Hudora Longboards

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HUDORA CruiseStar, Longboard, Grün, Gelb, Einfarbig, Gelb
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Ratgeber Hudora Longboards

Ratgeber Hudora Longboards

Wer ohne lästiges Auf- und Abschließen des Fahrradschlosses schnell von A nach B kommen möchte, ist mit einem Longboard gut beraten: Das sportliche Fortbewegungsmittel besteht aus einem langen Brett sowie vier darunterliegenden Rollen und gehört damit zur Kategorie Skateboard. Welche Vorteile ein Longboard gegenüber einem Skateboard aufweist, wie Sie eine sichere Fahrweise erlangen und welche Art von Longboard sich für Sie am besten eignet, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

1. Longboards

Longboards sind Vorgänger des Skateboards und feiern seit einigen Jahren ihr Comeback. Das moderne Sportgerät gibt es in verschiedenen Ausführungen, wobei die Auswahl vom Einsteigermodell bis zum Profi-Board reicht. Hudora stellt hauptsächlich Longboards für Anfänger her. Die Form des Bretts entscheidet über die Einsatzmöglichkeiten. So gibt es Longboards für das gemütliche Fahren (sogenanntes „Cruisen“) sowie Modelle für schnelle Bergabfahrten, was in der Szene als „Downhill“ bezeichnet wird. „Freeride“ setzt ebenfalls auf Schnelligkeit, legt dabei aber seinen Fokus auf besondere Tricks und Techniken wie zum Beispiel dem „Sliden“.

„Sliden“ nennt man die Technik, wenn der Fahrer während der Fahrt sein Longboard für wenige Momente quer zur Fahrbahn stellt. In den FAQs finden Sie eine tabellarische Erklärung weiterer Fachbegriffe rund um das Thema Longboard.

1.1 Rollen und Kugellager

RollenDie richtigen Rollen sind der wichtigste Faktor für ein zufriedenstellendes Fahrerlebnis.

Bei den Rollen sind Größe und Härte die wichtigsten Faktoren. In den Produktbeschreibungen finden sich Angaben zur Härte der Rollen, die in der Regel mit einen Wert zwischen 78 A und 90 A beziffert werden. Diese Zahl zeigt das Mischungsverhältnis des verarbeiteten Materials Urethan an: Je höher dieser Wert ist, desto härter ist die Rolle. Weiche Rollen können sich dem Boden anpassen und dadurch besser greifen, was sogar auf unebenen Flächen zu einem angenehmen Fahrgefühl führt. In Bezug auf die Geschwindigkeit muss bei Longboards mit weichen Rollen jedoch mit Einbußen gerechnet werden.

Bei der Größe der Rollen gilt: Je größer die Rollen sind, desto höher ist die erreichbare Geschwindigkeit und desto geringer ist die Beschleunigung zu Beginn der Fahrt. Mithilfe der Kugellager lässt sich die Reibung verringern, sodass die Rollen besonders geschmeidig laufen können.

Lip

Das sogenannten „Lip“ ist eine weitere wichtige Eigenschaft der Rollen. Hierbei geht es um die Kante der Rollen, die entweder eckig oder abgerundet sein können. Letzteres ermöglicht das sogenannte „Sliden“, was ein Rutschen auf dem Asphalt quer zur Fahrtrichtung bezeichnet und nur für fortgeschrittene Longboarder interessant sein dürfte.

Fazit: Anfänger sollten sich für eine eckige Lip entscheiden, da diese mehr Bodenhaftung bewirkt, was zu einem sichereren Fahrerlebnis führt.

1.2 Achsen

Die Achsen sorgen dafür, dass Sie das Longboard lenken und damit Kurven nehmen können. Dabei spielt unter anderem die Höhe der Achsen eine wichtige Rolle: Flache Achsen zeichnen sich durch einen geringen Abstand zwischen Brett und Boden aus. Diese empfehlen sich für Anfänger, da dadurch eine bessere Kontrolle erlangt werden kann. Die Lenkung können Sie manuell anpassen, indem Sie die Schraube fester anziehen oder lockern sowie gegebenenfalls das Lenkgummi austauschen. Es ist in unterschiedlichen Härtegraden erhältlich. Besonders lenkfreudige Achsen erreichen Sie durch eine gelockerte Schraube, was Anfänger mit einem noch unsicheren Stand aber vermeiden sollten. Die angemessene Achsenbreite hängt davon ab, welche Form und Länge Ihr Board aufweist:

AchseAchsen bestehen hauptsächlich aus Hanger, Baseplate und Achsstiften.

AchsenbreiteBreite des Boards
5.0“12,7 cm
5.20“13,2 cm
5.39“13,7 cm

1.3 Brettlänge

Die Länge des Bretts, das in der Fachsprache als Deck bezeichnet wird, ist ein wichtiges Merkmal bei Longboards, denn sie entscheidet über die Einsatzweise: Wenn Sie längere Strecken zur Arbeit oder zwecks Ausgleichssports zurücklegen möchten, sollten Sie sich für einen Cruiser entscheiden. Er erreicht hohe Geschwindigkeiten aufgrund der großen und festen Rollen. Zudem ist das Fahren eines Longboards mit langem Deck für Anfänger einfach zu erlernen. Sofern Sie zusätzlich Spaß an Fahrtricks haben und rasante Hügelabfahrten mögen, empfiehlt sich die Anschaffung eines kürzeren Longboards mit Aussparungen an den vier Ecken (Cutouts). Die Stärke der sogenannten „Flex“ entscheidet, wie flexibel das Deck eines Longboards ist. Je steifer das Deck ist, desto kontrollierter und schneller fährt das Board. Ein Deck mit starker Flex jedoch bringt Vorteile beim Schwungholen und Kurvennehmen. Wer ein Longboard mit starker Flex bevorzugt, muss ein Holz wählen, das mit Verstärkungslagen ausgestattet ist. Diese bestehen entweder aus Glas- oder Kohlefasern und werden beidseitig eingearbeitet.

BrettlängeEin solches Longboard gehört zu den längeren Varianten und ist somit für lange Strecken geeignet.

Wenn Sie nur gelegentlich den kurzen Weg zum Bäcker anstreben, sollten Sie über ein Pennyboard mit seiner kompakten Bauart nachdenken. In der Tabelle finden Sie ein solches Modell unter Fun Cruiser.

1.4 Hudora Modelle

Im Folgenden finden Sie einige der Longboard-Modelle von dem Remscheider Hersteller Hudora:

Hudora Imperial

Hudora Imperial

  • Zum Cruisen geeignet
  • Maße: 106 x 22 cm
  • 8-lagiges Ahornholz
  • Rutschfester Sandgrip
  • 65 x 51 mm ABEC 7 Cruising Lager aus Chrom
  • Rollen: 78 A High Rebound
  • Weiter Achsenabstand
  • Gewicht: 3,3 kg

Hudora Mission Beach

Hudora Mission Beach

  • Zum Cruisen und für Slalom geeignet
  • Maße: 99 x 22 cm
  • 8-lagiges Ahornholz
  • 70 x 51 mm ABEC 7 Cruising Lager
  • Rollen: 78 A High Rebound
  • Kurzes Kicktail
  • Mit Griptape
  • Weiter Achsenabstand
  • Gewicht: 3,1 kg

Hudora Cruise Star

Hudora Cruise Star

  • Für Downhill geeignet
  • Maße: 91 x 24 cm
  • Rutschfestes Decktop plus Griptape Sticker
  • Faserverstärkt und extrem flexibel
  • Rollen: 92 A High Rebound
  • 70 x 51 mm ABEC 7 Cruising Lager aus Chrom
  • Gewicht: 3,3 kg

Hudora Fun Cruiser

Hudora Fun Cruiser

  • Pennyboard für kurze Strecken
  • Maße: 76 x 20 cm
  • Rutschfestes Decktop
  • Faserverstärkt und hochflexibel
  • Polyurethangegossene Rollen
  • Rollen: 78 A High Rebound
  • 70 x 51 mm ABEC 7 Cruising Lager aus Chrom
  • Gewicht: 2,8 kg

2. Tipps und Tricks für die Benutzung

Welches Board das richtige für Sie ist, hängt aber auch von Ihrer Statur ab. Als Faustregel gilt: Je größer der Nutzer ist, desto länger und breiter sollte das Longboard sein. Wer mehr als 100 Kilogramm Gewicht auf die Waage bringt, sollte ein dickes Board mit verstärkenden Holzplatten wählen. Auf diese Weise entsteht eine stärkere Dämpfung. Zusätzlich zur Statur spielt auch die Form der Füße eine entscheidende Rolle: Die Schuhgröße beeinflusst die Länge und Breite des idealen Longboards.

Hudora Longboard

Die maximale Belastbarkeit der oben gezeigten Boards beträgt jeweils 100 Kilogramm. Beachten Sie hierbei, dass das Gewicht etwaiger Schutzausrüstung zu Ihrem Körpergewicht addiert werden muss.

Vor Ihrer ersten Longboard-Fahrt gilt es herauszufinden, welche Fußstellung Ihnen liegt: Es wird zwischen zwei sogenannten „Stances“ unterschieden, „Regular“ und „Goofy“. Erstere Stellung zeichnet sich dadurch aus, dass das linke Bein während der Fahrt vorne ist. Bei Goofy wird das rechte Bein vorne positioniert. Um herauszufinden, welche Stellung Ihnen eher liegt, können Sie sich einfach auf das Board stellen und beide Standarten ausprobieren. Normalerweise sollten Sie sich intuitiv mit einer dieser beiden Stellungen auf Anhieb wohler fühlen.

Wenn Sie hohe Ansprüche an sich selbst stellen, ist es empfehlenswert, von Anfang an beide Fußstellungen zu üben. Dies fördert eine gleichmäßige Muskelbeanspruchung. Wenn Sie sich zudem später steigern möchten, ist es von Vorteil, variabel auf dem Board stehen zu können.

Mit dem hinteren Fuß nehmen Sie Schwung, während das Gewicht auf dem vorderen Fuß liegt. Rollen Sie den Fuß dabei immer ganz ab, so erhalten Sie mehr Schwung und eine angemessene Geschwindigkeit. Wichtig ist, dass Sie bei der Fahrt Ihre Knie durchgehend leicht gebeugt halten. In den Kurven und bei Abhängen sollten Sie die Knie stark beugen.

Wie Sie bremsen und Kurven nehmen, erfahren Sie in folgendem Video „Longboard lernen für Anfänger“:

(c) Moin Yamina

3. Wie Sie Ihr Longboard instand halten

Wenn Sie Ihr Longboard häufig nutzen, bleiben Kratzer auf dem Brett nicht aus. Um den Schaden so weit wie möglich zu begrenzen, sollten Sie Ihr Board regelmäßig pflegen. Die Inspektion muss nicht durch einen Fachmann erfolgen, sondern lässt sich auch zu Hause selbst erledigen. Hierzu benötigen Sie einen Schraubenzieher und eventuell Schmier-Öl.

Am besten führen Sie den Sicherheitscheck stets vor der Fahrt durch.

  1. Grobe Verschmutzungen lassen sich mit einem feuchten Tuch entfernen. In die Ecken gelangen Sie mit einer alten Zahnbürste.
  2. Prüfen Sie das Deck auf Mängel wie Risse oder Brüche.
  3. Entfernen Sie kleine Steinchen, die sich gegebenenfalls an den Rollen festgesetzt haben. Stark abgenutzte Rollen sollten ausgetauscht werden.
  4. Kontrollieren Sie die Schrauben: Da diese durch die Erschütterungen während der Fahrt gelockert werden können, sollten sie gelegentlich angezogen werden.

Ein wenig aufwendiger gestaltet sich die Reinigung der Kugellager. Eine gründliche Säuberung sollte mindestens zweimal im Jahr erfolgen – bei Vielfahrern entsprechend häufiger. Beginnen Sie damit, zunächst die vier Rollen abzuschrauben und anschließend die Kugellager aus den Rollen zu drücken. Die Kugellager werden nun in einen Behälter mit einer Mixtur aus Zitrusreiniger und Wasser gegeben und nach kurzer Einwirkzeit sorgfältig mit Wasser abgespült. Schmieren Sie anschließend die Lager mit wenigen Tropfen Öl ein.

Schonen Sie die Kugellager, indem Sie das Fahren auf nassen, staubigen und sandigen Untergründen vermeiden, da andernfalls verstärkt Schmutz in die Kugellager geraten kann.

FAQ

  • Was bedeuten die englischen Fachbegriffe beim Longboarden?

    Da das Longboard seinen Ursprung im anglo-amerikanischen Raum hat, gibt es häufig keine Übersetzungen ins Deutsche. In der Tabelle finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Begriffe zum Thema Longboard:

    DeckBrett
    CruiserLongboard zum gemütlichen Fahren
    DownhillBefahren von Abhängen
    FreeriderFür das Freeriden konzipiertes Deck
    FlexDurchbiegung des Bretts zwischen den Achsen
    KicktailHochgezogener, hinterer Teil des Decks
    PintailSpezielle Form des Decks, angelehnt an die Form eines Surfbretts
    ShapeForm des Decks
    BaseplatePlatte, die die Achsen mit dem Brett verbindet
    HangerTeil der Achse, an dem die Rollen befestigt sind
    KingpinSchraube, die die Achse zusammenhält
    CutoutsAussparungen an den vier Enden des Decks
    GriptapeRaue Fläche auf dem Deck für mehr Standfestigkeit
    LipKante des Decks
    SlidenQuer zur Fahrbahn rutschen
  • Welches Hudora Longboard ist das richtige für mich?

    Welches Board für Sie das richtige ist, hängt von Ihrem individuellen Vorhaben ab: Wollen Sie das Longboard für regelmäßige Fahrten von einem Ort zum anderen nutzen, geht es Ihnen hauptsächlich um sportliche und rasante Downhill-Fahrten oder möchten Sie Tricks mit dem Board erlernen? Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Eigenschaften des Boards Ihren individuellen Ansprüchen entsprechen. Rollen, Deck und Achsen sind dabei die entscheidenden Faktoren.

  • Welches Schuhwerk eignet sich zum Longboarden?

    Schuhe, die Sie beim Longboardfahren tragen, sollten eng anliegen, um einen sicheren Stand auf dem Brett zu garantieren. Zudem müssen Sie bequem und robust sein, da sich die Sohle durch das Bremsen mit dem Schuh und durch die Reibung auf dem rauen Griptape schnell abnutzt. Andererseits darf die Sohle nicht zu dick sein, um das Gefühl für das Board nicht zu verlieren. Für professionelle Downhill-Fahrer empfiehlt sich eine zusätzliche Bremssohle, die unter die Schuhsohle geklebt wird.

Rebecca Esser
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