
Wissenswertes zu Seniorenbetten
Mit einem Seniorenbett gestalten Sie Ihren Alltag auch im Alter komfortabel. Das tägliche Aufstehen und Hinlegen kann bei normalen Betten durch verminderte Beweglichkeit und/oder Schmerzen zu einer enormen Hürde werden. Daher ist es ratsam, sich in diesem Fall ein Bett anzuschaffen, das über eine Komforthöhe für den bequemen Ein- und Ausstieg verfügt.
1. Einsatzgebiet von Seniorenbetten
Ungeachtet des Alters richtet sich ein Seniorenbett an alle Menschen, deren Bewegungsapparat eingeschränkt ist und deswegen besondere Hilfe benötigen. Um ihre Autonomie zu fördern, kann ein Bett mit Komforthöhe angeschafft werden. Diese beträgt etwa 42 bis 60 Zentimeter – die perfekte Höhe des Rahmens bemisst sich nach der eigenen Körpergröße. Das hilft nicht nur beim Ein- und Ausstieg in das Bett, sondern bietet darüber hinaus noch andere Vorteile. Beispielsweise können Sie Ihre Kleidung bequem im Sitzen anziehen, wenn Sie sich stehend zu unsicher fühlen. Außerdem wird das Bett zu einem angenehmen Sitzmöbel, wenn Abwechslung von Sesseln oder Stühlen gesucht wird.
Ein Seniorenbett ist nicht mit einem Pflegebett gleichzusetzen. Letzteres verfügt über deutlich mehr Möglichkeiten, zum Beispiel kann es in der Höhe verstellt werden, um nicht nur der pflegebedürftigen Person, sondern auch dem Pflegenden sämtliche Aktivitäten zu erleichtern.
2. Ausstattung
In ihren Bestandteilen unterscheiden sich Seniorenbetten nur gering von klassischen Betten: Es gibt sie in verschiedenen Bauweisen, wobei die Ausführungen mit hohen Seitenteilen und nur wenig höheren Kopf. und Fußende dominieren. Meistens bestehen sie aus Massivholz, das einen äußerst stabilen Rahmen bildet, wodurch das Abstützen oder Festhalten an allen Teilen des Gestells problemlos möglich ist.
Die richtige Höhe des Betts hängt von Ihrer Körpergröße ab – perfekt ist sie, wenn sich Ihre Füße beim Sitzen ein kleines Stück über dem Boden befinden.
Eine langlebige Matratze, die auf Ihr Körpergewicht abgestimmt ist, zählt ebenfalls zur nötigen Grundausstattung. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit eignen sich Matratzen aus Visco- und Kaltschaum hervorragend für den Einsatz im Seniorenbett: Sie beugen Wundliegen und Druckschmerzen vor, ohne an Stabilität einzubüßen.
Seniorenbetten unterscheiden sich optisch kaum von klassischen Betten.
Manche Seniorenbetten weisen Besonderheiten hinsichtlich des Lattenrosts auf: Durch mechanisch oder elektrisch verstellbare Lattenroste kann die Liegeposition perfekt angepasst werden. In der Regel ist es möglich, Fuß- und Kopfbereich unabhängig voneinander zu regulieren. Ob Sie nach einem langen Tag die Füße hochlegen oder gerne im Bett lesen möchten – mit einem flexiblen Lattenrost wird beides zur Wohltat.
Wenn an manchen Tagen die Kraft nachlässt, helfen elektrisch verstellbare Lattenroste aus. Daher empfiehlt sich ihre Anschaffung besonders für Menschen im höheren Alter, die alleine leben.
Einige Hersteller bieten passend zum höheren Bett weitere Möbel an, wie zum Beispiel Nachttische. Außerdem finden Sie zahlreiche Nachtkonsolen für Boxspringbetten, die ebenfalls über eine überdurchschnittliche Höhe verfügen.
3. Arten
Bei einem Seniorenbett haben Sie die Wahl zwischen Einzel- und Doppelbett, wobei die Liegefläche des Einzelbetts in der Regel 100 Zentimeter beträgt, um ein bequemes Liegen und Bewegen zu ermöglichen, ohne dass die Gefahr des Herausfallens besteht. Bei beiden Ausführungen dominieren Weiß oder helle Holzfarbtöne.
Ob als Einzel- oder Doppelbett: Dank der hohen Rahmenteile können Sie auch im hohen Alter bequem aus dem Bett steigen.
Das Bettgestell ist in der Regel in klassischer Form gehalten und die etwas höheren Seitenteile (= Seitenwangen) ermöglichen es Ihnen, sich beim Aufstehen oder Hinlegen mit den Händen abzustützen. Die größtenteils aus Massivholz bestehenden Modelle sind optisch oft dem Landhausstil nachempfunden, doch es gibt auch Polster- und Boxspringbetten, die aufgrund ihrer Höhe als Seniorenbett geeignet sind. Nicht zu empfehlen sind dagegen niedrige Futonbetten, die über keinen Lattenrost verfügen und dadurch eine relativ harte Liegefläche aufweisen.
4. FAQ
- Ist ein Seniorenbett ein Pflegebett?
Senioren- und Pflegebetten sind nicht das Gleiche: Während ein Pflegebett darauf ausgelegt ist, dass ein Pflegender einen möglichst vielseitigen Zugang zur pflegebedürftigen Person erhält und daher höhenverstellbar ist, sollen Seniorenbetten die Autonomie des Menschen erhalten. Durch Komforthöhe und einen stabilen Rahmen wird das selbstständige Aufstehen und Hinlegen ermöglicht. Zudem fehlen bei Seniorenbetten einige weitere Ausstattungsmerkmale wie Bettgitter und Rollen.
- Welche Matratze eignet sich für ein Seniorenbett?
Da Seniorenbetten in den handelsüblichen Größen gefertigt werden und auch die Komfortbreite des Einzelbetts von 100 Zentimetern häufig bei anderen Bettgestellen zu finden ist, können Sie auf eine große Auswahl an Matratzen zurückgreifen. Allerdings empfehlen sich nicht alle Matratzenarten. Besonders eignen sich Visco- und Kaltschaummatratzen, da diese sich perfekt an den Körper anpassen, ohne dass er zu tief einsinkt. Testen Sie die Matratze am besten zu Hause in Ihrem Bett, denn die Kombination aus Matratze, Lattenrost und Bettgestell ist entscheidend für einen komfortablen und erholsamen Schlaf.



























