Bierglas-Ratgeber
Ob beim gemütlichen Beisammensein mit Freunden, auf einer Party oder als Feierabendbier, es gibt viele Situationen im Leben wo ein kühles Bier nicht fehlen darf. Doch beim Biergenuss kommt es nicht nur auf die Biersorte an, sondern auch auf das richtige Bierglas. Schließlich hat Bier eine lange Tradition, die sich bei wahren Bierkennern auch in der Verwendung des richtigen Bierglases widerspiegelt.
1. Die Entwicklung vom Bierglas

Schon im alten Ägypten kannte man die ersten Biergläser. Verantwortlich dafür waren die Römer, die die Gefäße auf ihren Eroberungszügen kennenlernten und sie unseren germanischen Vorfahren näher brachten. Durchsetzen konnte sich das Bierglas dann aber erst gegen Mitte des 19. Jahrhunderts. Ausgelöst wurde dieser Trend durch die aus Deutschland stammenden Lagerbiere und die Pilsener Biere aus der Tschechoslowakei, die zu dieser Zeit immer beliebter wurden. Damit die jeweilige Biersorte ihr komplettes Aroma entfalten und eine Schaumkrone bilden kann, durfte das passende Bierglas natürlich nicht fehlen. Neben den speziellen Biergläsern gibt es aber auch sogenannte neutrale Biergläser, die sich für jede Biersorte eignen. Mittlerweile haben sich für Biergläser viele unterschiedliche Bezeichnungen entwickelt. Darunter unter anderem: Humpen, Stößchen, Stiefel oder Kölner Stange.
2. Die Bierglasarten im Überblick

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen 7 verschiedene Arten von Biergläsern. Biergläser in Tulpenform kommen für den Ausschank von Pils zum Einsatz. Die Form begünstigt die Bildung einer besonders schönen Bierblume. Sie weisen in der Regel ein Fassungsvermögen von 0,3 Liter auf. Der Bierkrug ist ein traditionelles Bierglas mit einem Fassungsvermögen von 0,4 bis 0,5 Liter. Hinzu kommt das zylindrische Bierglas mit 0,2 Liter Fassungsvermögen, welches auch als Stange bezeichnet wird. Wie der Name schon vermuten lässt, wird das Altbierglas für Altbier verwendet. Es fasst 0,2 bis 0,4 Liter. Ein weiteres traditionelles Bierglas ist die Weiße Schale mit 0,3 Liter Fassungsvermögen. Dann gibt es noch das Weizenbierglas für Weißbier mit 0,4 bis 0,5 Liter. Das deutsche Standardglas wird als Willybecher bezeichnet. Der Boden ist ganz schmal und zur Mitte hin wird das Glas dickbäuchiger, wobei es nach oben hin wieder schmal zusammenläuft. Erhältlich ist der Willybecher in den Größen 0,2, 0,25, 0,3, 04, und 05 Liter.
3. Die Vorteile von einem Bierglas

Im Vergleichen zu einem Bierkrug hat ein Bierglas viele Vorteile. Der große Vorteil besteht in der Optik. Durch das Glas kommt das Bier schön zur Geltung und sorgt dafür, dass die Bierkrone in ihrer vollen Pracht betrachtet werden kann. Das ist nicht nur bei hellen Biersorten sondern auch bei dunklen Biersorten schön anzuschauen. Des Weiteren unterstützt die Wahl des richtigen Bierglases das Aroma des Bieres. Daher sollte dieser Bereich auf keinen Fall unterschätzt werden.
4. Wie sollte ein Bierglas gereinigt werden?
Bei der Reinigung von einem Bierglas sollte am besten nur heißes Wasser benutzt werden ohne jegliche Zusätze. Handelt es sich um sehr starke Verunreinigungen dann sollte ruhig ein Reinigungsmittel genutzt werden. Hier sind spezielle Mittel aus dem Fachhandel zu empfehlen. Besonders bewährt haben sich in diesem Bereich sogenannte Reinigungstabletten. Diese werden ins Wasser gegeben und lösen sich ähnlich wie Brausetabletten direkt auf. Sie reinigen das Glas rückstandsfrei. Auch beim Abtrocknen des Bierglases gibt es einiges zu beachten. Das Bierglas sollte nie mit einem Handtuch abgetrocknet werden. Besser ist es, wenn das Glas an der Luft trocknet. Dabei sollte das Glas nur dann zum Trocknen gestülpt werden, wenn eine entsprechende Vorrichtung vorhanden ist, die für eine Luftzirkulation unter dem Glas sorgt. Das kann zum Beispiel ein Gitter sein. Ist dies nicht der Fall sollte es gut ausgeschüttelt und aufrecht getrocknet werden. Bevor das Glas dann schließlich zum Einsatz kommt, sollte es noch kurz mit Wasser ausgespült werden.
Auf Spülmittel sollte unbedingt verzichtet werden. Das Spülmittel führt nämlich dazu, dass sich mit der Zeit ein Film auf dem Glas bildet, was die Bildung einer Schaumkrone verhindert.








































