[Quelle Headerbild: iStock.com/Jakob Wackerhausen]
Immer geschützt: Baby Sonnencreme
Babyhaut ist besonders empfindlich und zart: intensiver Sonnenschutz ist daher essenziell. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles rund um das Thema Baby Sonnencreme.
1. Welche Kriterien sollte Baby Sonnencreme erfüllen?
Zarte Babyhaut muss in jedem Fall vor schädlichen UV-Strahlen geschützt werden. Sonnencreme für Babys muss dabei besondere Kriterien erfüllen.
1.1 Inhaltsstoffe und Lichtschutzfaktor
Mineralische Sonnencreme mit LSF 50
Sonnencremes für Babys und Kleinkinder sollten immer einen Lichtschutzfaktor 30, besser sogar 50, aufweisen, um ausreichenden Schutz zu gewährleisten.
Während bei Erwachsenen zwischen Sunblockern mit mineralischen und chemischen Filtern differenziert wird, basieren die Produkte für Babys in der Regel nur auf mineralischen Filtern. Chemische Inhaltsstoffe können Erwachsenen nicht schaden, bei Babys jedoch Allergien auslösen. Sonnencremes für Erwachsene mit chemischen Filtern werden oft in Spray- oder Mousse-Form verkauft und lassen sich leichter auf der Haut verteilen als mineralische.
Neben der Unterscheidung zwischen chemischer und mineralischer Sonnencreme, sollten die Varianten für Babys im Idealfall frei von
- Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen,
- Zinkoxiden,
- Parabenen,
- Paraffinen,
- Silikonen,
- Aluminiumsalzen,
- und Nanopartikeln
sein.
Zudem sollte die Creme sowohl einen UVA- als auch einen UVB-Schutz gewährleisten.
Bitte beachten Sie: Viele chemische Zusätze sorgen dafür, dass die Cremes sich leichter verteilen lassen oder unsichtbar auf der Haut sind. Dies ist bei Sonnencremes für Babys nicht der Fall, weshalb die Creme oft recht lange sichtbar ist und weniger schnell einzieht.
1.2 Baby Sonnencreme bei Neurodermitis
Einige Babys leiden unter der Hauterkrankung Neurodermitis. Sie haben eine besonders empfindliche Haut und sollten noch seltener der Sonne ausgesetzt sein. Zudem empfiehlt sich hier immer die Verwendung einer Creme ab Lichtschutzfaktor 50. Spezielle Sunblocker für sensitive Haut gänzlich ohne Duftstoffe erweisen sich bei Kindern mit Neurodermitis oder anderen Hauterkrankungen am wirkungsvollsten. Wenn Sie unsicher sind, können Sie auch Ihren Kinder- oder Hautarzt nach geeigneten Cremes fragen.
2. Baby Sonnencreme richtig auftragen
Generell gilt: Babys und Kleinkinder sollten niemals direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. In den ersten Monaten ist die Haut des Babys zu dünn und kann nicht braun werden, sondern lediglich verbrennen. Gehen Sie also mit Ihrem Kleinen in die Sonne, sollten Sie darauf achten, dass ein Schattenplatz in der Nähe ist. Außerdem sollten Babys immer einen Sonnenhut oder eine andere Kopfbedeckung sowie Kleidung, die zusätzlich vor UV-Strahlung schützt tragen.
Hier alles aus der Kategorie Babybademode entdecken
Manchmal ist es unumgänglich, dass Ihr Baby direkter Sonne ausgesetzt ist.
Es wird häufig empfohlen, Sonnencreme nicht für Babys unter einem Jahr einzusetzen. Experten erklären, dass manche Inhaltsstoffe der Cremes für Babys schädlich sein können. Zudem lernen die Kleinen in den ersten Monaten, richtig zu schwitzen. Dies wird durch das Auftragen von Sonnencreme erschwert. Kinder bis zu zwölf Monaten sollten daher immer so gut es geht vor Sonnenstrahlen geschützt bleiben. Ist dies aber nicht möglich – zum Beispiel beim Baden im Sommerurlaub – oder ist Ihr Baby älter als ein Jahr, muss Sonnencreme allerdings immer griffbereit sein.
Achten Sie beim Auftragen von Baby Sonnencreme auf die folgenden Punkte:
- Seien Sie großzügig – je mehr Sonnencreme Sie auftragen, desto höher ist auch der Schutz.
- Ist Ihr Baby jünger als zwölf Monate sollten Sie die Creme nicht am ganzen Körper auftragen, sondern nur an Stellen, die nicht durch Kleidung geschützt sind.
- Verwenden Sie nur Sonnencreme, die für Babys geeignet ist.
- Tragen Sie die Creme eine halbe Stunde bevor Ihr Kind in die Sonne kommt auf.
- Wiederholen Sie das Auftragen der Creme in etwa alle zwei Stunden oder häufiger.
- Sollte Ihr Baby Kontakt mit Wasser haben, achten Sie auf den Einsatz von wasserfester Sonnencreme.
- Auch im Schatten ist das Eincremen unerlässlich.
3. FAQ
Wann braucht mein Baby Sonnencreme?
Ist Ihr Kind unter zwölf Monate alt, sollten Sie Sonnencreme nur im Ausnahmefall einsetzen und die Haut besser durch UV-Kleidung, eine Kopfbedeckung sowie ein Sonnensegel am Kinderwagen schützen. Kinder über einem Jahr sollten immer dann Sonnencreme aufgetragen bekommen, wenn Sie sich länger als zehn Minuten in der Sonne aufhalten.
Wie lange darf mein Baby in die Sonne?
Ohne Schutz kann Babyhaut bereits nach zehn Minuten in der Sonne verbrennen. Generell sollte Ihr Kind nie zu lange der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Achten Sie daher beispielsweise darauf, dass es sich nach dem Baden im Pool oder Meer gut abgetrocknet im Schatten von der Sonne erholen kann. Eine maximale Sonnenzeit von 20 bis 30 Minuten ist mit ausreichendem Schutz vor UV-Strahlen empfehlenswert. Mittagssonne zwischen 11 und 14 Uhr sollte komplett vermieden werden.
Was tue ich, wenn mein Baby Sonnenbrand hat?
Sonnenbrand ist bereits für Erwachsene sehr schmerzhaft, auf zarter Babyhaut richtet er noch weitaus größere Schäden an. Der Schutzschild der Haut ist erst im Erwachsenenalter völlig ausgeprägt. Sollten es trotz Sonnenschutz zu einer Verbrennung der Haut gekommen sein, beachten Sie bitte die folgenden Tipps:
- Kühlen Sie die verbrannten Stellen mit einem feuchten Baumwolltuch oder legen Sie Kompressen aus kaltem Kamillentee darauf.
- Ein kühles Bad kann ebenfalls guttun – achten Sie hier jedoch auf die Reaktion Ihres Babys und fahren Sie nur fort, wenn das Bad ihm gefällt. Vermeiden Sie die Zugabe von Badeschaum oder Duschgel.
- Betupfen Sie die stellen mit einer kühlenden Salbe oder einem Aloe Vera-Gel. Verwenden Sie niemals Cremes oder Öle, da diese nicht kühlend wirken und so die Schmerzen noch verschlimmern können.
- Je nach Schwere der Verbrennungen sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen. Dies ist dann besonders dringend, wenn Ihr Kind zusätzlich zu dem Sonnenbrand auch unter Fieber, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen leidet oder es auf der Haut zu einer Blasenbildung kommt.






































