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Kettenschutz
1. Sinn und Zweck eines Kettenschutzes
Die Fahrradkette ist bei den meisten Rädern mit einem Schutzblech bedeckt. Dieses dient einerseits dazu, zu verhindert, dass sich kleine Zweige und Steinchen in der Kette verfangen oder diese stark verschmutzt, was die Gleichfähigkeit entschränkt. Andererseits wird auch der Radfahrer selbst geschützt: Der Kettenschutz verhindert, dass sich lange Hosenbeine in der Kette einklemmen, was schnell zu einem Unfall führen kann. Außerdem werden Verschmutzungen durch hochspritzenden Matsch bei Regen und Feuchtigkeit reduziert.
Klassisches Fahrradzubehör Kettenschutz aus Metall oder Kunststoff
Ein Kettenschutz wird auch als Kettenkasten bezeichnet. Ob der Kettenschutz auf Ihr Fahrrad passt, können Sie an verschiedenen Kriterien erkennen:
- Durchmesser (beispielsweise D=18 cm)
- Anzahl der Kurbelzähne: Achten Sie darauf, für welche Art von Kettenblättern das Schutzblech vorgesehen ist. Viele Modelle eignen sich beispielsweise für Ketten mit 48 Zähnen.
Fahrrad-Kettenschutzbleche sind unterschiedlichen Optiken erhältlich, beispielsweise Metallic-Look oder schwarz-hochglanzpoliert. Die meisten Schutzbleche sind verstellbar und lassen sich an diversen Fahrradketten montieren. Achten Sie diesbezüglich auf die Beschreibung in den Herstellerangaben.
Die meisten Kettenschutze bestehen aus einem schlagfesten Kunststoff oder aus einem robusten Metall – meistens Aluminium –, sodass auch kleine Steine auf dem Weg das Material nicht beschädigen.
2. Aufbau
Generell wird bei Schutzblechen zwischen Vollkettenschutz und Teilkettenschutz unterschieden. Der Vollkettenschutz ist häufig bei Hollandrädern sowie Tourenbikes für das Gelände zu finden. Verbreiteter ist jedoch die Bauform Teilkettenschutz. Damit sich die Hose nicht in der Fahrradkette verfängt, ist es wichtig, dass die Kettenabdeckung mit einem sogenannten Flügel ausgestattet ist, der nicht nur den Teil der Kette am Pedal abdeckt, sondern bis zum Hinterrad reicht.
Flügelförmiger Kettenschutz für die Fahrradkette (rechts: Teilkettenschutz, links: Vollkettenschutz)
Anstatt eines einflügeligen Kettenschutzes sind auch Modelle mit zwei Flügeln erhältlich.
Diese Art der Kettenabdeckung ist jedoch nicht für alle Fahrräder geeignet. Vor allem sportliche Bikes sind so konturiert, dass der flügelförmige Kettenschutz nicht angebracht werden kann. In diesem Fall eignen sich sogenannte Kettenschutzscheiben. Die Gefahr, dass sich das Hosenbein – beispielsweise einer Jeans – in der Kette verfängt, ist höher als bei einem Flügel-Kettenschutz. Allerdings sind solche Fahrräder sowieso eher im sportlichen Bereich zu finden, wo enge und kurze Radlerhosen getragen werden.
Kettenschutzscheibe
Häufig sind Kettenschutz-Bleche aus einem Guss erhältlich und im Lieferumfang alle für die Montage benötigten Elemente enthalten. Sie erhalten jedoch auch Kettenschutz-Ersatz- beziehungsweise Einzelteile, wie beispielsweise einen Kettenschutz-Bügel.
Kettenschutz Chainrunner
Ein Chainrunner ist ein besonderer Vollkettenschutz, bei dem die Kette rundherum umschlossen wird, indem sie durch zwei Vierkant-Kunststoffrohre geführt wird. Diese Technik funktioniert allerdings nur bei Nabenschaltungen.
Bekannte Marken für Kettenschutze sind:
- Prophete
- Shimano
- Hebie


































