
Fit mit Balance Boards
Mit einem Balance Board forderst du nicht nur deine Balance heraus, sondern förderst auch deine Koordinationsfähigkeit und Kraft, insbesondere der Tiefenmuskulatur. Wir zeigen dir, wie vielseitig das Board ist.
1. Balance Boards
Balance Boards werden auch Wackelbretter genannt und sind Sportgeräte, die für unterschiedliche Muskelgruppen und Trainingszwecke eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem:
- Training des Gleichgewichtssinns
- Stärkung der Tiefenmuskulatur
- Förderung der Koordination
- Verbesserung der Motorik
- Unterstützung beim Abnehmen
Obwohl sie in Bauform und Aussehen stark variieren können, funktionieren sie im Grunde gleich: Das Balance Board ist nicht stabil, sondern wackelt aufgrund einer Rolle, Kugel oder Federung. Durch das Stehen und Bewegen auf dem Wackelbrett wird der Gleichgewichtssinn beansprucht und damit sämtliche Muskelgruppen im Körper. Wie mit Balance Boards trainiert werden kann, welche unterschiedlichen Arten es gibt und wie du das Sportgerät anwenden kannst, erfährst du im folgenden Abschnitt.
1.1 Funktionsweise und Balance Board-Arten
Die Funktionsweise eines Balance Boards ist schnell erläutert: Eine Kugel oder Rolle, die auf dem Boden aufliegt, ist entweder mit einem Brett verbunden, welches als Standfläche dient, oder es liegt nur lose darauf. Du erhältst auch Anfängervarianten, bei welchen statt einer Kugel oder Rolle eine Feder für die Bewegung sorgt. Durch Übungen auf dem Board wird die Kugel oder Rolle in Bewegung gesetzt – um die Balance darauf zu halten, müssen daher sämtliche Muskelgruppen der Außen- und Tiefenmuskulatur eingesetzt werden.
Ein Balance Board trainiert den Gleichgewichtssinn und die Tiefenmuskulatur.
Vorbild für Balance Boards sind andere Brettsportarten. Dazu zählen:
- Surfen
- Skateboarden
- Snowboarden
- Stand-up-Paddling
Wie bereits erwähnt, sind Balance Boards in unterschiedlichen Bauarten erhältlich. Wir stellen dir die wichtigsten Typen vor.
Klassische Balance Boards:
Rundes Balance Board mit Halbkugel aus Holz
- Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet
- Für Übungen im Sitzen und Stehen
- Kratzfest
- Handlich
- Belastbar (je nach Hersteller bis 130 kg)

Balance Skateboard mit Rolle aus Holz
- Für Geübte und Fortgeschrittene geeignet
- Für Übungen im Stehen
- Unterlage von Vorteil
- Sehr belastbar (je nach Hersteller bis 150 kg)

Rundes Balance Board, gefedert, aus Kunststoff
- Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet
- Für Übungen im Stehen und Sitzen sowie Physiotherapie
- Mit handlichen GriffenKratzfest
- Besonders belastbar (je nach Hersteller bis 200 kg)

Weitere Balance Boards:
Balance Board aus Schaumstoff (Balance-Kissen)
- Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet
- Für Übungen im Stehen und Sitzen sowie Physiotherapie
- Besonders gelenkschonend
- Kratzfest
- Sehr belastbar (je nach Hersteller bis 150 kg)

Balance Board für die Nintendo Wii™ aus Kunststoff
- Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet
- Elektrisch, wird mit Nintendo Wii™ verbunden
- Weniger fordernd, da stabilerer Stand
- Integrierte Personenwaage
- Mit Wii™ Spielen kompatibel
- Sehr belastbar (bis 150 kg)

1.2 Anwendungsbereiche
Balance Boards können als eigenständiges Fitnessgerät eingesetzt werden oder aber als Ergänzung beziehungsweise Erweiterung zu anderen Sportarten. Darüber hinaus werden sie gerne in der Physiotherapie eingesetzt, um geschwächte Gelenke und Muskeln zu trainieren. Wir haben einige Anwendungsbereiche von Balance Boards für dich zusammengefasst:
Balance Board als eigenständiges Fitnessgerät: Mit gezielten Übungen wird das Balance Board beim funktionellen Training eingesetzt und kann so unterschiedliche Muskelgruppen fordern. Einige Anwendungsbeispiele findest du in Kapitel 3.
Als Übung/Ergänzung zu Brettsportarten: Egal ob Skateboarden, Surfen, Wake- oder Snowboarden – bei diesen Sportarten sind Balance und Körperbeherrschung gefragt. Um diese zu trainieren oder sogar zu erlernen, eignen sich Balance Boards hervorragend. Sie benötigen wenig Platz und können drinnen sowie draußen eingesetzt werden, außerdem in jeder Jahreszeit. Für jede Sportart gibt es das passende Modell.
Als zusätzliches Trainingsgerät für Balance-Sportarten: Ballett, Yoga, Pilates oder Turnen – bei diesen und weiteren Sportarten sind eine gute Balance sowie starke Tiefenmuskulatur Voraussetzung. Um diese zu trainieren wird häufig ein rundes Balance Board eingesetzt, auf welchem die für die jeweilige Sportart typischen Bewegungen ausgeführt werden.
Als Hilfsmittel bei der Physiotherapie: Besonders das Sprunggelenk, aber auch andere Gelenke und Muskelgruppen werden in der Physiotherapie mit dem Balance Board trainiert. Dies kann beispielsweise nach einem Bruch oder bei Balancestörungen (nach einem Schlaganfall) hilfreich sein.
Ob zur Stärkung der Rumpf- und Bauchmuskulatur (siehe Bild) oder als Balancetrainer: Das Board ist vielfältig einsetzbar.
2. Entscheidende Kaufkriterien
Bevor du dich zum Kauf eines Balance Boards entscheidest, solltest du die folgenden Aspekte prüfen, die dir bei der Wahl des richtigen Modells weiterhelfen können:
Ist die Oberfläche rutschfest? Insbesondere wenn du das Board mit Socken oder barfuß nutzen möchtest, sollte die Oberfläche rau und rutschhemmend sein. Viele Modelle sind hier mit entsprechendem Grip-Tape ausgestattet, das zum Beispiel auch bei Skateboards zum Einsatz kommt.
Hält das Balance Board meinem Gewicht stand? Balance Boards sind in der Regel so gefertigt, dass sie auch schwereren Belastungen standhalten. Meist beträgt die Gewichtsspanne zwischen 100 und 200 Kilogramm, die maximale Belastbarkeit wird vom Hersteller angegeben.
Aus welchem Material ist das Board gefertigt? In der Regel werden Balance Boards entweder aus Holz oder aus Kunststoff hergestellt. Während Letzterer besonders langlebig ist, weist Holz oft eine höhere Qualität und Anpassungsfähigkeit auf. Zudem ist Holz meist weniger mit Schadstoffen belastet als Kunststoff und oft auch in umweltfreundlichen Varianten erhältlich.
Für welchen Schwierigkeitsgrad ist das Balance Board geeignet? Bist du bereits erfahrener Surfer oder Skater? Dann kannst du zu Modellen mit einem hohen Schwierigkeitslevel greifen, wie beispielsweise länglichen Boards auf einer Rolle. Anfänger, die gerade erst ihre Balance und Muskulatur aufbauen wollen, sollten besser auf einfache Balance Boards setzen – dazu zählen insbesondere Varianten mit einer Federung.
3. Einfache Übungen auf dem Balance Board
Du kannst das Balance Board nicht nur als gezieltes Training für bestimmte Sportarten einsetzen, sondern auch als eigenständiges Fitnessgerät nutzen und darauf unterschiedliche Übungen absolvieren. Wir stellen dir einige Varianten vor:
Übung für den Schulter-, Arm- und Rumpfbereich:
Nutze das Balance Board als Unterlage für sogenannte Plank-Übungen.
- Begebe dich in den Vierfüßlerstand.
- Drücke dich nun hoch in eine Plank- oder Brett-Haltung. Die Arme sind schulterweit gestreckt, während die Beine mit dem Po und Oberkörper eine gerade Linie bilden.
- Stelle eine Hand auf das Balance Board. Du kannst diese Position für circa 30 Sekunden halten und dann zur anderen Hand wechseln. Oder du führst nun die Hand, die nicht auf dem Balance Board abgestützt ist an deine entgegengesetzte Schulter und hältst diese Position für 30 Sekunden.
- Anschließend die Seite wechseln und je nach Fitnesslevel drei bis fünf Mal wiederholen.
Als Variation dieser Übung kannst du auch beide Unterarme auf dem Balance Board ablegen und so die Plank-Position so lange wie möglich halten.
Übung zur Stärkung der Balance und der Bauch-, Oberschenkel- sowie Gesäßmuskulatur:
- Stelle dich zunächst mit beiden Beinen gerade auf das Board. Versuche bereits hier, dein Gleichgewicht zu halten, spanne dafür die Bauch- und Gesäßmuskulatur an.
- Strecke nun einen Arm gerade nach oben, die Schultern bleiben unten.
- Bewege nun das zum gestreckten Arm entgegengesetzte Bein gerade nach hinten und begebe dich in eine Standwaage.
- Spanne die Bauch- und Gesäßmuskulatur fest an und versuche, die Balance so lange wie möglich zu halten.
- Führe Arm und Bein langsam wieder in die Ausgangsposition zurück und beginne mit der anderen Seite. Die Übung kann zwei bis drei Mal wiederholt werden.

Übung zur Stärkung der Bein- und Gesäßmuskulatur:
Stell dich mit beiden Beinen schulterbreit auf das Board. Führe nun beide Hände an den Hinterkopf, sodass die Ellenbogen gebeugt sind. Spanne Bauch und Po an und beuge die Beine in eine Squad-Haltung. Verbleib in dieser Position entweder für 30 Sekunden oder führe die Bewegung schnell aus. Je nach Ausführung kann diese Übung fünf bis sieben Mal (langsam) oder bis zu 20 Mal (schnell) in einem Durchgang wiederholt werden.

4. FAQ
Worin liegt der Vorteil beim Training mit einem Balance Board gegenüber dem ohne Hilfsmittel?
Balance Boards wirken, indem sie durch ihre instabile Beschaffenheit dafür sorgen, dass du deine Tiefenmuskulatur einsetzen musst, um die Balance zu halten. Dies intensiviert jede auf dem Board ausgeführte Übung enorm und sorgt neben einer Verbesserung von Kraft und Gleichgewichtssinn auch für eine erhöhte Fettverbrennung beim Training. Wie du das Board einsetzen kannst, erfährst du in unserem Ratgeber.
Was bringt ein Balance Board für Surfer, Skater und Snowboarder?
Sämtliche Brettsportarten können auf dem Balance Board simuliert werden. Der Vorteil ist hier, dass dieselben Muskelgruppen wie beim Surfen, Skaten oder Snowboarden eingesetzt und trainiert werden, die Übungen aber mit viel weniger Aufwand ausgeführt werden können. Zwar ersetzt das Balance Board nicht den Spaß der Outdoor-Sportarten, ist jedoch eine sinnvolle Ergänzung, die jederzeit und im eigenen Zuhause angewandt werden kann. Für welche Sportarten sich das Balance Board auch eignet, kannst du in unserem Ratgeber nachlesen.
Für welche Sportarten ist das Training mit dem Balance Board sinnvoll?
Das Balance Board kann entweder als eigenständiges Fitnessgerät beim funktionellen Training eingesetzt werden oder aber als Ergänzung zu anderen Sportarten. Dazu zählen sämtliche Brettsportarten wie Surfen, Skaten, Snowboarden oder Stand-up-Paddling. Darüber hinaus dient das Balance Board auch als Hilfsmittel für Sportarten, die einen guten Gleichgewichtssinn und eine trainierte Tiefenmuskulatur voraussetzen. Dies gilt beispielsweise für Ballett, Pilates oder Yoga. Welche Übungen du auf dem Balance Board absolvieren kannst, zeigen wir dir in unserem Ratgeber.












































