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Wissenswertes über Kettenführungen
1. Wozu eine Kettenführung?
Sowohl Profis als auch Hobby-Radler leiden, insbesondere bei ruppigem Gelände wie auf Wald- und Cross-Trails, häufig unter dem gleichen Problem: Bei Sprüngen oder dem Fahren über Wurzeln kann es passieren, dass die Kette aufgrund der Erschütterungen vom Kettenblatt beziehungsweise den Ritzeln rutscht. Das kann unter Umständen zu Unfällen führen und daher stellt eine Kettenführung eine wichtige Sicherheitskomponente dar.
Fahrrad mit Kettenschutz
Bei Cityrädern, die über einen Kettenschutz verfügen, unter welchem die Kette verborgen ist, wird sie automatisch so geführt, dass sie nicht abspringen kann. Bei geländefähigen Zweirädern wie Mountainbikes, Enduros, Downhill-Rädern, aber auch bei Rennrädern und Singlespeed-Fahrrädern wird jedoch manchmal zugunsten des Gewichts an einer Kettenführung gespart. Diese kann aber bei fast jedem Fahrrad, bei dem die Kette freiliegt, problemlos nachgerüstet werden.
Links ein Singlespeed-Fahrrad ohne, rechts ein Mountainbike mit Kettenführung
2. Wie funktioniert eine Kettenführung?
Eine Kettenführung kommt in verschiedenen Ausführungen vor und besteht aus unterschiedlichen Teilen:
- Ein oberer Teil, die Kettenführung, welcher die Kette auf dem Kettenblatt hält und das Abrutschen von den Ritzeln bei Erschütterungen verhindert.
- Ein unterer Teil, dem Kettenspanner, der sowohl eine führende als auch eine aufziehende Funktion hat. Dadurch wird gewährleistet, dass die Kette stets die gleiche Spannung aufweist und somit für einen gleichmäßigen und schwingungsarmen Lauf sorgt. Eine Kettenführung, die nur über den unteren Teil verfügt, funktioniert mithilfe des Umwerfers der Gangschaltung, welcher am oberen Teil des Kettenblattes sitzt.
- Es gibt auch Varianten, die über einen sogenannten Bashguard, auch Kettenblattschutz genannt, verfügen. Dabei handelt es sich um einen Schutzring, der das Kettenblatt sowie die Kurbel und die Getriebeeinheit vor Beschädigungen und Schmitz abschirmt. Somit wird automatisch auch die Kette geschützt und in Position gehalten.
Eine klassische Kettenführung mithilfe einer Führungsrolle, Kettenspanner und Bashguard.
3. Montage
Kettenführungen können auf unterschiedliche Weise am Fahrrad angebracht werden. Die am häufigsten verwendeten Modelle können entweder
- unter dem Kettenblatt,
- am Zugführungshalter,
- am Rahmen,
- am Umwerfer,
- am Tretlager (beispielsweise dank einer ISCG-Vorrichtung, der Dreipunktbefestigung),
- oder am Sitzrohr
befestigt werden.
Kettenführungen zur Befestigung am Tretlager mit ISCG-Vorrichtung, am Sitzrohr und zur Befestigung am Zugführungshalter
Welche Befestigungsart Sie wählen, hängt unter anderem davon ab, ob und welche Kettenführungsaufnahme an Ihrem Fahrrad vorhanden ist.






































