Kamera über die App des Herstellers oder gegebenenfalls über eine freie Software eingerichtet haben, können Sie die Liveübertragung starten und jederzeit auf dem Handy oder Tablet/Laptop ansehen. Alternativ hierzu ist es möglich, Push-Benachrichtigungen auf das Mobilgerät zu erhalten, wenn die Smart Home-Kamera eine Bewegung, ein Geräusch oder eine unbekannte Person ausgemacht und die Aufnahme deswegen gestartet hat.

Welche Art der Übertragung erfolgt, hängt vom jeweiligen Gerät und den gewählten Einstellungen ab.

Speicherung der Aufzeichnungen und besondere Features

Die meisten Smart Home-Kameras übertragen die Aufnahmen nicht nur live auf ein gewähltes Gerät, sondern speichern diese auch – entweder lokal auf einer Festplatte, einer SD-Karte beziehungsweise einem USB-Stick mit ausreichender Kapazität oder in einer Cloud. Sofern Sie über einen eigenen Netzwerkspeicher (NAS) verfügen und der Hersteller der Überwachungskamera eine entsprechende Option zulässt, können Sie die Videos auf dem NAS-System ablegen. Cloud-Speicher bieten jedoch einen entscheidenden Vorteil: Einbrecher können die Aufzeichnungen der Kamera nicht entwenden, weshalb die Aufnahmen möglicherweise zur Aufklärung und Beweisführung beitragen.

Manche Überwachungskameras bieten zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie Lautsprecher und Mikrofon an, sodass Sie mit der Person, die von der Kameralinse erfasst wird, kommunizieren können (= Zwei-Wege-Audio). Besonders hilfreich ist das für Außenkameras, die an der Haustür angebracht werden – ob gerade ein ungebetener Gast oder der Paketbote geklingelt hat, verrät Ihnen so jederzeit ein Blick aufs Smartphone.

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2. Checkliste für den Kauf einer Smart Home-Kamera

Worauf gilt es bei der Anschaffung einer Überwachungskamera zu achten? In unserer Checkliste verraten wir Ihnen die wichtigsten Kriterien. Sofern Sie bei der Beantwortung mancher dieser Fragen Schwierigkeiten haben, finden Sie unter der Grafik zahlreiche Empfehlungen und Tipps, die Ihnen die Entscheidungsfindung erleichtern.

Vor dem Kauf einer Smart Home-Kamera sollten Sie diese Fragen für sich beantworten.

Benötigen Sie nur eine einzelne Kamera oder ein System aus mehreren Geräten?

Wenn Sie nur den Hauseingang oder ein bestimmtes Zimmer im Blick haben möchten, reicht eine Kamera in der Regel aus. Sofern Sie mehrere Kameras nutzen wollen, lohnt die Anschaffung eines kompletten Systems, das aus mehreren Geräten besteht. Denn eine Kombination mehrerer Einzelkameras kann möglicherweise nicht oder nicht fehlerfrei von der jeweiligen Software oder App verarbeitet werden. Je größer das Grundstück beziehungsweise Haus, desto mehr bietet sich der Kauf einer Komplettlösung an – so müssen Sie sich keine Gedanken um die Kompatibilität der Komponenten machen.

Wollen Sie die Smart Home-Kamera für Innenräume oder im Außenbereich nutzen?

Bei Indoor-Kameras spielt die Optik oftmals eine große Rolle, da sie sich möglichst unauffällig ins Design der Räume einreihen sollen – meist verfügen solche Geräte über einen Standfuß, sodass keine Wandmontage erforderlich ist.

Eine Smart-Home Kamera für den Outdoor-Einsatz wird dagegen an einem festen Platz installiert und muss besondere Anforderungen erfüllen, um trotz wechselhafter Temperaturen, möglicher Verschmutzung und Nässe wie gewünscht zu funktionieren. Achten Sie beim Kauf daher auf den Nachweis über die Wetterfestigkeit: Die Schutzklasse IP65 ist eine bewährte Kennzeichnung, die besagt, dass weder Staub noch Strahlwasser in das Gerät eindringen können. Alternativen wie IP66 und IP67 bieten sogar ausreichend Schutz gegen starkes Strahlwasser beziehungsweise vor dem zeitweiligen Untertauchen, was für eine handelsübliche Außenkamera allerdings keine Notwendigkeit darstellt.

Sind häufige Standortwechsel der Kamera gewünscht?

Kabellose Indoor-Kameras lassen sich meist in ein Regal oder auf einen Schrank stellen, weshalb sich ihr Standort schnell und einfach verändern lässt. Sie sind eine ausgezeichnete Wahl, wenn Sie das Gerät flexibel nutzen wollen, um beispielsweise Ihren Nachwuchs oder Haustiere immer im Blick zu haben. Der Kauf einer Smart Home-Kamera, die fest an einem Ort montiert wird, eignet sich dagegen, falls Sie immer den gleichen Bereich oder ein bestimmtes Zimmer überwachen möchten.

Sofern ein Areal überprüft werden soll, das größer ist als der Erfassungsbereich der Linse, kann ein Schwenkarm hilfreich sein. Sogenannte PTZ-Kameras (Pan – Tilt – Zoom = Schwenken – Neigen – Zoomen) sind sowohl für die Überwachung von Außenbereichen als auch für die Kontrolle von Innenräumen verfügbar. Outdoor-Kameras werden generell an eine Wand oder eine andere geeignete Fläche montiert, um sie gegen Diebstahl zu schützen.

Auf welchem Weg erfolgt die Datenübertragung?

Ob Sie Ihre Smart Home-Kamera über LAN, WLAN oder den Mobilfunk in Ihr Netzwerk integrieren, sollten Sie einerseits von den Gegebenheiten vor Ort und andererseits von der benötigten Datenrate und Bildqualität abhängig machen:

  • Die beste und stabilste Aufzeichnung liefert eine LAN-Verbindung der Kamera, hierfür müssen jedoch meist nachträglich Kabel verlegt werden.
  • Der kabellose Anschluss über WLAN bietet Ihnen viel Flexibilität bei der Aufstellung des Geräts, allerdings erfolgt die Übertragung bei einer hochauflösenden Kamera möglicherweise nicht flüssig.
  • Sofern weder LAN noch WLAN zur Verfügung stehen, ist die Anschaffung einer Smart Home-Kamera ratsam, die mithilfe einer integrierten SIM-Karte über den Mobilfunk in das Netzwerk gelangt.

Mehr Details über die Funktionsweise dieser drei Möglichkeiten finden Sie in Kapitel 1.2 .

Wünschen Sie eine dauerhafte Übertragung und sollen die dabei entstandenen Aufnahmen gespeichert werden?

Die meisten Smart Home-Kameras übertragen nicht nur das Livebild, sondern speichern die Aufnahmen auch automatisch ab. Bei manchen Geräten funktioniert dagegen nur die Übertragung in Echtzeit.

Außerdem sollten Sie vorab entscheiden, ob sie eine dauerhafte Videoaufnahme wünschen oder ob die Übertragung nur temporär stattfinden soll. Im zweiten Fall kommen beispielsweise Sensoren oder Mikrofone zum Einsatz, die Ihre smarte Kamera bei einer Bewegung beziehungsweise einem Geräusch aktivieren. Eine Alternative hierzu stellt die Gesichtserkennung dar, die bei den meisten Geräten jedoch mit einer Lernphase der Kamera verbunden ist: Werden im Erfassungsbereich unbekannte Personen entdeckt, startet die Aufnahme. Die nur zeitweise Aktivität der IP-Kamera spart Strom und ist daher bei kabellosen Geräten ein großer Vorteil, da der Akku weniger oft aufgeladen beziehungsweise die Batterie seltener gewechselt werden muss als im Fall der ständigen Videoübertragung. Zudem fällt der benötigte Speicherplatz für Ihre Aufnahmen so geringer aus.

Wo möchten Sie die Videos speichern?

Als Möglichkeiten kommen cloudbasierte oder lokale Speicher wie Festplatten, SD-Karten oder USB-Sticks mit ausreichend Kapazität in Betracht. Das Ablegen der Dateien auf dem eigenen Netzwerkspeicher (NAS) ist ebenfalls eine gängige Option. Der große Vorteil von Cloud-Lösungen besteht darin, dass etwaige Einbrecher die Aufzeichnungen der Kamera nicht vor Ort auffinden und entwenden können – das Beweismaterial trägt daher möglicherweise zur polizeilichen Aufklärung bei.

Hinweis: Achten Sie beim Kauf der smarten Kamera darauf, welche Speicherarten Sie verwenden können: Denn manche Hersteller bieten für das Ablegen der Aufnahmen in der Cloud nur kostenpflichtige Lösungen in Form von Abonnements an. Ein weiterer Nachteil dieser Option: Sofern der Cloud-Dienst eingestellt wird und der Hersteller der IP-Kamera keine Alternative anbietet, wird das Gerät unbrauchbar.

Wie möchten Sie Ihre ans Smart Home angeschlossenen Kameras steuern?

Mit einer App-Lösung können Sie sämtliche Komponenten Ihres Smart Homes auch von unterwegs bedienen, was gerade bei Überwachungskameras essenziell ist. Hierzu benötigen Sie ein mobiles Gerät (Smartphone, Tablet oder Laptop) mit Internetverbindung und die jeweilige App des Herstellers oder freie Software. Die Bedienung mittels Sprachassistent ist ebenfalls in vielen Fällen möglich – sofern kompatibel und mit einem Display versehen, kann Ihr Smart Speaker sogar die Bilder der Liveübertragung oder ältere Aufnahmen abspielen.

Welche Anforderungen stellen Sie an die Bildqualität?

Je höher die Auflösung der Smart Home-Kamera ausfällt, desto besser ist ihre Videoqualität, aber umso teurer die Anschaffung. Als Standard gelten inzwischen HD-Auflösungen (HD = High Definition) wie HD ready und Full HD, doch auch Geräte mit 2K oder 4K sind erhältlich.

Wie detailreich die Aufnahmen sein müssen, um ihren Zweck zu erfüllen, hängt davon ab, wie und wo Sie die Kameras einsetzen möchten. Sofern beispielsweise die Zoomfunktion einer Kamera wichtig für Sie ist, um bei Ihren Aufzeichnungen sämtliche Details zu erkennen, empfiehlt sich die Anschaffung eines Geräts, das mindestens in Full HD überträgt – eine gute Wahl ist hier etwa die Arlo Pro 3. Sie eignet sich für drinnen und draußen, weist je nach Ausführung eine Auflösung von 2K oder 4K auf und verfügt über einen starken Zoom. Als Babyphone oder Haustierkamera reichen dagegen Smart Home-Kameras mit einer geringeren Auflösung.

Gängige Auflösungen von Überwachungskameras

  • HD ready: 1.280 mal 720 Pixel
  • Full HD: 1.920 mal 1080 Pixel
  • 2K: 2.560 mal 1.440 Pixel
  • 4K: 4.096 mal 2.160 Pixel

Je nach Einsatzzweck ist zudem ein Nachtsichtmodus essenziell für Ihre Überwachungskamera: In der Dunkelheit oder bei trübem Wetter lässt sich sonst möglicherweise nicht erkennen, ob ein Eingreifen notwendig ist, oder die Aufnahmen können wegen fehlender Details im späteren Verlauf nicht zur Aufklärung beitragen beziehungsweise als Beweis fungieren. Hierfür wird in der Regel auf Infrarot-Technologie zurückgegriffen. Viele Hersteller geben die Reichweite der Kamera in Metern an, in der scharfe Bilder während der Nachtsicht noch möglich sind – das vorherige Abmessen des gewünschten Aufnahmebereichs bietet sich also an.

Benötigen Sie besondere Features?

Manche Überwachungskameras weisen spezielle Funktionen auf: Hierzu zählen zum Beispiel ein eingebautes Mikrofon und Lautsprecher (= Zwei-Wege-Audio) für die Interaktion – auf diese Weise können Sie mit einer Person vor der Kameralinse sprechen. Die Anschaffung einer derart ausgerüsteten Smart Home-Kamera empfiehlt sich beispielsweise, wenn Ihre Türklingel nicht über eine Gegensprechanlage verfügt.

Auch eine extra Beleuchtung (zum Beispiel Scheinwerfer zur Verbesserung der Nachtsicht) und Alarmtöne können zur Ausstattung gehören; solche Features sind vor allem ratsam, wenn keine separate Alarmanlange installiert wurde.

Wie groß sollte der Erfassungsbereich der Überwachungskamera ausfallen?

Das benötigte Sichtfeld Ihrer Kamera hängt davon ab, wie Sie die Videoüberwachung einsetzen möchten: Wer lediglich den Bereich vor der Haustür filmen will, benötigt in der Regel nur ein Gerät mit einem Blickwinkel von circa 45 Grad. Soll dagegen ein großes Areal aufgenommen werden, empfiehlt sich die Anschaffung mehrerer Smart Home-Kameras oder einer PTZ-Kamera (Pan – Tilt – Zoom = Schwenken – Neigen – Zoomen), die sich entsprechend bewegen lässt, etwa die Bosch Smart Home 360° Innenkamera. Für den Außenbereich gibt es ebenfalls Überwachungskameras mit Schwenkarm und Neigungswinkel.

Wie kompatibel sind Smart Home-Kameras eines Herstellers zu anderen Geräten?

Wer sich für die Kompatibilität von Smart Home-Kameras interessiert, stößt dabei häufig auf den Begriff ONVIF (Open Network Video Interface Forum). Dabei handelt es sich um einen Standard, der es Ihnen ermöglicht, die Überwachungskamera gemeinsam mit Geräten und Software anderer Hersteller zu nutzen. Hiermit lässt sich also ein bestehendes System flexibel um weitere Smart Home-Kameras ergänzen. Das bietet auch Vorteile, wenn für die bisherige Rundum-Lösung keine neuen Komponenten mehr erhältlich sind oder falls der Hersteller den bisherigen Cloud-Speicher nicht mehr unterstützt. Darüber hinaus bietet der ONVIF-Standard die Möglichkeit, freie Software zu verwenden, die oft mit weiteren Funktionen einhergeht. So holen Sie das Beste aus Ihren Aufnahmen heraus.

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3. Was gilt es bei der Videoüberwachung zu beachten?

Damit die Sicherheit Ihrer Daten jederzeit gewährleistet ist, sollte Ihr Smart Home-System ausreichend geschützt sein, zum Beispiel durch die Vergabe starker Passwörter, die regelmäßige Aktualisierung des Betriebssystems und durch die Nutzung einer Firewall.

Daneben gibt es einige rechtliche Aspekte zu berücksichtigen: Grundsätzlich darf Ihre Überwachungskamera lediglich Ihren Innenraum und im Außenbereich nur das eigene Grundstück filmen. Bei Indoor-Kameras gilt es des Weiteren zu beachten, dass Personen, die dort arbeiten, der Aufnahme vorab zugestimmt haben müssen. Details zu den wichtigsten Regelungen finden Sie im Folgenden.

Bedenken Sie dass Sie Ihre Smart Home-Kamera nicht überall platzieren können und darauf achten müssen nur bestimmte Bereiche und Personen zu filmen.

Das gilt für Smart Home-Kameras im Außenbereich:

  • Das eigene Haus beziehungsweise Grundstück darf mittels Videoüberwachung gefilmt werden.
  • Nachbargrundstücke, gemeinsame Einfahrten und öffentliche Wege oder Straßen sind tabu.
  • Vorsicht ist bei schwenkbaren Kameras geboten: Sofern hierdurch die Möglichkeit besteht, dass andere Grundstücke gefilmt werden, kann die Entfernung des Geräts unter Umständen gerichtlich veranlasst werden.
  • Wichtig: Die oben genannten Regelungen beziehen sich auch auf Attrappen oder defekte Kameras.

Das gilt für Smart Home-Kameras im Innenbereich:

  • Die eigenen Räumlichkeiten dürfen grundsätzlich gefilmt werden.
  • Sofern Sie andere Personen dort beschäftigen, etwa für die Kinderbetreuung, Reinigung oder als Haushaltshilfe, müssen diese der Videoüberwachung ausdrücklich zustimmen. Heimliches Filmen ist nur in absoluten Ausnahmefällen erlaubt, zum Beispiel, wenn regelmäßig Geld oder Schmuck geklaut wird.
  • Privaten Besuch sollten Sie über die Aufnahmen in Kenntnis setzen.
  • Während Smart Home-Kameras jederzeit als Babyphone eingesetzt werden dürfen, gilt es bei älteren Kindern ab 14 Jahren abzuwägen, inwieweit die Videoüberwachung möglicherweise deren Persönlichkeitsrecht verletzt. Da dies im Zweifelsfall sogar gerichtlich geklärt werden kann, sollten vorab verbindliche Absprachen getroffen werden.
  • Auch bei der Betreuung einer pflegebedürftigen Person, die beispielsweise an Demenz erkrankt ist, kann Videoüberwachung mit Augenmaß eingesetzt werden. Räume wie das Badezimmer sollten dabei jedoch ausgespart werden, außerdem gilt es, die Aufnahmen nur kurzfristig zu speichern.

4. FAQ

Welche Kamera ist fürs Smart Home geeignet?

Jede Überwachungskamera, die sich über LAN, WLAN oder einen Mobilfunkstandard wie LTE in ein Netzwerk integrieren lässt, kann grundsätzlich im Smart Home verwendet werden. Allerdings unterscheiden sich die Geräte in ihrer Funktionsweise und Ausstattung, weshalb Sie vorab genau prüfen sollten, über welche Eigenschaften Ihre Smart Home-Kamera verfügen soll: Beispielsweise gilt es zu klären, ob sie für den Einsatz in geschlossenen Räumen oder für draußen gedacht ist und ob die Aufnahmen lokal oder auf einer Cloud gespeichert werden sollen. Alle Fragen und Antworten finden Sie in unserer Checkliste.

Welche Überwachungskamera ist die beste?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da eine solche Einschätzung stark vom gewünschten Einsatzort und Ihren Bedürfnissen abhängt. Als Empfehlungen für Smart Home-Kameras gelten Bosch Smart Home 360°, Reolink Go und Arlo Pro 3.
Während Bosch Smart Home 360° allein für den Innenbereich gedacht ist, kann die Kamera Arlo Pro 3 auch im Außenbereich eingesetzt werden und überzeugt durch ein hochauflösendes Videobild von 2K oder 4K (je nach Ausführung), auf dem sich dank der Zoomfunktion alle Einzelheiten scharf erkennen lassen. Die Reolink Go lässt sich ebenfalls drinnen wie draußen verwenden und bietet eine besondere Flexibilität: Sie benötigt keinen LAN- oder WLAN-Anschluss in der Nähe, da sie über den LTE-Mobilfunkstandard Zugang zum Netzwerk erhält. Als preisgünstige Alternative – vor allem im Outdoor-Bereich – gelten die Geräte und Systeme von Blink.

Welche Kamera funktioniert mit Sprachassistenten wie Alexa?

Viele hochwertige Überwachungskameras sind mit verschiedenen Sprachassistenten und Smart Speakern kompatibel: So funktioniert die Arlo Pro 3 sowohl mit Alexa und dem Echo Show als auch mit Google Home oder mit dem Apple HomeKit sowie der Apple Watch. Die Bosch Smart Home 360° Kamera lässt sich ebenfalls via Alexa steuern, gleiches gilt für die Geräte und Systeme von Blink. Ob und mit welchen Sprachassistenten Ihre gewünschte Smart Home-Kamera kompatibel ist, können Sie in der Regel in der Produktbeschreibung oder dem Datenblatt nachlesen.

6. Quellenhinweise

  • https://www.test.de/FAQ-Private-Videoueberwachung-Das-ist-erlaubt-und-das-nicht-5045901-0/
  • https://www.conrad.de/de/ratgeber/technik-einfach-erklaert/ip-schutzklassen-und-schutzarten.html
Redakteurin Julia
Vertrauen ist gut, Recherche ist besser!
Mit ihren professionellen Produktberatungen verstärkt Julia die Redaktion schon jahrelang in allen Bereichen. Als digitalaffiner Öko interessiert sie sich gleichermaßen für Technik wie für Nachhaltigkeit.