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Wissenswertes über Hohlraumdübel
1. Verwendung von Hohlraumdübeln
Wenn du einen Gegenstand wie ein Regal, eine Lampe oder einen Spiegel mittels Schrauben an einer Wand, einer Decke oder einer Platte befestigen möchtest, benötigst du normalerweise einen Dübel für einen sicheren Halt. Bei massiven Wänden kannst du meist Normdübel verwenden. Wenn die Schraube allerdings in eine Wand mit Hohlraum oder in eine dünnere Platte geschraubt werden soll, brauchst du einen Hohlraumdübel, damit er nicht durch die befestigte Last herausgezogen wird.
Typische Verwendungsbereiche für Hohlraumdübel sind dabei
- Trockenbauwände aus Rigips,
- Holzplatten,
- Metallbleche
- oder auch Raumdecken aus Gipskarton, wie sie oft in Altbauten zu finden sind.
Generell funktionieren Hohlraumdübel so, dass sie sich hinter der Wand verankern, verhaken oder verknoten. Damit verteilen sie das Gewicht der Last auf einen größeren Bereich und verhindern, dass Dübel und Schraube aus dem Bohrloch rutschen. Je nach Mechanismus und Material eignen sich unterschiedliche Typen von Hohlraumdübel für verschiedene Anwendungsbereiche und Lasten. Mehr dazu erfährst du im nächsten Kapitel.
Hinter der Wand verhakter Hohlraumdübel
2. Arten
Hohlraumdübel gibt es sowohl aus Kunststoff als auch als Metall. Zudem haben verschiedene Modelle unterschiedliche Verankerungsmechanismen, welche sich auf die Tragkraft und Handhabung auswirken. In den folgenden Abschnitten stellen wir dir die geläufigsten Typen vor.
Hintergreifende Dübel
Diese klassische Variante von Hohlraumdübeln wird zunächst lose ins Bohrloch gesteckt. Wenn du dann eine Schraube hineindrehst, spreizt sich der hintere Teil auf und verhakt sich auf der anderen Seite der Wand oder Platte. Diese Spreizdübel gibt es aus Metall oder Kunststoff. Zusätzlich gibt es aus Kunststoff auch solche Dübel, bei der sich zwei Striemen hinter der Wand aufspreizen und durch die Drehung der Schraube verknoten, anstatt sich zu verhaken. Manche Kunststoffdübel müssen auch bereits verformt werden, bevor du sie in das Loch steckst. Spreizdübel können mithilfe von Werkzeug in der Regel recht einfach wieder aus der Wand entfernt werden.
Gipskartondübel
Spezielle Gipskarton- oder Trockenbaudübel eignen sich für weiche Rigipswände, in die sie ohne vorgebohrtes Loch hineingedreht werden können. Ausgenommen ist dabei die Verwendung bei armierten oder mit Papierfaser gestärkten Wänden. Für die Montage benötigst du einen Schraubendreher oder Akkuschrauber. Wegen ihrer Form werden Gipskartondübel auch als Schneckendübel bezeichnet.
Kippdübel
Kippdübel haben einen Kippmechanismus, der umklappt und sich auf diese Art hinter der Wand verankert. Sie erzielen eine breitflächige Druckverteilung und eignen sich auch für schwerere Lasten. Sie werden insbesondere in der Deckenmontage verwendet. Kippdübel können nicht einfach wieder herausgezogen werden, sondern müssen in Kombination mit einer Gewindestange eingesetzt sein, welche wieder aus der Wand geschraubt werden kann, oder werden alternativ nach hinten in den Hohlraum gedrückt.
Federklappdübel
Diese Dübel haben Flügel, Klappen oder Laschen, die sich hinter der Wand öffnen, um einen sicheren Halt zu gewährleisten. Sie werden in ähnlichen Bereichen wie Kippdübel genutzt und auf die gleiche Art entfernt.
Verschiedene Hohlraumdübel
3. Kaufkriterien
Bei der Auswahl der richtigen Dübel musst du einige Kriterien bezüglich der Beschaffenheit der Wand, des Dübels und der aufzuhängenden Last in Betracht ziehen, welche wir dir in diesem Abschnitt vorstellen.
- Tragkraft: Am wichtigsten ist, dass die Dübel in der Lage sind, den Gegenstand, den du an der dazugehören Schraube befestigen willst, zu tragen. Allgemein gilt dabei, dass Kunststoffdübel nur für leichtere Gegenstände wie Bilder oder leichte Regalbretter geeignet sind. Willst du einen Hängeschrank oder einen großen Spiegel aufhängen, fährst du mit Metalldübeln besser. Wie viele Kilogramm pro Dübel getragen werden können, hängt bei einer Trockenbauwand auch davon ab, ob eine einfache oder doppelte Beplankung vorliegt. Die jeweiligen Werte für die Belastbarkeit pro Dübel kannst du der folgenden Tabelle entnehmen.
| Einlagige Gipskartonschicht | Zweilagige Gipskartonschicht | |
|---|---|---|
| Kunststoffdübel | 25 kg | 40 kg |
| Metalldübel | 30 kg | 50 kg |
Plattendicke: Um den richtigen Dübel auszuwählen, solltest du außerdem wissen, wie dick die Platte ist, in die er eingesetzt wird. Er muss unbedingt lang genug sein, um die Platte ganz zu durchstoßen und sich dahinter zu befestigen. Für welche Plattendicke ein Dübel geeignet ist, kannst du den Produktinformationen entnehmen.
Hohlraumtiefe: Des Weiteren musst du beachten, wie tief der Hohlraum hinter einer Wand oder Decke ist. Bei zu geringer Tiefe wird ein Kipp- oder Klappmechanismus nicht funktionieren. Für welche Tiefen sich der Dübel eignet, erfährst du anhand der Produktinformationen.
Gewinde und Schrauben: Achte darauf, dass die Dübel zum Gewinde und der Länge deiner Schrauben passen. Die häufigste Gewindeart ist ein metrisches ISO-Gewinde. Dabei wird der Durchmesser in Millimetern angegeben und mit einem M gekennzeichnet, zum Beispiel M6 oder M10. Der Durchmesser ist auf der Verpackung der Schrauben- und Dübel so wie in den Produktinformationen angegeben. Bei Metalldübeln sind die passenden Schrauben oft im Lieferumfang enthalten.
Beschaffenheit der Wand oder Platte: Auch das Material der Wand oder Platte spielt eine Rolle. Wie bereits oben erwähnt, kannst du etwa bei manchen Gipskartonwänden einfach Gipskartondübel verwenden, die du ohne Vorbohren in die Wand drehst. Zudem beeinflusst auch die Stabilität der Wand die Wahl des Dübels. Bei dünnem Material eignen sich in der Regel Kipp- und Klappdübel am besten, da diese die Last auf einen größeren Bereich verteilen und ein Ausreißen unwahrscheinlicher machen.
4. FAQ
Wofür brauche ich Hohlraumdübel?
Wenn du etwas mit Schrauben an einer Platte oder an einer Wand mit Hohlraum befestigen möchtest, geht dies nicht mit standardmäßigen Dübeln, da diese zu einfach aus dem Bohrloch rutschen würden. Stattdessen benötigst du spezielle Hohlraumdübel, die sich hinter der Platte oder im Hohlraum hinter der Wand verankern, verhaken oder verknoten und die Schraube sowie die daran hängende Last an Ort und Stelle halten.
Wie funktioniert ein Hohlraumdübel?
Es gibt verschiedene Arten von Hohlraumdübeln mit unterschiedlichen Befestigungsweisen. Dabei haben sie alle gemeinsam, dass sie für die Montage an einer Platte oder einer Wand mit Hohlraum geeignet sind. Für einen sicheren Halt kommen hier zum Beispiel sich spreizende und verhakende Stränge, ein Klapp- oder Kippmechanismus oder ein sich verknotender Dübel zum Einsatz.
Wie viele Kilogramm halten Hohlraumdübel?
Wie viel Gewicht ein Hohlraumdübel tragen kann, hängt von seiner Beschaffenheit und der Wand ab. Grundsätzlich tragen Metalldübel mit 30 bis 50 Kilogramm mehr Gewicht als Kunststoffdübel mit 25 bis 40 Kilogramm.






















