
Wissenswertes zu Teichpflanzen
Bei der Planung eines Teichs sollten Sie auch die Bepflanzung durchdenken. Dabei sind die Bedürfnisse der Pflanzenarten zu berücksichtigen. Teichpflanzen werden benötigt, um das biologische Gleichgewicht langfristig gewährleisten zu können.
1. Erste Gedanken zur Planung der Bepflanzung
Die Planung des Gartenteichs richtet sich zunächst nach Gegebenheiten wie der Größe der Gartenfläche, die für den Teich zur Verfügung steht. Auch die gewünschte Tiefe ist hier ein wichtiger Faktor. Nicht zuletzt sind der genaue Ort und die unmittelbare Umgebung entscheidend und beeinflussen die Auswahl der passenden Teichpflanzen.
Die Wahl der richtigen Teichpflanzen ist wichtig für das biologische Gleichgewicht.
Ein Nebeneffekt der Bepflanzung ist, dass Sie keinen zusätzlichen Dünger für das Gedeihen der Pflanzen benötigen: Abfallende Blätter und weitere natürliche Rückstände zersetzen sich und sorgen für die natürliche Düngung des Teichs.
Standort-Faktoren für die Wahl von Teichpflanzen
- Ist der Standort des Teichs windgeschützt?
- Befinden sich Bäume oder Sträucher in unmittelbarer Umgebung, welche für Schatten sorgen?
- Ist der Teich auf ebenem Grund gegraben worden oder weist der Boden ein Gefälle auf?
Sonneneinstrahlung und Windverhältnisse schränken die Bepflanzung bereits im Vorfeld ein, da Teichpflanzen wie Seerosen oder Wasserpflanzen unterschiedliche Bedürfnisse an ihren Lebensraum stellen.
Beachten Sie: Unterwasserpflanzen sind deswegen wichtig, weil sie dem Teich Nährstoffe und somit die Grundlage für flächendeckende Algenbildung entziehen. Ein Algenteppich erschwert das Wachstum anderer Pflanzen.
2. Die unterschiedlichen Bepflanzungszonen
Grundsätzlich sollten Sie Ihren Teich so planen, dass er ausgehend von den Rändern hin zur Mitte in Stufen abfällt: Auf diese Weise können die Pflanzen im Untergrund der einzelnen Stufen genug Halt finden, um langfristig gesunde Wurzeln zu entwickeln, welche zusätzlichen Halt bieten.
Beachten Sie: Wenn Ihnen die Optik eines abgestuften Uferbereichs nicht zusagt, so sollten Sie bedenken, dass das Pflanzenwachstum mit der Zeit dazu führen wird, dass die Stufen nicht mehr zu erkennen sind.
Zonen nach Wassertiefe
Feuchtzone (unmittelbarer Uferbereich):
Der Bereich an den äußersten Rändern des Teichs wird als Feuchtzone bezeichnet. Der Untergrund ist hier dauerhaft feucht, ohne dass die Pflanzen direkt im Wasser stehen. Geeignete Pflanzen sind beispielsweise:
Greiskraut, Dreimasterblume, Trollblume
Sumpfzone (Wassertiefe bis 10 cm):
Die Sumpfzone entspricht in etwa sumpfigen Umgebungen in der freien Natur. Bis zu 10 Zentimeter stehen Pflanzen hier im Wasser. Geeignet für die Sumpfzone sind etwa:
Binse, Schlangenwurz, Wasserknöterich
Flachwasserzone (Wassertiefe bis 45 cm):
Die Flachwasserzone weist eine Tiefe von bis zu einem halben Meter auf und befindet sich auf der letzten Stufe vor der Tiefwasserzone. Pflanzen, die bei diesem Wasserstand gedeihen, sind unter anderem:
Brunnenkresse, Bachbunge, Hechtkraut
Tiefwasserzone (Wassertiefe über 45 cm):
Dieser Bereich wird auch als Seerosenzone bezeichnet, da der Lebensraum dieser Gewächse durch die entsprechende Wassertiefe gekennzeichnet ist. Weitere Vertreter, die hier gepflanzt werden können, sind:
Wasserpest, Tausendblatt, Laichkraut
In diesem Video wird die Aufteilung nach Zonen erklärt, außerdem werden Beispiele genannt, welche Pflanzen sich für welchen Bereich am besten eignen:
3. Substrat für Teichpflanzen
Als Substrate werden im Gartenbau jegliche Nährböden für Pflanzen bezeichnet. Für den Gartenteich und seine unterschiedlichen Zonen werden verschiedene Substrate benötigt, damit den jeweiligen Pflanzen möglichst ideale Wachstumsbedingungen geboten werden können.
- Für Pflanzen in der Feuchtzone ist ein Gemisch aus Sand, Gartenerde und Torf empfehlenswert. Damit der Nährboden durch starken Niederschlag oder Überschwemmungen nicht fortgespült werden kann, sollte eine Kiesschicht auf das Substrat ausgebracht werden.
- Bei der Flachwasserzone wird am besten ein Gemisch aus Lehm und Sand verwendet, das am Schluss mit einer Kiesschicht abgedeckt wird.
- In der Tiefwasserzone sollte auf ein flächendeckendes Substrat verzichtet werden. Seerosen und Co. werden am besten in Pflanztöpfen in den Grund des Teichs eingelassen. Die Behälter können beispielsweise in ein Vlies eingeschlagen werden, um zu verhindern, dass die Erde mit der Zeit fortgeschwemmt wird.
Achten Sie bei der Wahl des Kieses darauf, dass dieser keine scharfen Ecken und Kanten aufweist. Andernfalls können die Steine die Teichfolie beschädigen.Wie kann Algenbildung bei einem Teich verhindert werden?
Bis zu einem bestimmten Ausmaß ist Algenbildung ein normaler Prozess. Algen bilden sich dann vermehrt, wenn das Teichwasser sehr nährstoffreich ausfällt.Flächendeckende Algenbildung kann jedoch das Wachstum anderer Teichpflanzen hemmen. Aus diesem Grund sollten auch Unterwasserpflanzen bei der Bepflanzung eingeplant werden, um den Nährstoffhaushalt des Teiches zu regulieren.
4. FAQ
Was ist Substrat?
Als Substrat wird der Nährboden für Pflanzen bezeichnet. Die genaue Zusammensetzung des Substrats sollte an jede Bepflanzungszone angepasst werden, um den jeweiligen Ansprüchen der unterschiedlichen Pflanzen zu entsprechen.
In welcher Zone wachsen Seerosen?
Aufgrund der speziellen Bedürfnisse dieser Pflanzen werden sie in der Tiefwasserzone eingesetzt. Empfehlenswert ist es, die Pflanzen in Kübeln in den Teich zu setzen.
Kann ich Teichpflanzen in Blumenerde setzen?
Viele Teichpflanzen stellen besondere Ansprüche an den Boden und sollten deswegen in ein geeignetes Substrat gesetzt werden. Da klassische Blumenerde keinen Sand- oder Kiesanteil enthält, gilt sie nicht als empfehlenswert für Teichpflanzen.























