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Alles für das Pferd: Schabracken
Schabracken stellen eine Alternative zu herkömmlichen Satteldecken dar. Ihr langer Schnitt lässt sie unter dem Sattel hervorschauen, weshalb sie eine beliebte Fläche für Initialen oder Logos sind.
1. Form und Materialien einer Schabracke
Eine Schabracke ist eine Unterlage für den Sattel, die in der Regel mit Steppungen versehen ist. Sie ist nicht zu verwechseln mit einer regulären Satteldecke:
Während eine Satteldecke sich der Form des Sattels anpasst,

ist eine Schabracke eckiger geschnitten und ragt auffällig darunter hervor.

Eine Schabracke ist auch von einem Sattelpad zu unterscheiden, denn dieses dient vorrangig dazu, die Muskulatur des Pferderückens zu schonen und den Druck des Sattels gleichmäßig zu verteilen. Das Sattelpad (häufig auch Sattelkissen genannt) erfüllt dagegen eine ausgleichende Funktion bei muskulären Defiziten oder wird zum Abfedern von Stößen genutzt. Daher wird es häufig zusätzlich zur Schabracke oder zur Satteldecke eingesetzt.
Die Schabracke wird in der Regel mit einem Gurt mit Klettverschluss am Sattel befestigt.
Schabracken sollten aus einem atmungsaktiven Material gefertigt sein, damit das Pferd beim Reiten nicht zusätzlich zum Schwitzen gebracht wird. Des Weiteren sollten Sie die Schabracke in der Waschmaschine reinigen können. Daher empfehlen sich Modelle aus Baumwolle. Auch Schabracken aus Filz sind gut geeignet, da sie sich dem Pferderücken besonders gut anpassen. Vermieden werden sollten Varianten aus Leder, Wolle oder Kunststoff.
Die Sattelunterlagen sind meist leicht gepolstert. Das Futtermaterial befindet sich in den gesteppten Karo-Abschnitten. Auch hier ist auf atmungsaktive Materialien zu achten.
Die Steppungen sorgen zudem dafür, dass die Sattelunterlage rutschsicher ist. Um ein Herunterrutschen zu vermeiden, weisen Schabracken zusätzlich einen oder mehrere Gurte auf, die am Sattel mit einer Gurtstrupfe befestigt werden.
2. Arten und Verzierungen
Während Schabracken früher nur für besondere Anlässe genutzt wurden, sind sie heute auch beispielsweise bei Wanderritten beliebt.
Beim Spring- und Dressurreiten werden die Schabracken an den jeweiligen Reitstil beziehungsweise Sattel leicht angepasst. Während der vordere Teil der Dressurschabracke gerade geformt ist, weist die Springschabracke einen kürzeren Schnitt auf und ist zudem stärker nach vorne gezogen. So passt sich die Form dem jeweiligen Sattel perfekt an und sorgt für einen festen Sitz sowie verbesserten Druckausgleich beim Reiten.
Eine Dressurschabracke (links) und Springschabracke (rechts)
Da eine Schabracke sichtbar unter dem Sattel hervorragt, wird dieser Teil gerne als Fläche für Verzierungen genutzt.
Mögliche Applikationen sind:
- Der Name des Pferdes
- Das Logo des Sponsors
- Gestickte Initialen
- Strass-Verzierungen
3. So satteln Sie Ihr Pferd richtig
Beim Aufsatteln spielt die Schabracke als Sattelunterlage eine wichtige Rolle. Achten Sie darauf, dass das Material glatt unter dem Sattel liegt und keine Falten wirft. Diese könnten dem Tier beim Reiten Schmerzen zufügen. Für mehr Halt wird die Schabracke direkt am Sattel befestigt.
Wie Sie ein Pferd korrekt mit Schabracke satteln, erfahren Sie auch in diesem Video:
4. FAQ
Wie reinige ich eine Schabracke?
Achten Sie hier auf die Angaben des Herstellers. In der Regel können Sie Schabracken aus Baumwolle bei 30 Grad Celsius in der Waschmaschine reinigen. Erfahren Sie in unserem Ratgeber mehr über Schabracken.
Was tun, wenn meine Schabracke beim Reiten nach hinten rutscht?
Wenn eine Schabracke rutscht, kann dies mehrere Ursachen haben. Setzen Sie in jedem Fall auf Modelle mit Gurten, die Sie am Sattel befestigen können. Rutscht die Schabracke trotz Gurt nach hinten, erhalten Sie besondere Unterlagen, auch Pads genannt. Diese sind aus einem rutschfesten Material wie Schaumstoff gefertigt und können unter die Schabracke auf den Pferderücken gelegt werden. Lesen Sie in unserem Ratgeber, wie Sie Ihr Pferd richtig satteln.






































