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Sattelpads
1. Was sind Sattelpads?
Sattelpads werden auch als Sattelkissen oder Rückenschoner bezeichnet und sind Unterlagen, die beim Reiten unter den Sattel gelegt werden.
Im Gegensatz zu einer Satteldecke oder einer Schabracken dient ein Sattelpad weniger ästhetischen Zwecken, sondern soll den Komfort erhöhen und die Belastung auf das Pferd verringern. Es sorgt dafür, dass der Pferderücken besonders geschont wird.
Ein Sattelpad erhöht den Komfort für das Pferd.
Sattelpads ...
- wirken druckmindernd, da durch das weiche Material Druckpunkte reduziert werden.
- dienen dazu, das Gewicht des Reiters gleichmäßig auf die Sattellage zu verteilen, sodass die Belastung gemindert wird.
- absorbieren Stöße.
- gleichen Unebenheiten des Bodens sowie Passungenauigkeiten des Sattels aus.
- verhindern Druck- und Wundstellen durch Aufscheuern, sodass die lokale Kompression reduziert wird.
In erster Linie sorgen die Form und die Polsterung des Sattelpads für Druckminderung. Zudem wird die Passform des Sattels ausgeglichen, wenn dieser nicht optimal sitzt: Der Sattel kann durch eine solche Unterlage leicht angehoben werden oder haftet besser, falls er ohne Sattelpad zum Verrutschen neigt. Selbst wenn der Sattel schon sehr gut sitzt, kann ein Sattelpad für noch mehr Komfort sorgen.
Verspannungen – sowohl solche, die durch den Sitz des Sattels verursacht werden als auch muskulär bedingte – können dank eines Sattelpads reduziert werden.
Wer Wert auf eine ansprechende Optik legt – beispielsweise bei einem Turnier – kann zusätzlich zum Sattelpad eine Schabracke oder Satteldecke verwenden. Verzichten Sie jedoch nicht aus rein ästhetischen Gründen auf ein Sattelkissen: Die Sattelunterlage erhöht insbesondere den Komfort des Reittieres und sollte nicht ohne Grund weggelassen werden.
2. Verschiedene Sattelpads und ihre Materialien
Die entlastenden Eigenschaften sind sowohl auf die Form des Sattelpads als auch auf die verwendeten Materialien zurückzuführen. Pferdebesitzer haben bei der Anschaffung eines neuen Sattelkissens die Wahl zwischen unterschiedlichen Materialien. Allen gemeinsam ist, dass sie weich sind und so den Druck dämpfen beziehungsweise besser verteilen.
Verwendete Materialien bei Sattelpads:
- (Medizinisches) Lammfell
- Merinowolle
- Zellkautschuk
- Teddyfleece
- Sonstige synthetische Stoffe
Häufig werden auch spezielle Schäume verarbeitet, wie beispielsweise Memory Foam. Dieses Material ist sehr nachgiebig und passt sich den Konturen des Rückens perfekt an, sodass Druckpunkte reduziert werden. Bei Minderung des Drucks nimmt der Schaum wieder seine ursprüngliche Form an. Manche Sattelpads besitzen für eine bessere Atmungsaktivität Mesh-Einsätze.
Wer auf tierische Materialien verzichten will, kann sich für ein Sattelkissen mit beziehungsweise aus Synthetik-Fell entscheiden.
Sattelpads mit Lammfell-Besatz
Neben dem klassischen Sattelpad gibt es unter den Kissen Besonderheiten für bestimmte Ansprüche:
Anti-Rutsch-Sattelpads (Gelpads)
Gel-Sattelpads sind im hinteren Bereich erhöht, was für mehr Komfort sorgt, und weisen neben den stoßabsorbierenden Eigenschaften einen weiteren Vorteil auf: Sie verhindern das Verrutschen des Sattels und geben damit besonders guten Halt. Rutschfeste Sattelpads bestehen in der Regel aus Zellkautschuk.
TEP (Trapezmuskelentlastungspad)
Ein TEP unterscheidet sich hinsichtlich der Form von anderen Sattelpads: Es besitzt zwei Aussparungen im rückwärtigen Teil auf Höhe des Trapezmuskels. Dadurch kann das Pferd besser atmen und abschnauben.
Wendepad
Wendepads sind in der Regel zweifarbig oder besitzen zwei Seiten aus unterschiedlichen Materialien.
Korrekturpads
Gerade bei jungen Pferden, die noch wachsen, oder wenn sich der Sattel in der Aufbauphase befindet, kann es sein, dass dieser nicht optimal sitzt. Ein Korrekturpad wie beispielsweise ein Gel-Sattelpad kann leichte Probleme bei der Passform gut ausgleichen.
Praktisch sind zudem Sattelpads, die einen Widerristausschnitt aufweisen und sich so dem geschwungenen Rückenverlauf anpassen.
Ein Sattelpad wird unter dem Sattel angebracht und reduziert den Druck auf den Pferderücken.
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3. FAQ
Wofür braucht man ein Sattelpad unter dem Sattel?
Sattelpads oder -kissen wirken nachweislich stoßabsorbierend und reduzieren damit den Druck von Sattel und Reiter auf die empfindliche Rückenmuskulatur. Für den Komfort des Pferdes ist deswegen ein Sattelpad unerlässlich – selbst wenn der Sattel bereits sehr gut sitzt.
Sattelpad, Schabracke oder Satteldecke – welche Unterlage ist für mein Pferd besser geeignet?
Während Schabracken und Satteldecken in erster Linie aus ästhetischen Gründen unter den Sattel gelegt werden, erfüllen Sattelkissen auch eine ausgleichende Funktion: Sie absorbieren Stöße und vermindern das Risiko für muskuläre Verletzungen, indem sie den Druck auf den Pferderücken mindern. Deswegen kommen sie in der Regel zusätzlich zu Satteldecke oder Schabracke zum Einsatz.
Wo wird ein Sattelpad angebracht?
Ein Sattelpad gehört zu den Unterlagen und wird dementsprechend unter dem Sattel angebracht. Damit keine Druckstellen entstehen, sollte das Kissen zu allen Seiten breiter sein als der Sattel. Sattelpads können die Nachteile eines nicht hundertprozentig passenden Sattels ausgleichen.












































