[Quelle Headerbild: iStock.com/Jacob Wackerhausen]
Wissenswertes über Unterwasserkameras
1. Arten von Unterwasserkameras
Wer beim Baden und Tauchen gerne Foto- und Videoaufnahmen unter der Wasseroberfläche machen möchte, der benötigt eine Kamera, die auch unter Wasser funktioniert. Dafür ist vor allem entscheidend, dass die Kamera so abgedichtet ist, dass keine Flüssigkeit an die Elektronik im Inneren gerät. In der folgenden Tabelle stellen wir verschiedene Arten von wasserfesten Kameras vor.
Kompaktkameras
- einfache Digitalkameras mit einem Objektiv
- erleichterte Handhabung dank Fotoautomatik
- besonders für Hobbyfotografen geeignet
Action-Cams
- kleine, handliche Digitalkameras
- für Videoaufnahmen im Sportbereich konzipiert
- sehr gute Videoqualität, Fotoqualität meist etwas schlechter
- am besten für Wassersportler geeignet
Einweg-Unterwasserkameras
- Filmkameras ohne digitale Fotospeicherung
- geringere Bildqualität aber günstiger Preis
- für einmalige Spaßaufnahmen unter Wasser
Mit einer Unterwasserkamera kannst du eindrücke der Unterwasserwelt einfangen. [Quelle: iStock.com/Christopher Ames]
2. Kaufkriterien
Generell gelten dieselben Kaufkriterien wie für alle Kameras, wenn es um die Bildauflösung, Akkulaufzeit oder Speicherkapazität geht. In diesem Abschnitt wird deshalb nur auf Punkte eingegangen, die speziell für Unterwasseraufnahmen wichtig sind.
- Tauchtiefe: Wasserdichte Kameras können nicht beliebig tief mit unter Wasser genommen werden. Die meisten Modelle sind bis fünf oder zehn Meter unter der Oberfläche wasserdicht und eignen sich so zum Schwimmen und Schnorcheln sowie für flache Tauchgänge. Für tieferes Tauchen gibt es Unterwasserkameras mit Tauchtiefen bis zu 30 oder sogar 60 Metern.
- Bildstabilisierung: Im Wasser gibt es Strömungen und ein Mensch kann beim Schwimmen nur schwer stillhalten. Deshalb ist eine gute, automatische Bildstabilisierung für die Unterwasserfotografie wichtig.
- Bildsensor und Blitz: Unter der Wasseroberfläche gibt es weniger Licht. Damit man auf den Fotos Details erkennen kann, sollte die Kamera einen möglichst großen Bildsensor aufweisen und bestenfalls über eine Blitzfunktion verfügen.
- Handhabung: Die Bedienung einer Kamera ist unter Wasser oft erschwert. Deswegen sollte eine gute Unterwasserkamera besonders leicht zu handhaben sein. Dazu gehören große Bedienknöpfe mit ausreichend Abstand und ein großes Display, von dem auch unter der Oberfläche abgelesen werden kann.
3. Alternativen und Zubehör
Außer einer Unterwasserkamera gibt es noch andere Produkte, die die Unterwasserfotografie erleichtern.
Wasserfeste Hülle für Smartphone
Wasserfeste Gehäuse für Kameras und Smartphones
Wenn du bereits eine Kamera hast, kannst du dir auch einfach eine wasserdichte Hülle dafür zulegen, mit der du sie ebenso gut für Unterwasseraufnahmen verwenden kannst. Solche Gehäuse gibt es sogar für DSLR-Profi-Kameras. Achte darauf, ein hochwertiges Gehäuse zu verwenden, das auch wirklich dichthält. Auch für Smartphones gibt es spezielle wasserfeste Hüllen. Diese lohnen sich selbst für bereits wassergeschützte Handys, da diese meist nicht für Salzwasser und nur für Tiefen von ein paar Metern geeignet sind.
Festmachvorrichtungen und Bojen
Damit die Kamera nicht herunterfällt und bis zum Meeresboden sinkt, gibt es vor allem für Action-Cams verschiedene Accessoires, um sie an Körper oder Tauchausrüstung zu befestigen. Praktisch sind auch kleine Bojen, welche die Kamera bei Verlust an die Wasseroberfläche treiben lassen.
Farbfilter
Je tiefer du abtauchst, desto schwieriger erkennbar werden Farben. Rottöne sind schon ab etwa fünf Metern nicht mehr zu erkennen. Damit deine Aufnahmen von Unterwasserwelten trotzdem farbenfroh erscheinen, kannst du zum Beispiel einen Rotfilter vor die Linse stecken.
4. FAQ
Kann man mit einer Unterwasserkamera auch normale Fotos machen?
Eine Unterwasserkamera ist eine normale Kamera, die wasserdicht gemacht wurde. Insofern kannst du sie auch für Aufnahmen außerhalb des Wassers benutzen. Die meisten Unterwasser-Kompaktkameras sind mit einem Automatikmodus ausgestattet, der sich an die Lichtverhältnisse anpasst, und verfügen über ein paar weitere Motivprogramme für klassische Fotos. Noch dazu sind Unterwasserkameras oft besonders stoßfest und auch gegen Staub geschützt, sodass sie sich auch für Fotos in staubiger oder sandiger Umgebung gut eignen.
Welche Unterwasserkamera eignet sich zum Tauchen?
Die Wahl der Unterwasserkamera hängt vor allem davon ab, wie tief du damit tauchen möchtest. Den größten Spielraum hast du mit Kameras, die eine Tauchtiefe von bis zu 60 Metern haben. Wenn du allerdings nur Tauchgänge in relativ flachem Gewässer bis zu zehn Metern machst, reichen auch einfachere Modelle.
Unterwasserkamera oder Action-Cam?
Eine Action-Cam lohnt sich vor allem, wenn du hochwertige Unterwasservideos aufnehmen oder beim Wassersport filmen möchtest. Für reine Fotoaufnahmen sind Unterwasser-Kompaktkameras besser geeignet. Mehr zu den verschiedenen Arten von wasserdichten Kameras erfährst du in unserem Ratgeber.
































