
Informationen über Traversen
Traversen werden bei Veranstaltungen jeglicher Art eingesetzt, um Beleuchtungselemente und Lautsprecher aufzuhängen. Doch wie genau sehen Traversen aus? Welche Formen gibt es und wie setze ich die einzelnen Elemente zu einem Gerüst zusammen? In unserem Ratgeber erklären wir Ihnen alles, was Sie rund um das Thema wissen müssen.
1. Einsatzgebiete von Traversen
Aufbauten aus Traversen finden Sie an vielen Veranstaltungsorten. Dazu zählen beispielsweise:
- Clubs und Discotheken
- Konzerthallen und Festivalbühnen
- Theater und Opernhäuser
- Messehallen
Die einzelnen Bauelemente, die je nach benötigter Tragkraft aus Stahl oder Aluminium gefertigt sind, werden dabei zu brücken- oder würfelförmigen Konstrukten zusammengesetzt und dienen der Befestigung von Beleuchtungselektronik, Musikanlagen oder auch Dekoration. Wie genau die einzelnen Träger aufgebaut sind, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.
2. Traversen: Aufbau und Formen
Die Bezeichnung von Traversen orientiert sich anhand der Hauptrohre, aus denen sie bestehen. Generell gibt es die folgenden vier Grundformen:

- 1-Punkt-Traverse: Die einfachste Traversenart ähnelt einem Rohr, dessen Enden mit den Verbindungen anderer Elemente kompatibel sind. Ein-Punkt-Traversen nutzt man in der Regel zur zusätzlichen Stabilisierung der Gesamtkonstruktion.
- 2-Punkt-Traverse: Aufgrund Ihres Aufbaus mit zwei Rohren und der als Bracing bezeichneten Verstrebungen werden Zwei-Punkt-Traversen auch als Leitertraversen bezeichnet. Sie dienen beispielsweise als Schiene zur Befestigung von Vorhängen oder Bühnenprospekten.
- 3-Punkt-Traverse: Drei-Punkt-Traversen haben mehrere Einsatzgebiete: Sie kommen bei Traversenkonstruktionen entweder als vertikale Pfeiler (auch als Tower bezeichnet) oder als horizontale Träger zum Einsatz. An ihnen werden unter anderem Scheinwerfer oder Lautsprecherboxen befestigt. Darüber hinaus können sie auch schwebend an Stahlseilen oder -ketten befestigt eingesetzt werden.
- 4-Punkt-Traverse: Diese Elemente werden ebenfalls als Tower oder Träger verwendet und bieten aufgrund ihrer Konstruktion die höchste Belastbarkeit.
Die Stützpfeiler beziehungsweise Tower müssen stets mit Bodenplatten, speziellen Standfüßen oder weiteren Traversen seitlich abgesichert werden, um ein Umfallen der Konstruktion zu verhindern. Zum Ausgleich von Höhenunterschieden bei unebenen Böden können Sie sogenannte Ausgleichsmodule einsetzen.
Die Rohre selbst weisen in der Regel einen Durchmesser von 35 bis 50 Millimetern auf und bieten eine Materialstärke zwischen zehn und 20 Millimetern. Dabei sind die Traversenelemente in unterschiedlichen Längen und Breiten verfügbar. Dies ermöglicht es, einen Raum je nach Platzverhältnissen ideal auszunutzen.
Neben geraden Einheiten sind darüber hinaus gebogene und eckige Varianten – beispielsweise in T-Form – erhältlich. Mit diesen können verschiedene Konstruktionen wie Kreise realisiert werden, die auf die jeweiligen Gegebenheiten und Anforderungen anpassbar sind.
Die große Auswahl unterschiedlicher Elemente ermöglicht es Ihnen, diverse Formen zu bauen.
2.1 Verbindungselemente
Traversen können mit drei unterschiedlichen Systemen ausgestattet sein, mithilfe derer die einzelnen Träger miteinander verbunden werden:
- Konusverbinder
- Gabelverbinder
- Plattenverbinder
Konusverbinder halten Traversenelemente zusammen.
Konusverbinder (auch als Spacer bezeichnet) schieben Sie in die Öffnungen der Rohre und fixieren sie anschließend mit einem Bolzen.
Traversen mit Gabelverbinder weisen hingegen an einem Ende eine konkave Aussparung, am anderen Ende eine konvexe Erhöhung auf. Diese können wie ein Nut-und-Feder-System ineinandergesteckt und ebenfalls mit Bolzen gesichert werden.
Plattenverbinder entsprechen vom Aufbau und Einsatz her konventionellen Schellensystemen.
Achten Sie stets darauf, dass alle Traversen die gleichen Verbindungen aufweisen, um diese miteinander kombinieren zu können.
2.2 Ground Support
Als Ground Support wird ein spezieller Aufbau der Träger bezeichnet, der wie der schwebende Aufbau ein Absenken und Hochfahren horizontaler Traversen ermöglicht:
Dabei sind die Tower mit einem beweglichen Element, dem sogenannten Sleeve-Block, ausgestattet, an dem Sie die horizontalen Traversen anbringen. Zusätzlich befestigen Sie am oberen Ende der Tower einen Kettenzug. Die Kettenzüge verbinden Sie mit den Sleeve-Blöcken, was die Höhenregulierung der Trägertraversen ermöglicht.
Bodenplatte für Tower vom Ground Support
3. Tipps und Hinweise
Der Aufbau von Traversen sollte nur von Fachpersonal mit den nötigen Kenntnissen durchgeführt werden. Dabei ist stets auf die Belastbar- und Tragfähigkeit der Traversen sowie auf Normen und Regulierungen zu achten. Insbesondere bei Dachkonstruktionen sollten eventuelle Zusatzbelastungen, wie beispielsweise Regen oder Schnee, einberechnet werden.
Scheinwerfer, Lautsprecher, Discokugeln und andere Elemente, die Sie an den Trägern anbringen, müssen zusätzlich mit einem Sicherheitsseil gegen ein Herunterfallen gesichert sein.
Stromkabel können Sie auch durch die Rohre der Traversen führen. Dies sorgt für eine klare Optik und mehr Sicherheit.
Für kleine Aufbauten, wie etwa Messestände, können Sie eine Traverse an zwei Stativen aufhängen. Beachten Sie dabei jedoch die eingeschränkte Stabilität der Konstruktion.
4. FAQ
Was ist eine Traverse?
Als Traversen bezeichnet man Träger aus Aluminium oder Stahl, die als Teil eines modularen Systems beispielsweise im Bühnenbau Verwendung finden. Die einzelnen Elemente bestehen aus einem bis vier Rohren, die mithilfe von Querverstrebungen zu einer Einheit verbunden sind. Die Traversen werden horizontal und vertikal miteinander kombiniert und dienen unter anderem als Befestigung von Scheinwerfern, Bühnenprospekten, Vorhängen und Lautsprecherboxen in Theatern oder Clubs.
Kann man Möbel aus Traversen bauen?
Traversen sind im DIY-Bereich (Do-it-yourself-Bereich) beziehungsweise Möbelbau überaus beliebt: Sie bieten eine enorme Stabilität und Belastbarkeit und sind zugleich verhältnismäßig leicht. Daher eignen sich Traversen ideal zum Bauen von Tischen, Sitzmöbeln oder auch Betten.







































