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Die Besseresserin / 21. Mai 2019

Kinderernährung: Von Anfang an gut essen

Kinder können beim Essen mäkeliger sein, als der strengste Restaurantkritiker. Dabei ist es wichtig, die Kleinen von Anfang an, an ausgewogene sowie abwechslungsreiche Mahlzeiten zu gewöhnen. Unsere Ernährungsexpertin Dr. Alexa Iwan gibt Tipps, wie das funktionieren kann.

Essen mit Kindern

Kinder sind ein Abenteuer und eine Herausforderung – im Leben generell und häufig auch beim Thema Essen. Ein Baby, das nicht trinken möchte, kann seine Mutter ganz schön unter Stress setzen. Ebenso ein Kleinkind, das seine Schüssel mit Brei auf den Boden pfeffert. Und wenn Schulkinder ihre liebevoll gefüllten Brotdosen mittags ungeöffnet wieder mit nach Hause bringen, verzweifeln die betroffenen Mamas regelmäßig.

Eine ausgewogene Ernährung – können Kinder das lernen?

Natürlich möchten wir Eltern, dass unsere Kleinen optimal ernährt sind. Aber was heißt optimal? Zunächst einmal gilt es, die Nährstoffversorgung sicherzustellen. Denn nur wer ausreichend mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt ist, kann gesund wachsen. Daneben sollen Kinder aber auch lernen, wie eine ausgewogene Ernährung im Alltag aussieht und funktioniert. Beides sind Familienaufgaben, die tagtäglich bewältigt und gelebt werden müssen. Mit einer einmaligen Entscheidung ist es hier leider nicht getan.

Unser Nachwuchs lernt sehr viel durch Abgucken. Das heißt: Eine ausgewogene Ernährung müssen wir Eltern vormachen und vorleben. Ansonsten werden unsere Kinder nicht verstehen, wie es geht. Zwei bis drei Portionen frisches Gemüse pro Tag sollten grundsätzlich zum Familienessen dazugehören. Darüber muss gar nicht groß gesprochen werden. Was immer da ist, wird bald als Selbstverständlichkeit betrachtet. Viele Kinder mögen übrigens lieber Rohkost als gekochtes Gemüse und Salat ohne Sauce.

Bieten Sie Abwechslung auf dem Teller

Leben Sie außerdem Abwechslung beim Essen vor. Wenn Sie immer nur Spaghetti Bolo, Hühnerfrikassee, Würstchen mit Kartoffelpürée und Spiegelei mit Spinat im Wechsel anbieten, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Ihr Kind Neuem mit Skepsis begegnet. Zeigen Sie stattdessen die eigene Neugier für neue Lebensmittel. Zeigen Sie, dass es Spaß macht, Neues auszuprobieren – auch, wenn man mal einen Reinfall erlebt. Nach dem Motto: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Und: Kochen Sie mit Ihren Kindern! Das muss nicht jeden Tag sein, aber immer mal wieder. Es ist wichtig, dass die Kleinen sehen, dass eine ausgewogene Mahlzeit nicht aus der Packung kommt, sondern in der Küche zubereitet wird. Und die meisten von ihnen sind sehr viel eher bereit, etwas zu probieren, das sie selbst zubereitet haben, als ein Essen, das ihnen vor die Nase gestellt wird.

Nehmen Sie Ihr Kind beim Essen ernst

Bei allem Ehrgeiz, den Sie in die bewusste Ernährung Ihrer Kinder legen: Bleiben Sie entspannt. Es wird nicht jeden Tag alles optimal laufen und das muss es auch nicht. Echte Mangelernährung bei Kindern ist hierzulande sehr selten. Und genauso wie die Kleinen den Lieblingspulli von einem Tag auf den anderen plötzlich doof finden oder ständig neue Sportarten wählen, so probieren sie sich auch beim Essen aus. Ihr Geschmack ändert sich häufig. Das ist Teil ihrer Entwicklung. Nehmen Sie ihr Kind beim Essen deshalb ernst, lassen Sie diese Entwicklung zu und unterstützen Sie sie positiv. Wenn ein Kind sagt „Das mag ich nicht“, ist es groß genug, um genauso sagen zu können, was es gerne mag. Wenn Sie Ihr Kind dagegen in so einer Situation zwingen, ungeliebte Dinge zu essen, wird es sehr schnell lernen, wie viel Macht es durch Essensverweigerung über Sie hat. 

Auch Kleinkindern, die noch nicht sprechen können, kann man zeigen, dass es beim Essen Auswahl gibt. Wer keine zerdrückten Bananen mag, liebt vielleicht Pfirsichbrei – oder ein Stück Apfel in der Hand. Vielleicht hat der Zwerg aber auch gerade einfach keinen Hunger. Die meisten Eltern überschätzen nämlich die Essensmengen von Kleinkindern.

Und wenn Ihr Kind seit zehn Tagen zum Mittagessen nur Nudeln essen möchte? Kein Problem: Mischen Sie etwas Vollkornpasta dazu und verkaufen Sie diese als „bunte Nudeln“, sorgen Sie für ein ausgewogenes Frühstück (zum Beispiel Haferbrei) und servieren Sie nachmittags im Kinderzimmer einen Teller mit kleingeschnittenem Obst und Gemüse. Dann ist alles gut und weder Sie noch Ihr Kind haben Stress mit dem Essen.

Quelle Bedarfswerte: DGE
Quelle Inhaltstoffe Lebensmittel: Die große GU Nährwert Kalorien Tabelle

* Eisen aus pflanzlichen Quellen wird schlechter verwertet als Eisen aus tierischen 

Die Kühlschrankliste sorgt für Inspiration

Sie müssen natürlich nicht mit spitzem Bleistift rechnen, ob alle Vitamine und Mineralstoffe auf den Tellern Ihrer Kids landen. Behalten Sie einfach im Hinterkopf, welche Lebensmittel häufiger auf den Tisch kommen sollten (weil sie nährstoffreich sind) und versuchen Sie, diese immer wieder in die Mahlzeiten einzubauen. Hier eine Top-Ten-Liste, die Sie sich an den Kühlschrank hängen können:

  • Vollkornbrot und Haferflocken
  • Kartoffeln und Süßkartoffeln
  • Möhren, Brokkoli, Paprika und Erbsen
  • Kiwi, Äpfel und Bananen
  • Milch und Käse
  • Nüsse und Sonnenblumenkerne
  • Olivenöl und Rapsöl
  • Eier
  • Seefisch
  • Fleisch

 

Herzlichst,
Dr. Alexa Iwan

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