
Dünger Ratgeber
Damit die Pflanzen in Ihrem Garten prächtig blühen und der Rasen immer in sattem Grün erstrahlt, können Sie ein bisschen nachhelfen: Durch die zusätzlichen Nährstoffe im Dünger wird das Wachstum angeregt und die Pflanzen sind widerstandsfähiger. Welcher Dünger sich für welche Pflanzen am besten eignet und was Sie darüber hinaus rund um das Thema Düngen wissen müssen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
1. Organischer und mineralischer Dünger
Generell hat man bei der Wahl von Düngemitteln die Möglichkeit, sich für einen mineralischen oder einen organischen Dünger zu entscheiden. Während organischer Dünger aus natürlichen Abfallprodukten besteht, wird Mineralstoffdünger chemisch hergestellt.
1.1 Organischer Dünger
Organische Varianten gelten in der Regel als Langzeitdünger. Dazu zählen vor allem Kompost und Hornspäne beziehungsweise -mehl. Kompost wird vor allem zur Nährstoffversorgung von vielen Gehölzen verwendet und insbesondere halbreifer Kompost ist reich an Stickstoff. Dieser sollte jedoch nur oberflächlich aufgebracht werden, da ansonsten die Wurzeln der Pflanzen Schaden nehmen können.
Tipp: Sie können auch Kaffeesatz als Dünger nutzen. Mehr Tipps zu nachhaltigem Gärtnern finden Sie in unserer Themenwelt rund um Nachhaltigkeit.
1.2 Mineralischer Dünger
Mineralischer Dünger wird häufig als NPK-Volldünger bezeichnet. Dies steht für die wichtigsten Nährstoffe: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Er wird als Flüssigdünger, Düngestäbchen, Pulver und als Granulat angeboten. Volldünger versorgt die Pflanzen zuverlässig und schnell mit den wichtigsten Nährstoffen. Bei Langzeitdüngern werden die Mineralien hingegen langsamer abgegeben, da diese von einer Harzhülle umgeben sind, die sich allmählich zersetzt. Eine Übersicht über die Wirkung der verschiedenen Nährstoffe erhalten Sie in folgender Tabelle.
Dünger verhilft Ihren Pflanzen zu gesundem Wachstum
| Nährstoff | Wirkung |
|---|---|
| Stickstoff | Mehr Triebe und Blätter |
| Phosphor | Begünstigt das Bilden von Wurzeln und Blättern |
| Kalium | Stärkt das Pflanzengewebe und macht die Pflanze widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlingsbefall; verbessert das Aroma von Obst und Gemüse |
| Magnesium | Aufbau von Blattgrün |
| Schwefel | Bestandteil von Eiweißen und Geschmackstoffen; verbessert die Qualität von Obst und Gemüse |
Bringen Sie mineralischen Dünger nur in geringen Mengen aus. Speziell Stickstoff kann Umweltprobleme verursachen, da dieser durch den Regen schnell in tiefere Bodenschichten gelangt und somit die Qualität des Grundwassers beeinträchtigt. Verwenden Sie Mineraldünger daher nur, wenn Ihre Pflanzen unter akutem Nährstoffmangel leiden.
2. Verschiedene Düngemittel
Düngemittel werden in verschiedensten Varianten angeboten, sodass man als Verbraucher schnell den Überblick verliert. Im Folgenden erfahren Sie, wofür welcher Dünger verwendet wird:
- Düngung von Topfpflanzen
- Anwendung etwa alle zwei Wochen nach Packungsanweisung, da Flüssigdünger durch regelmäßiges Gießen schnell ausgewaschen wird
- Wird in der Gießkanne mit Wasser vermischt
Blaukorn-Dünger
- Für Rasen sowie alle Nutz- und Zierpflanzen im Freiland geeignet
- Rasche Wirkung: Anwendung bei akutem Nährstoffmangel
- Mineralisch aufgebaut: Phosphor, Kalium und Stickstoff
- Sollte nur in geringen Mengen verwendet werden, andernfalls besteht Gefahr der Überversorgung
- Für alle Pflanzen geeignet
- Praktisch für große Gärten mit vielen unterschiedlichen Pflanzen
- Vereint die wichtigsten Nährstoffe und Spurenelemente
- Natürlich hergestellt beziehungsweise nicht synthetisiert
- Ausgangsstoff kann sowohl organisch als auch mineralisch sein
- Bei Anwendung Herstellerhinweise bezüglich der Dosierung für jeweilige Pflanze beachten
- Hilft bei starkem Vermoosen von Rasenflächen
- Achtung giftig! Vor Kindern fernhalten und direkten Kontakt vermeiden
Flüssigdünger für Tomaten
Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, je nach Pflanzenart einen Spezialdünger zu wählen, deren Nährstoffgehalt auf die bestimmten Bedürfnisse abgestimmt ist. Diese gibt es beispielsweise für
3. Richtig düngen
Gartenpflanzen brauchen eine Düngung, um kräftig zu wachsen und gesund zu bleiben. Dabei gibt es einiges zu beachten, was die Menge und den Zeitpunkt anbelangt.
3.1 Wie viel Dünger ist notwendig?
Wie viel Sie düngen müssen, hängt in erster Linie von der Beschaffenheit des Bodens ab. Um die Pflanzen gezielt mit den fehlenden Nährstoffen zu versorgen, sollten Sie daher zunächst eine Bodenprobe nehmen. Lehmböden enthalten beispielsweise schon viele Nährstoffe, sodass die Menge halbiert werden kann. Das städtische Umweltamt kann außerdem Auskunft über die Bodenverhältnisse geben. Generell besteht eher die Gefahr der Überdüngung, weshalb es sich empfiehlt, wenig, aber dafür oft zu düngen. Eine zu starke Konzentration greift die Wurzeln an, außerdem werden die wasserlöslichen Nährstoffe bei einem Überangebot tief in die Bodenschichten gewaschen und gelangen somit ins Grundwasser.
Dünger verhilft Ihren Pflanzen zu gesundem Wachstum
3.2 Wann sollte man am besten düngen?
Düngen Sie Ihre Pflanzen nur in der Wachstumsphase: vom Beginn des Austriebs im Frühling bis zum Triebabschluss im Sommer. Danach muss sich eine Pflanze auf ihre Ruheperiode vorbereiten und sollte nicht mehr gedüngt werden. Eine Ausnahme stellen feuchttropische Pflanzen dar, die im Winter keine Ruhephase benötigen und auch zu dieser Zeit gedüngt werden können. Darüber hinaus ist es wichtig, nie bei prallem Sonnenschein zu düngen. Besonders wenn der Boden trocken ist, besteht die Gefahr, dass Blätter und Wurzeln verbrennen, da der Dünger der Pflanze Feuchtigkeit entzieht. Achten Sie deshalb darauf, den Dünger möglichst früh oder bei bewölktem Himmel auf feuchtem Boden auszubringen.
4. FAQ
Kann Rasendünger für Tiere schädlich sein?
Der Kontakt mit Dünger kann bei Tieren zu gesundheitlichen Problemen führen. Wenn Sie Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen im Garten halten, achten Sie beim Düngen darauf, dass die Flächen, auf denen sich der Freilauf befindet, nicht mitgedüngt werden. Gedüngten Löwenzahn oder andere Pflanzen, die mit dem Mittel in Berührung gekommen sind, sollten sie nicht zum Füttern verwenden. Hunde oder Katzen sollten die frisch gedüngte Fläche nicht betreten können.
Wie viel Dünger ist nötig?
Grundsätzlich gilt, dass man mit Dünger eher sparsam umgehen sollte, da die Gefahr der Überdüngung besteht. Passen Sie die Menge gezielt an die Bedürfnisse der Pflanzen an und beachten Sie dabei den Versorgungszustand Ihres Bodens. Es empfiehlt sich, den Gartenboden etwa alle vier bis fünf Jahre untersuchen zu lassen.
Ist Düngen notwendig?
Die natürlichen Nährstoffe im Boden genügen meist nicht für ein gesundes Pflanzenwachstum. Mit einem passenden Dünger können Sie nachhelfen und dem Boden die nötigen Nährstoffe hinzufügen. Zu den wichtigsten zählen: Stickstoff, Kalium, Kalzium, Phosphor, Schwefel und Magnesium.










































